ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2021Jürgen Ruland: Einer der bedeutendsten Krebsforscher unserer Zeit

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Jürgen Ruland: Einer der bedeutendsten Krebsforscher unserer Zeit

Richter-Kuhlmann, Eva

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Jürgen Ruland, Foto: picture alliance dpa TUM Andreas Heddergott
Jürgen Ruland, Foto: picture alliance dpa TUM Andreas Heddergott

Für seine herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Immunologie, die zu einem grundlegend neuen Verständnis der Signalübertragungswege in Immun- und Krebszellen geführt haben, erhielt Prof. Dr. med. Jürgen Ruland (54) vom Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) Mitte März den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2021.

Dieser jährlich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft verliehene Preis gilt als der wichtigste deutsche Forschungspreis und ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert – Geld, das der Preisträger für weitere zukunftsorientierte Forschung verwenden wird.

Ruland untersucht, wie Immunzellen Pathogene erkennen, die Immunabwehr einleiten und wie pathologisch deregulierte Signale in Blutzellen zur Entstehung von Krebserkrankungen führen. Ihm gelang es bereits, die molekulare Erkennung von Pilzen durch Dectin-Rezeptoren des Immunsystems sowie deren Signalprozesse aufzuklären.

Ruland studierte Medizin in Gießen und Pittsburgh und promovierte 1996 in Pharmakologie. Ärztlich tätig war er an der TUM, der Universität Freiburg und an der University of Toronto. Gleichzeitig arbeitete er immer wissenschaftlich: Ab 2003 leitete er eine Nachwuchsgruppe der Deutschen Krebshilfe an der TUM, habilitierte 2005 und war von 2010 bis 2012 Ordinarius für Molekulare Immunologie an der TUM. Seit 2012 ist er dort Ordinarius für Klinische Chemie. Ruland ist zudem Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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