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Randnotiz: Kein Ersatz für echten Schlaf

Hillienhof, Arne

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Während des Schlafens laufen im Gehirn aktive Erholungsprozesse ab, die sich nicht durch Ruhe – wie etwa auf dem Sofa zu entspannen – ersetzen lassen. Das berichten Wissenschaftler um Christoph Nissen von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg im Fachmagazin Sleep (DOI: 10.1093/sleep/zsaa216). An der Studie nahmen 66 Teilnehmer teil. Sie übten zunächst, bestimmte visuelle Muster zu erkennen und zu unterscheiden. Im Anschluss war eine Gruppe wach und sah dabei Videos oder spielte Tischtennis. Eine Gruppe schlief für eine Stunde und die dritte Gruppe blieb wach, war jedoch in einem abgedunkelten Raum ohne äußere Reize und unter kontrollierten Schlaflaborbedingungen. Die Gruppe, die geschlafen hatte, schnitt im Anschluss bei der Mustererkennung deutlich besser ab als die Gruppe, die wach und aktiv war. Sie übertraf auch die passiv-wache Gruppe. Der erholsame Effekt des Schlafes korrelierte mit der im NREM-Schlaf verbrachten Zeit und mit der elektroenzephalografischen Slow-Wave-Energie, von der angenommen wird, dass sie die Renormalisierung der synaptischen Stärke widerspiegelt, berichten die Forscher. Das zeige, der Schlaf selbst mache den Unterschied. Keinen Unterschied bei der Leistungsfähigkeit konnten die Wissenschaftler dagegen bei aktivem gegenüber passivem Wachsein beobachten. „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Schlaf mehr ist als ein Zustand reduzierter Reizinterferenz, sondern dass schlafspezifische Hirnaktivität die Leistung durch aktive Verfeinerung der kortikalen Plastizität wiederherstellt“, betonten die Forscher.

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