ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/1996Arbeitszeitgesetz: Was tun gegen rechtswidriges Handeln?

SPEKTRUM: Leserbriefe

Arbeitszeitgesetz: Was tun gegen rechtswidriges Handeln?

Niebuhr, W.

Zu dem Beitrag "Verunsicherung statt verbesserter Arbeitschutz" von Lutz Hammerschlag in Heft 22/1996:
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LNSLNS In der Tat sind viele "kleine Assistenzärztinnen und -ärzte" verunsichert durch die Auswirkungen des Arbeitszeitgesetzes, die oft völlig ausbleiben. Wenn der Personalchef einer Klinik sich auf eine Veröffentlichung der Deutschen Krankenhausgesellschaft beruft und in einmütigem Ton mit dem jeweiligen Chefarzt verkündet: "Es ändert sich nichts" – dann sind wir zunächst verunsichert. Dann bedeutet unser Dienst am Patienten also nach wie vor das Marathon von acht Stunden Stationsdienst, 15,5 Stunden Bereitschaftsdienst und acht Stunden Stationsdienst – oft (zum Beispiel in Stufe D) ohne eine über 30 Minuten hinausgehende, durchgehende Ruhezeit.
Was kann der "kleine Assistent" gegen das offenkundig rechtswidrige Handeln seiner Vorgesetzten tun, wenn er (im Regelfall) auf Vertragsverlängerung, Weiterbildungszeugnis etc. angewiesen ist?
Bitte geben Sie konkrete Ratschläge, die eine Umsetzung des geltenden Rechts in die Praxis bewirken können. In einem Rechtsstaat eigentlich selbstverständliche Arbeitsgesetze sollten doch auch auf "kleine Assistenzärzte" Anwendung finden dürfen.
Ulrich W. Niebuhr, Timmersloher Straße 8, 28215 Bremen
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