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Anne-Gret Rinder: Mehr Transparenz in der Transplantationsmedizin

Richter-Kuhlmann, Eva

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Anne-Gret Rinder, Foto: Jürgen Gebhardt
Anne-Gret Rinder, Foto: Jürgen Gebhardt

Anne-Gret Rinder, Vorsitzende Richterin am Kammergericht i. R., erhielt im vergangenen Jahr das Ehrenzeichen der deutschen Ärzteschaft. Anlass für diese Auszeichnung war ihr langjähriges Engagement in der Transplantationsmedizin. Pragmatisch und mit hohem Sachverstand gelang es Rinder, in politisch schwierigen Zeiten nach Manipulationen im Bereich der Organspende und der Organtransplantation erhebliche strukturelle Verbesserungen zu erzielen und zur Aufklärung der Öffentlichkeit maßgeblich beizutragen.

Die Juristin gehörte ab September 2008 als Ständiger Gast der Prüfungs- sowie der Überwachungskommission bei der Bundes­ärzte­kammer an. 2010 wurde sie zur Vorsitzenden der Prüfungskommission gewählt. Dieses Amt übte sie neun Jahre mit persönlichem Einsatz aus. Nach Bekanntwerden des Göttinger Transplantationsskandals Mitte 2012 überprüfte sie sie alle 47 Transplantationszentren in Deutschland. Danach konnte sie öffentlich konstatieren: „In der Transplantationsmedizin ist viel in Bewegung gekommen, hin zu mehr Kontrolle und Transparenz.“ Dies geschah nicht zuletzt durch ihr Engagement. Inzwischen haben Gesetzgeber und Selbstverwaltung ein ganzes Maßnahmenbündel auf den Weg gebracht, Gesetze und Strukturen in der Transplantationsmedizin wurden novelliert.

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Rinder war seit 1972 in der Berliner Justiz tätig, zunächst am Landgericht, später am Kammergericht. Bis zu ihrem Ruhestand im August 2008 leitete sie elf Jahre lang einen Senat am Kammergericht als Vorsitzende Richterin. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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