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Randnotiz: Impfung nach der Infektion?

Meyer, Rüdiger

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Eine Infektion mit SARS-CoV-2 hinterlässt meist eine gute Immunität, die vor einer weiteren Erkrankung schützen sollte. Es ist deshalb fraglich, ob Personen mit einem positiven Antikörpertest geimpft werden sollten. Zwei Forscherteams haben jetzt die Reak-tion des Immunsystems von seropositiven Probanden auf eine Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer oder Moderna untersucht. In der Studie der
Arbeitsgruppe um Viviana Simon von der Icahn School of Medicine (http://daebl.de/CE91) stiegen die Antikörper-Titer nach der Impfung bereits in den ersten vier Tagen stark an. Bei seronegativen Teilnehmern waren es neun bis zwölf Tage. Simon hält daher eine zweite Impfdosis für Personen mit früherer Infektion für unnötig. Auch eine einmalige Impfdosis will überlegt sein. Die Ergebnisse zeigen nämlich, dass die systemischen Nebenwirkungen auf die Impfung stärker ausfielen. Der Anteil der Personen, die über Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Frösteln, Muskelschmerzen, Fieber und Gelenkschmerzen klagten, war höher als bei den seronegativen Personen, für deren Immunsystem die Impfung der erste Kontakt zu den Virusantigenen war. Das Team um Mohammad Sajadi von der University of Maryland School of Medicine kommt zu ähnlichen Ergebnissen (http://daebl.de/WY83). Die Forscher verglichen unter anderem die Impfreaktion von Personen, die bei der ersten Infektion erkrankt und solchen, die gesund geblieben waren. Unterschiede waren nicht erkennbar. Demnach hinterlässt auch eine asymptomatische Infektion in der Regel eine Immunität, die durch eine Einmalimpfung „geboostert“ werden kann.

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