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Wir bedanken uns für die Diskussion der von uns veröffentlichten Daten (1), kommen allerdings zu anderen Schlussfolgerungen. Der aus den Registern der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) extrahierte Datensatz wurde nach aktuellem Stand der Wissenschaft bearbeitet, die Risikoadjustierung ist in der elektronischen Ergänzung des Methodenteils hinterlegt. Mit der Arbeit wurde eine Qualitätsanalyse elektiver viszeralonkologischer Chirurgie durchgeführt, da es in Deutschland eine immer wiederkehrende Diskussion über einen möglichen Einfluss des Wochentags auf das Ergebnis chirurgischer Eingriffe gibt. Insgesamt ist das Ergebnis der Studie für in die Register eingebende Kliniken sehr positiv, die postoperative Letalität liegt, auch an Montagen und Dienstagen deutlich niedriger als im bundesweiten Vergleich (2, 3). Ähnliche Berechnungsmodelle gibt es in der Luft- und Raumfahrt. Hier wurde gezeigt, dass erst nachfolgende tiefergreifende Strukturanalysen die Ursachen der beschriebenen Unterschiede (er)klären, eine mögliche (klinische) Relevanz liefern und Maßnahmen zur Verbesserung aufzeigen. Vergleichbare Qualitätsanalysen mit divergenten Ergebnissen wurden in den USA, Australien, England und den Niederlanden durchgeführt und publiziert (4). Ein Behandlungsfehlerverfahren, bei dem diese Studien zu einer Beweislastumkehr geführt haben, sind uns nicht geläufig.

Die Teilnahme an den Registern der DGAV ermöglicht den Kliniken einen risikoadjustierten Vergleich ihrer Behandlungsergebnisse zum Durchschnitt der anderen teilnehmenden Kliniken. Hierdurch ist eine Identifikation eigener Verbesserungspotenziale möglich. Der DGAV ist es mit den StuDoQ-Registern erstmals gelungen eine deutschlandweite Plattform zu schaffen, um chirurgische Behandlungen analysieren zu können und somit die chirurgische Therapie zum Wohle der Patienten zu optimieren.

DOI: 10.3238/arztebl.m2021.0056

Für die Autoren
Dr. med. Friedrich Anger
PD Dr. med. Armin Wiegering
Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-,
Gefäß- und Kinderchirurgie
Universitätsklinikum Würzburg
wiegering_a@ukw.de

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Anger F, Wellner U, Klinger C, et al.: The effect of day of the week on morbidity and mortality from colorectal and pancreatic surgery—an analysis from the German StuDoQ register. Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 521–7 VOLLTEXT
2.
Baum P, Diers J, Lichthardt S, et al.: Mortality and complications following visceral surgery—a nationwide analysis based on the diagnostic categories used in German hospital invoicing data. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 739–46 VOLLTEXT
3.
Nimptsch U, Krautz C, Weber GF, Mansky T, Grützmann R: Nationwide in-hospital mortality following pancreatic surgery in Germany is higher than anticipated. Ann Surg 2016; 264: 1082–90 CrossRef MEDLINE
4.
Ruiz M, Bottle A, Aylin PP: The global comparators project: international comparison of 30-day in-hospital mortality by day of the week. BMJ Qual Saf 2015; 24: 492–504 CrossRef MEDLINE PubMed Central
1.Anger F, Wellner U, Klinger C, et al.: The effect of day of the week on morbidity and mortality from colorectal and pancreatic surgery—an analysis from the German StuDoQ register. Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 521–7 VOLLTEXT
2.Baum P, Diers J, Lichthardt S, et al.: Mortality and complications following visceral surgery—a nationwide analysis based on the diagnostic categories used in German hospital invoicing data. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 739–46 VOLLTEXT
3.Nimptsch U, Krautz C, Weber GF, Mansky T, Grützmann R: Nationwide in-hospital mortality following pancreatic surgery in Germany is higher than anticipated. Ann Surg 2016; 264: 1082–90 CrossRef MEDLINE
4.Ruiz M, Bottle A, Aylin PP: The global comparators project: international comparison of 30-day in-hospital mortality by day of the week. BMJ Qual Saf 2015; 24: 492–504 CrossRef MEDLINE PubMed Central

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