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ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2021Roman Skoblo †: Aufbereiter der jüdischen Geschichte

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Roman Skoblo †: Aufbereiter der jüdischen Geschichte

Spielberg, Petra

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Roman Skoblo Foto: IFLb Laboratoriumsmedizin Berlin GmbH
Roman Skoblo
Foto: IFLb Laboratoriumsmedizin Berlin GmbH

Der im April 1948 in Schlesien geborene Laborarzt und Leiter der IFLb Laboratoriumsmedizin Berlin GmbH, Dr. med. Roman Skoblo, ist Ende November im Alter von 72 Jahren verstorben. Der jüdische Arzt hatte sich mit vielfältigen berufspolitischen Aktivitäten einen Namen gemacht. So geht unter anderem das Forschungsprojekt zur Rolle der Ärzte im Nationalsozialismus am Beispiel Berlin auf seine Anregung zurück. Ziel des Projektes, das von der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin (KVB) unter ihrem damaligen Vorsitzenden Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm unterstützt wurde, war es, die Ausschaltung jüdischer Ärztinnen und Ärzte durch die Vorgängerinstitution der KVB sowie die schrittweise legalisierte Existenzvernichtung der jüdischen Kassenärzte aufzuzeigen.

Skoblo hat in Berlin Humanmedizin studiert. Seit 1988 war er Vorsitzender des Landesverbandes, später auch des Bundesverbandes jüdischer Ärzte und Psychologen sowie einige Jahre als Vertreter des Zentralrats der Juden in Deutschland Mitglied in der zentralen Ethikkommission. Darüber hinaus war er im Bundesverband Deutscher Laborärzte e.V. und als Vorsitzender der Landesgruppe Berlin der Sektion Niedergelassener Laborärzte aktiv. Außerdem war er Begründer des Lehrstuhls „Berliner Studien zum Jüdischen Recht“ an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin und einer Stiftungsprofessur für den Bereich Humanphysiologie mit dem Schwerpunkt „Der Mensch in extremen Umwelten unter besonderer Berücksichtung der Luft- und Raumfahrtmedizin“. Petra Spielberg

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