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Risiko einer akuten Nebenniereninsuffizienz bei Alkindi® Alkindi® (Hydrocortison-Granulat zur Entnahme aus Kapseln) wird bei Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen als Ersatztherapie bei Nebenniereninsuffizienz angewendet. Da bei anderen – zerkleinerten oder als Rezeptur hergestellten – oralen Hydrocortison-Formulierungen das Risiko einer ungenauen Dosierung besteht, kann bei der Umstellung auf Alkindi®-Granulat eine akute Nebenniereninsuffizienz auftreten. Aktuell wurde ein Fall von schwerer Nebenniereninsuffizienz bei einem Säugling berichtet.

Um eine adrenale Krise nach Umstellung auf Alkindi®-Granulat zu vermeiden, sollten Betreuungspersonen in den ersten Wochen auf Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Temperaturschwankungen und Erbrechen beim Kind achten.

Wenn lösliche Hydrocortison-Tabletten nicht gemäß den Herstelleranweisungen zubereitet werden, besteht die Gefahr einer uneinheitlichen Dosierung. In den ersten Wochen nach der Umstellung auf Alkindi®-Granulat wird daher eine engmaschige klinische Überwachung und gegebenenfalls Anpassung der Dosierung empfohlen. mls

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Quelle: Arznei­mittel­kommission der Deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) Drug Safety Mail 2021–05

Zulassungserweiterung für Dupilumab – Der humane monoklonale Antikörper Dupilumab (Dupixent®, Sanofi Genzyme) kann in Europa jetzt auch bei Kindern zwischen 6 und 11 Jahren mit schwerer atopischer Dermatitis (AD) angewendet werden. Für diese Altersgruppe waren die Behandlungsoptionen bislang begrenzt. Eine schwere AD führt nicht nur zu ausgeprägten, juckenden Hautläsionen, sondern auch zu zahlreichen krankheitsbezogenen Belastungen wie Schlafstörungen, Angstsymptomatik, Depressionen sowie soziale Ausgrenzung und Stigmatisierung.

Laut Prof. Dr. med. Susanne Lau, stellvertretende Klinikdirektorin der Klinik für Pädiatrie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, führte die Behandlung mit Dupilumab in Kombination mit topischen Kortikosteroiden in der Zulassungsstudie nach 16 Wochen zu einer signifikanten und klinisch relevanten, anhaltenden Verbesserung des Hautbildes und des Juckreizes.

Außerdem steigerte sich die Lebensqualität sowohl der Kinder (Children’s Dermatology Life Quality Index) als auch der Familie (Dermatitis Family Impact Questionnaire) signifikant. Die Daten zur Sicherheit von Dupilumab stimmten mit denen überein, die bei Erwachsenen und Jugendlichen beobachtet wurden. CB

Quelle: Webpressekonferenz „Neuigkeiten zur Behandlung schwerer atopischer Dermatitis bei Kindern zwischen 6 und 11 Jahren“, 16. Dezember 2020; Veranstalter: Sanofi Genzyme

Natürliche Hilfe bei Angst in der Coronakrise – Die COVID-19-Pandemie hat das Leben nahezu aller Menschen verändert und nach wie vor sind empfindliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens die Folge. Jeder geht damit anders um, weshalb individuelle Diagnostik und Beratung sinnvoll und notwendig sind. Unumstritten ist, dass die Verbreitung von Angst, Unruhe und Schlafstörungen in Krisenzeiten in der Bevölkerung zunimmt.

Dies bestätigt eine im Auftrag von Dr. Willmar Schwabe von Forsa durchgeführte repräsentative, telefonische Umfrage unter 1 000 Bürgern ab 18 Jahren. Im Januar 2021 machten sich 89 % aller Befragten Sorgen beim Gedanken an die eigene Gesundheit oder die von nahen Angehörigen. Jeden Zweiten beschäftigten zudem Sorgen hinsichtlich der eigenen finanziellen Situation in der nahen Zukunft.

Beratung und Psychotherapie, Selbsthilfe und Phytopharmaka können bei Angst, Unruhe und Schlafstörungen als Hilfestellung dienen. Prof. Dr. med. Tillmann Krüger, Arbeitsbereichsleiter Klinische Psychologie und Sexualmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover, verwies auf Entspannungsverfahren, Patientenselbsthilfe- und Angehörigengruppen, Sport, aber auch Online-Therapieprogramme und Virtual- Reality-Training als mögliche Alternativen für Betroffene. Auch die Möglichkeiten der Naturheilkunde sollten erwogen werden. So haben sich zum Beispiel Präparate mit Lavendelöl in Studien gegenüber Placebo als wirksame Mittel gegen die oben genannten Beschwerden bewährt – ohne Hinweise auf Missbrauchspotenzial oder Sedierung. mr

Quelle: Virtuelle Pressekonferenz „Deutschland 2021: Wege aus der Angst in unruhigen Zeiten“, 2. Februar 2021; Veranstalter: Dr. Willmar Schwabe

Virtual Reality soll Rheumatologie attraktiver machen – Deutschland hat zu wenig Rheumatologen. Um das Fach attraktiver zu machen, setze man verstärkt auf Digitalisierung, berichtete Dr. med. Martin Krusche, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, als Redner auf einer Veranstaltung von Lilly.

Das Pharmaunternehmen entwickelte gemeinsam mit dem Uniklinikum Erlangen ein Virtual-Reality- (VR-)Tool (Rheumality®, Lilly), das die anonymisierte 3-D-Darstellung von Gelenkpathologien realer Patienten mit rheumatischen Erkrankungen ermöglicht. Das Besondere ist die Immersion: Der Betrachter kann die pathologisch veränderten Knochen von außen und innen betrachten. Das VR-Tool erwies sich in der Coronapandemie bereits als besonders hilfreich, da es den Studenten eine virtuelle Krankenvisite mit ihren Dozenten trotz Kontaktbeschränkungen ermöglichte.

Eine Weiterentwicklung ist die mobile Tablet-Version (Rheumality GO!©), die auch ohne VR-Brille funktioniert und somit weitere Einsatzbereiche eröffnet – beispielsweise in der Arzt-Patienten-Kommunikation. kut

Quelle: Digitales Pressegespräch „Rheumatologie neu erleben dank virtueller Realität: Nächste Dimension der Versorgungsoptimierung oder technische Spielerei?“, 20. Januar 2021; Veranstalter: Lilly Deutschland

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