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ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2021Medizinstudium: Sachsen-Anhalt setzt auf die Amtsarztquote

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Medizinstudium: Sachsen-Anhalt setzt auf die Amtsarztquote

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Eine Landarztquote gibt es im Medizinstudium in Sachsen-Anhalt bereits. Foto: picture alliance/dpa/Waltraud Grubitzsch
Eine Landarztquote gibt es im Medizinstudium in Sachsen-Anhalt bereits. Foto: picture alliance/dpa/Waltraud Grubitzsch

Der Landtag in Sachsen-Anhalt hat eine Amtsarztquote auf den Weg gebracht. Wie schon für Landärzte will das Land auch für werdende Amtsärzte ein Kontingent an Medizinstudienplätzen reservieren. Wer sich auf einen dieser Plätze bewirbt, verpflichtet sich zugleich, nach dem Studium mindestens zehn Jahre im öffentlichen Gesundheitsdienst zu arbeiten. Der Anreiz: Im Auswahlverfahren des Landes hat die Abiturnote weniger Gewicht, die Berufserfahrung dafür umso mehr. Menschen, die seit Jahren in medizinischen Berufen arbeiten, den hohen Numerus clausus für ein Medizinstudium aber nicht erreichen, haben so bessere Chancen auf einen der Studienplätze. Die entsprechende Quote für Landärzte sei im vorigen Jahr vielversprechend angelaufen, sagte Ge­sund­heits­mi­nis­terin Petra Grimm-Benne (SPD). Die Ministerin und mehrere Redner aus den Fraktionen wiesen darauf hin, dass die Quote wegen des langen Studiums aber erst Ende der 2020er-Jahre einen Effekt haben werde. Außerdem müssten die Stellen im öffentlichen Gesundheitsdienst besser bezahlt werden. Der Landtag verwies den Antrag der Regierungsfraktionen in den Gesundheitsausschuss; im März könnte das Parlament die Quote beschließen. Ärztekammer, Studierendenvertreter und die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sehen die Quote kritisch. dpa

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