szmtag Alarmierende Zahlen mit schwerer beziehungsweise mittelschwerer Depression
ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2021Alarmierende Zahlen mit schwerer beziehungsweise mittelschwerer Depression
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Bei 92 % der Patienten, die aus einer psychiatrischen oder psychosomatischen Klinik entlassen werden, ist der Übergang zur ambulanten Versorgung nicht ausreichend organisiert. Davon hängt aber die Stabilisierung der Betroffenen entscheidend ab. Dabei würde die relativ lange Verweildauer der Patienten und damit die Möglichkeit, ihre häusliche Situation gut kennenlernen zu können, eine gute Voraussetzung bieten, die Entlassung vorzubereiten.

Es trifft die Angehörigen ebenso, die meist schon mit Hilflosigkeit zu kämpfen hatten. Vor allem Kinder und Jugendliche, die besonders die Veränderungen der Mutter, des Vaters und damit ihres ganzen Lebens zu spüren bekommen, würden von einem harmonischen Übergang profitieren. Es reicht nicht, die Familie auf das Internet zu verweisen, in dem sie sich „Familiencoach“ und Ähnliches ansehen sollen. Zu einem gut geplanten Übergang zählen regelmäßige persönliche Gespräche des Systems Familie.

Auch Hilfe bei der Suche nach einer ambulanten Psychotherapie gehört in ein gutes Entlassungskonzept.

Wie gut, dass die Verfasser (1) auf dieses Problem aufmerksam machen. Hoffentlich werden viele Kliniken diese Analyse als Impuls fürs Überdenken und für Veränderungen aufnehmen.

DOI: 10.3238/arztebl.m2021.0050

Dr. med. Gisela Wittner

Radolfzell

gisawi@t-online.de

Interessenkonflikt

Die Autorin erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Wiegand HF, Saam J, Marschall U, et al.: Challenges in the transition from in-patient to out-patient treatment in depression—an analysis of administrative health care data from a large German health insurer. Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 472–9 VOLLTEXT
1.Wiegand HF, Saam J, Marschall U, et al.: Challenges in the transition from in-patient to out-patient treatment in depression—an analysis of administrative health care data from a large German health insurer. Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 472–9 VOLLTEXT

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