szmtag Strafbare Kindstötung: Eine Tötung steht uns nicht zu
ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2021Strafbare Kindstötung: Eine Tötung steht uns nicht zu
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Die Gesetzgebung ist brutal und herzlos. Es gibt juristisch freigestellte Tötungen? Ein lebensfähiges Kind in der Gebärmutter kann mit einer Kaliumchloridlösung getötet werden. Die muss mit einer Spritze durch den Uterus injiziert werden, ein Risiko für das Geschwisterkind. Deshalb hat der Kollege die offene Tötung vollzogen. Nun wird aber der Todeskampf des Zwillings sichtbar, sonst vielleicht bei Hinrichtungen zu beobachten. Das Resultat ist das gleiche, ein toter Säugling, der zum Schluss noch beigesetzt wird. Ein Horror. Die Mutter wird nicht mehr froh. Auch eine seelische Belastung des Personals.

Liebe Gynäkolog*innen, lasst die Finger weg von solchen Tötungen, außerdem 100 000 (hunderttausend) Abtreibungen von normalen Schwangerschaften jährlich in der Bundesrepublik Deutschland. Dann wollen die Jurist*innen noch den ärztlich begleiteten Suizid. ...

Lest den Eid des Hippokrates, der Schwangerschaftsabbruch und Teilnahme am Suizid verbietet. Ärzt*innen, unterlasst diese Dienstleistungstaten, auch wenn sie juristisch möglich sind. Diese juristisch freigestellten Tötungen sind schlimme Entwicklungen, seelisch belastend für das Personal und von der Medizinetik nicht gedeckt. Ärzt*innen betreiben Prophylaxe, heilende Maßnahmen. Die Einstellung einer erfolglosen Therapie kann nötig sein, dann erfolgt das Umschwenken auf palliative lindernde Maßnahmen. Nicht mehr und nicht weniger. Eine Tötung steht uns nicht zu, auch nicht die durch juristische Gesetze flankierte Tötung auf Verlangen.

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Dr. med. Dipl.-Med. Georg Rentsch, 02692 Doberschau-Gaußig

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