ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2021Ulrich Schwabe †: Verfechter einer evidenzbasierten Arzneimitteltherapie

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Ulrich Schwabe †: Verfechter einer evidenzbasierten Arzneimitteltherapie

Ludwig, Wolf-Dieter

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Ulrich Schwabe, Foto: privat
Ulrich Schwabe, Foto: privat

Der Arzt und Pharmakologe Prof. Dr. med. Ulrich Schwabe starb am 28. Februar im Alter von 85 Jahren in Heidelberg. Er war nicht nur ein wunderbarer und bescheidener Mensch, sondern auch ein kluger und erfahrener pharmakologischer Ratgeber, der seine beruflichen Ziele bis zuletzt mit großer Energie, Disziplin und Fleiß verfolgte. Seine großen Verdienste wurden unter anderem durch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande und der Ernst-von-Bergmann-Plakette gewürdigt.

Der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) gehörte Schwabe seit 1981 an. Aufgrund seiner weitreichenden Expertise auf den Gebieten der experimentellen und klinischen Pharmakologie war er für die AkdÄ jahrzehntelang ein wichtiger Ratgeber und gefragter Referent auf Fortbildungssymposien, insbesondere hinsichtlich der kritischen Bewertung neuer Arzneimittel. Seit 1985 fungierte er als verantwortlicher Herausgeber des Arzneiverordnungs-Reports, der die Entwicklung der Arzneimittelverordnungen in Deutschland anhand evidenzbasierter Kriterien in Bezug auf Wirksamkeit, Sicherheit und Kostenentwicklung analysiert.

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Nach dem Medizinstudium in Göttingen und Wien arbeitete Schwabe am Pharmakologischen Institut der Universität Göttingen, wo er 1966 seine Habilitation für Pharmakologie und Toxikologie abschloss. Nach seiner Tätigkeit am Pharmakologischen Institut der Medizinischen Hochschule Hannover und einem Forschungsaufenthalt in Bethesda, USA, war er an der Universität Bonn und an der Universität Heidelberg als C4-Professor für Pharmakologie und Toxikologie tätig.

Prof. Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig

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