ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2021Registerdaten: Rund ein Drittel der COVID-19- Patienten stirbt auf der Intensivstation

AKTUELL

Registerdaten: Rund ein Drittel der COVID-19- Patienten stirbt auf der Intensivstation

dpa

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Der Klinikaufenthalt von COVID- 19-Patienten betrug auf einer normalen Station im Schnitt zehn Tage, auf der Intensivstation mehr als 20 Tage. Foto: Ina FASSBENDER/AFP
Der Klinikaufenthalt von COVID- 19-Patienten betrug auf einer normalen Station im Schnitt zehn Tage, auf der Intensivstation mehr als 20 Tage. Foto: Ina FASSBENDER/AFP

Die COVID-19-Patienten in rheinland-pfälzischen Krankenhäusern sind im Durchschnitt 66 Jahre alt und mehr als zur Hälfte (55 Prozent) Männer. Das ist ein Ergebnis der Zwischenauswertung des COVID-19-Krankheitsregisters, wie das Gesundheitsministerium des Landes kürzlich mitteilte. In die Auswertung sind Daten von 706 Patienten eingeflossen. Die Patienten waren im Mittel vier Tage nach dem Auftreten erster Krankheitssymptome ins Krankenhaus aufgenommen worden. Die häufigsten Symptome waren Husten, Fieber, Kurzatmigkeit und Ermüdung. Gut ein Viertel der Patienten musste laut Analyse auf die Intensivstation. Rund 17 Prozent der COVID-19-Patienten starben – unabhängig von der Station – während ihres Krankenhausaufenthalts, meist an respiratorischem Versagen. Wurde eine intensivmedizinische Behandlung notwendig, stieg die Sterblichkeit auf 36 Prozent. Für Patienten, die eine maschinelle Beatmung benötigten, habe die Sterblichkeit mehr als 50 Prozent betragen, hieß es. Mehr als zwei Drittel der stationär aufgenommenen Menschen hätten zudem Herz-Kreislauf- oder Hirngefäßrisikofaktoren aufgewiesen. Bei einem Drittel der Erkrankten auf der Normalstation und bei mehr als zwei Dritteln auf der Intensivstation sei es zu Komplikationen wie Lungenentzündungen, Atemnot und Nierenversagen gekommen. „Auch wenn vorwiegend ältere Patienten mit Vorerkrankungen stationär aufgenommen werden müssen, so gibt es auch bei jüngeren Patienten schwere und zum Teil tödliche Krankheitsverläufe“, sagte der Vorstand der Stiftung für Herzinfarktforschung Ludwigshafen und Studienleiter des COVID-19-Registers, Dr. med. Anselm Gitt. Daher seien alle Strategien zur Vermeidung der COVID-19-Infektionen so ausgesprochen wichtig. dpa

Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote