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ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2021Impfpriorisierung: Übertragung durch Geimpfte
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Am 29. Januar 2021 hat die Europäische Arzneimittelagentur dem COVID-19-Impfstoff von Astra-Zeneca (AZD1222) eine bedingte Zulassung erteilt. Aus der Phase-III-Studie des Impfstoffs von AstraZeneca geht hervor, dass von den ursprünglich 2 168 seronegativen geimpften Probanden 20 als COVID-19-Fall ohne Symptome bzw. mit unbekannten Symptomen auftraten (0,9 Prozent). Die Rate war bei den 2 223 ungeimpften seronegativen Probanden vergleichbar hoch (23 Fälle; 1,0 Prozent).

Ähnliche Ergebnisse wurden in Versuchen mit Makaken gefunden. Hier gab es nach einer künstlichen Infektion mit SARS-CoV-2 unter den mit diesem Impfstoff behandelten Tieren im Vergleich zu den ungeimpften Tieren keine Reduktion der Viruslast in den oberen Atemwegen.

Nach heutigem Stand erscheint es somit sicher, dass SARS-CoV-2 in annähernd gleicher Größenordnung von den asymptomatischen Personen übertragen werden kann, die mit AZD1222 geimpft wurden. Diese Erkenntnis gilt es, insbesondere in der Patientenversorgung sowie in Heimen zu berücksichtigen, wenn das Hauptmotiv der Mitarbeiter für eine Impfung ist, die unbemerkte Übertragung von sich auf Patienten bzw. Bewohner zu verhindern.

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Prof. Dr. med. Günter Kampf, 17475 Greifswald

Literatur beim Verfasser

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