ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/1996Einkommen: Keine Minusrunde

SPEKTRUM: Leserbriefe

Einkommen: Keine Minusrunde

Göller, Veit

Zu dem Kommentar "Nachtgedanken bei Tag" von Prof. Dr. med. Horst Bourmer in Heft 23/1996:
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LNSLNS . . . Die von den öffentlichen Arbeitgebern geplante Minusrunde trifft . . . auch die angestellten Ärztinnen und Ärzte (wie mich), daher wird auch der Widerstand von uns mitgetragen. Hier müßte die Solidarität aller anderen Kollegen selbstverständlich sein. Es ist zynisch, wahrheitswidrig von sicheren Arbeitsplätzen zu sprechen oder davon, unsere Gehälter würden "besonders" (sic!) von den Steuern des Mittelstandes und der Freiberufler bezahlt. Eine große Zahl von Kolleginnen und Kollegen (ich schätze allein in Ulm zirka 500) haben kurzfristige Arbeitsverträge, die keineswegs automatisch verlängert werden. Vielleicht liegt auch darin der Grund, warum am ehesten andere Mitarbeiter im öffentlichen Dienst die Kraft haben, auch für uns bei Tarifverhandlungen härter gegenzuhalten (wobei viele von uns schon froh wären, wenn die bisherigen Tarif- und Arbeitsrechtbestimmungen von den Arbeitgebern eingehalten würden). Die jungen Kolleginnen und Kollegen haben (Stichwort AiP) schon massive Einkommenseinbußen und die Vertragsbefristungen hinnehmen müssen und sollen jetzt sogar noch mehr belastet werden; die Einkommen im öffentlichen Dienst hinken dabei schon traditionell denen anderer Branchen hinterher. Und die von Herrn Prof. Bourmer genannten Praxisinsolvenzen haben mit Sicherheit diejenigen getroffen, die (aus reiner Dummheit?) jüngst das Ruhekissen des öffentlichen Dienstes verlassen haben und "günstig" (eventuell für den "Abstand" eines Jahresumsatzes als kleiner "Rentenbeitrag") eine Praxis übernommen haben . . .
Dr. med. Veit Göller, Albecker Steige 34, 89075 Ulm
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