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ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2021Digitale Gesundheitsanwendungen: Bundes­ärzte­kammer und KBV informieren über medizinische Apps

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Digitale Gesundheitsanwendungen: Bundes­ärzte­kammer und KBV informieren über medizinische Apps

Hillienhof, Arne

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Seit Oktober 2020 können Ärztinnen und Ärzte geprüfte digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) verschreiben. Aber viele sind dabei noch zurückhaltend. Expertinnen und Experten aus der ärztlichen Selbstverwaltung, Medizin, Informatik, Digitalisierung, Selbsthilfe und Medizinjournalismus im Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) haben jetzt eine Information „Gesundheits-Apps im klinischen Alltag“ erstellt. Auftraggeberinnen sind die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV).

„Angesichts Zehntausender digitaler Gesundheitsanwendungen in den App Stores können Ärzte ihre Patienten natürlich nicht zu jedem einzelnen Angebot beraten. Mithilfe der Handreichung können sie aber über Möglichkeiten und Grenzen von Apps aufklären und sagen, worauf es bei der Auswahl der richtigen Anwendung ankommt“, sagte der BÄK-Präsident Dr. med. (I) Klaus Reinhardt.

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Die Handreichung gibt einen Überblick über Nutzen und Risiken der digitalen Möglichkeiten und macht deutlich, woran Ärzte gute von schlechten Gesundheits-Apps unterscheiden können. Mittels Fallbeispielen erläutern die Autorinnen und Autoren, was Ärzte beachten sollten, wenn eine Patientin oder ein Patient ihre Meinung zu einer App hören möchte oder ihnen unabgesprochen digitale Daten übermittelt. Die Autoren betonen, dass Gesundheits-Apps nicht nur Patienten unterstützen, sondern auch Ärzten den Berufsalltag erleichtern können – zum Beispiel, indem sie Leitlinienwissen anbieten oder die Kommunikation im kollegialen Kreis erleichtern. Die Handreichung beinhaltet auch ein Informationsblatt für Patienten. Es soll das Bewusstsein für Risiken schärfen und gibt Tipps, wie Nutzende zum Beispiel Datenmissbrauch vermeiden können.

„Die Handreichung des ÄZQ ist eine wichtige Unterstützung für die Kollegen in den Praxen“, lautet das Fazit des KBV-Vorstandsvorsitzenden Dr. med. Andreas Gassen. Eine Umfrage, die der Digitalverband Bitkom zusammen mit dem Hartmannbund im November 2020 durchgeführt hat, zeigt, dass vielen Ärzten Informationen zu DiGAs fehlen. hil

http://daebl.de/WF95

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