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ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2021Pseudoaneurysma nach einem transfemoralen, perkutanen Aortenklappenersatz

MEDIZIN: Der klinische Schnappschuss

Pseudoaneurysma nach einem transfemoralen, perkutanen Aortenklappenersatz

Pseudoaneurysm following transfemoral percutaneous aortic valve replacement

Jud, Philipp; Eibisberger, Martin

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a) Computertomografische Angiografie der Beinarterien (Transversal-Schnitt) mit Nachweis eines Pseudoaneurysmas (roter Pfeil), das die rechte Vena femoralis communis komprimiert (weißer Pfeil). Zusätzlich konnte in der rechten Beckenregion ein medial gelegenes, infraperitoneales, postinterventionelles Hämatom objektiviert werden, das die Harnblase zur kontralateralen Seite verlagerte; b) Computertomografische Angiografie der Becken- und Beinarterien in Volume Rendering Technik mit Nachweis eines Pseudoaneurysma der rechten Arteria femoralis communis inklusive Aneurysmahals
Abbildung
a) Computertomografische Angiografie der Beinarterien (Transversal-Schnitt) mit Nachweis eines Pseudoaneurysmas (roter Pfeil), das die rechte Vena femoralis communis komprimiert (weißer Pfeil). Zusätzlich konnte in der rechten Beckenregion ein medial gelegenes, infraperitoneales, postinterventionelles Hämatom objektiviert werden, das die Harnblase zur kontralateralen Seite verlagerte; b) Computertomografische Angiografie der Becken- und Beinarterien in Volume Rendering Technik mit Nachweis eines Pseudoaneurysma der rechten Arteria femoralis communis inklusive Aneurysmahals

Bei einer 86-jährigen Patientin kam es zur akuten Schwellung und zu hervortretenden Varizen am rechten Bein. Zwei Tage zuvor war ein transfemoraler, perkutaner Aortenklappenersatz über eine 9F-Schleuse aufgrund einer hochgradigen Aortenstenose durchgeführt worden. In der klinischen Untersuchung konnten eine Schwellung des rechten Oberschenkels sowie prominente Varizen der rechten Vena saphena magna und ihrer Seitenäste objektiviert werden. Mittels Ultraschall wurde eine tiefe und oberflächliche Venenthrombose ausgeschlossen, allerdings wurde ein Pseudoaneurysma suspiziert, das einen venösen Rückfluss in die Vena saphena magna verursachte. In einer nachfolgenden computertomografischen Angiografie (Abbildung a, b) wurde ein Pseudoaneurysma der rechten Arteria femoralis communis mit einem Durchmesser von 3,5 × 2,0 × 3,0 cm (Abbildung a, roter Pfeil) bestätigt, das die rechte Vena femoralis communis (Abbildung a, weißer Pfeil) komprimierte. Nach chirurgischer Entfernung des Pseudoaneurysmas wurde die Patientin zehn Tage später entlassen. Pseudoaneurysmen treten in bis zu 7,9 % der Fälle nach einem transfemoralen, perkutanen Aortenklappenersatz auf. Unzureichende postinterventionelle Kompression, große Schleusendurchmesser und mehrfache arterielle Punktionen repräsentieren prädisponierende Faktoren.

Dr. med. Philipp Jud, Klinische Abteilung für Angiologie, Universitätsklinik für Innere Medizin der Medizinischen Universität Graz, philipp.jud@medunigraz.at

Dr. med. Martin Eibisberger, Klinische Abteilung für Neuroradiologie, vaskuläre und interventionelle Radiologie, Universitätsklinik für Innere Medizin der Medizinischen Universität Graz

Interessenkonflikt: Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Zitierweise: Jud P, Eibisberger M: Pseudoaneurysm following transfemoral percutaneous aortic valve replacement. Dtsch Arztebl Int 2021; 118: 58. DOI: 10.3238/arztebl.m2021.0089

►Vergrößerte Abbildung und englische Übersetzung unter: www.aerzteblatt.de

a) Computertomografische Angiografie der Beinarterien (Transversal-Schnitt) mit Nachweis eines Pseudoaneurysmas (roter Pfeil), das die rechte Vena femoralis communis komprimiert (weißer Pfeil). Zusätzlich konnte in der rechten Beckenregion ein medial gelegenes, infraperitoneales, postinterventionelles Hämatom objektiviert werden, das die Harnblase zur kontralateralen Seite verlagerte; b) Computertomografische Angiografie der Becken- und Beinarterien in Volume Rendering Technik mit Nachweis eines Pseudoaneurysma der rechten Arteria femoralis communis inklusive Aneurysmahals
Abbildung
a) Computertomografische Angiografie der Beinarterien (Transversal-Schnitt) mit Nachweis eines Pseudoaneurysmas (roter Pfeil), das die rechte Vena femoralis communis komprimiert (weißer Pfeil). Zusätzlich konnte in der rechten Beckenregion ein medial gelegenes, infraperitoneales, postinterventionelles Hämatom objektiviert werden, das die Harnblase zur kontralateralen Seite verlagerte; b) Computertomografische Angiografie der Becken- und Beinarterien in Volume Rendering Technik mit Nachweis eines Pseudoaneurysma der rechten Arteria femoralis communis inklusive Aneurysmahals

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