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SARS-CoV-2: Bei Impfpriorisierungen reicht ein formloses Attest

Kahl, Kristin

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Ein Attest für eine Coronaschutzimpfung wird erst ab der Priorisierungsgruppe zwei relevant. Foto: picture alliance/PIXSELL/Dusko Jaramaz
Ein Attest für eine Coronaschutzimpfung wird erst ab der Priorisierungsgruppe zwei relevant. Foto: picture alliance/PIXSELL/Dusko Jaramaz

Seit dem 8. Februar gelten neue Priorisierungen bei Impfungen gegen SARS-CoV-2. Trotz Spezifizierungen bei einigen Krankheitsbildern können Ärztinnen und Ärzte aber weiterhin formlose Bescheinigungen ausstellen. Darauf hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hingewiesen – und wichtige Aspekte zusammengetragen.

So wird ein Attest erst ab der Priorisierungsgruppe zwei relevant. Dann werden auch jüngere Personen mit Vorerkrankungen geimpft. Diese benötigen ein solches Zeugnis laut KBV aber nur dann, wenn sie nicht schon aufgrund ihres Alters bevorzugt Anspruch haben: in der Priorisierungsgruppe zwei ab 70 Jahren, in Gruppe drei ab 60 Jahren. Hier kann der Nachweis über den Personalausweis erfolgen.

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Das Attest selber kann weiterhin als formlose Bescheinigung ausgestellt werden. Es genügt, darauf zu verweisen, dass eine Erkrankung im Sinne von § 3 Ziffer 2 beziehungsweise von § 4 Ziffer 2 der Coronavirus-Impfverordnung besteht. Weitere Details sind laut KBV nicht erforderlich.

Vergütet wird die Ausstellung eines Attestes laut Impfverordnung mit einer Pauschale von fünf Euro. Erfolgt der Versand postalisch, kommen 0,90 Euro hinzu. Die Abrechnung erfolgt über die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung.

Mit der aktualisierten Impfverordnung sind Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen in die zweite Priorisierungsgruppe aufgerückt. Dazu gehören beispielsweise Personen mit malignen hämatologischen Erkrankungen oder behandlungsbedürftigen soliden Tumorerkrankungen, die nicht in Remission sind oder deren Remissionsdauer weniger als fünf Jahre beträgt. Auch Menschen mit Diabetes mit einem HbA1c-Wert von mindestens 58 mmol/mol oder mindestens 7,5 Prozent, Menschen mit einer schweren chronischen Lungenerkrankung, chronischer Leber- oder Nierenerkrankung oder Adipositas mit einem BMI über 40 sowie Menschen mit schweren psychiatrischen Erkrankungen gehören nun in die zweite Gruppe. kk

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