szmtag Demenzstrategie: Politik bittet Hausärzte um Unterstützung
ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2021Demenzstrategie: Politik bittet Hausärzte um Unterstützung

MANAGEMENT

Demenzstrategie: Politik bittet Hausärzte um Unterstützung

Osterloh, Falk

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) und Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Franziska Giffey (SPD) haben Hausärztinnen und Hausärzte in einem Brief darum gebeten, Demenzkranke und ihre Angehörigen auf spezielle Informationsangebote des Bundes und der Deutschen Alzheimer Gesellschaft hinzuweisen.

Menschen mit Demenz brauchen neben einer guten medizinischen und pflegerischen Versorgung auch soziale Unterstützung. Foto: Photographee.eu/stock.adobe.com
Menschen mit Demenz brauchen neben einer guten medizinischen und pflegerischen Versorgung auch soziale Unterstützung. Foto: Photographee.eu/stock.adobe.com

„Gerade, weil wir Demenz bislang noch nicht ursächlich behandeln oder heilen können, wollen wir unsere Gesellschaft für das Thema Demenz weiter sensibilisieren und bitten hierbei um Ihre Unterstützung“, schreiben die Ministerin und der Minister. „Als Hausärztinnen und Hausärzte nehmen Sie, gemeinsam mit Ihren Praxisteams, in diesem System eine bedeutsame Rolle ein. Sie sind häufig der erste Kontakt der Betroffenen zum professionellen medizinischen Versorgungsnetz. Sie kennen oft auch die Lebensgeschichte und die Angehörigen und wissen, worauf es über die medizinischen Aspekte der Erkrankung hinaus ankommt. Dies alles ist für den weiteren Krankheitsverlauf von großer Bedeutung. Sie legen die Grundsteine für die folgende Begleitung der Betroffenen und stimmen dies mit ihnen ab.“

Anzeige

Beratungsangebote könnten für die Angehörigen der Betroffenen sehr hilfreich sein. Spahn und Giffey bitten Hausärzte deshalb, die Angehörigen auf das Alzheimer-Telefon der Deutschen Alzheimer Gesellschaft hinzuweisen, das unter der Festnetznummer 030 259379514 erreichbar sei. Bei Fragen zur Pflegeversicherung könnten sich die Angehörigen an das Bürgertelefon des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums unter der Nummer 030 340606602 wenden. Eine spezielle Informations- und Austauschplattform sei zudem der Wegweiser Demenz des Bundesfamilienministeriums, die im Internet unter www.wegweiser-demenz.de zu erreichen sei. Darüber hinaus könnten die Hausärzte Informationsmaterialien der Bundesregierung für deren Patienten bestellen (http://daebl.de/KL71).

Das Schreiben steht im Zusammenhang mit der Nationalen Demenzstrategie, die am 23. September des vergangenen Jahres von Spahn, Giffey, Bun­des­for­schungs­minis­terin Anja Karliczek (CDU) sowie von 57 Verbänden unterzeichnet wurde. Darin verpflichten sie sich, insgesamt 160 Maßnahmen zur Information über und Entstigmatisierung von Demenz einzuhalten. fos

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote