ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2021Robert Koch-Institut: Virusübertragung durch geimpfte Personen unwahrscheinlich

AKTUELL

Robert Koch-Institut: Virusübertragung durch geimpfte Personen unwahrscheinlich

Meyer, Rüdiger

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Zum Thema Ansteckungsrisiko nach einer Coronaimpfung hat das Robert Koch-Institut wichtige Antworten auf häufige Fragen aktualisiert. Foto: INA FASSBENDER/AFP
Zum Thema Ansteckungsrisiko nach einer Coronaimpfung hat das Robert Koch-Institut wichtige Antworten auf häufige Fragen aktualisiert. Foto: INA FASSBENDER/AFP

Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt das Übertragungsrisiko von SARS-CoV-2 durch vollständig geimpfte Personen als geringer ein als durch symptomlose Personen mit einem negativen Antigenschnelltest. Dies geht aus einem neuen Eintrag in der Rubrik „Antworten auf häufig gestellte Fragen“ im Internetauftritt der obersten Gesundheitsbehörde hervor. Weder eine Impfung noch ein negativer Antigenschnelltest bieten eine 100-prozentige Gewähr dafür, dass eine Person nicht mit SARS-CoV-2 infiziert ist. Die Impfung schützt die meisten, aber nicht alle Personen vor einer Ansteckung. Und wer sich infiziert hat, kann das Virus an weitere Personen weitergeben. Die Antigenschnelltests haben eine niedrigere Sensitivität als ein PCR-Test, der die Virusgene nachweist, sprich es werden nicht alle Infizierten erkannt. Die derzeit zugelassenen Impfstoffe senken laut RKI das Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion (symptomatisch oder asymptomatisch) um 65 Prozent (nach der ersten Dosis von Vaxzevria von AstraZeneca) bis 90 Prozent (nach der 2. Dosis von Comirnaty von BioNTech/Pfizer). Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person trotz vollständiger Impfung mit SARS-CoV-2 infiziert und PCR-positiv wird, sei „niedrig, aber nicht null“, schreibt das RKI. Als vollständig geimpft gelten Personen, deren letzte Impfdosis mindestens 15 Tage zurückliegt. Bei den Antigenschnelltests gibt es laut RKI ebenfalls eine Unsicherheit. Bei Personen mit Symptomen wurden im Durchschnitt 72 Prozent der Personen, die COVID-19 hatten, korrekt als infiziert identifiziert. Bei Personen ohne Symptome erkannten die Antigentests dagegen im Durchschnitt nur 58 Prozent der Infizierten. In der Gesamtschau gelangt das RKI zu folgendem Fazit: „Nach gegenwärtigem Kenntnisstand ist das Risiko einer Virusübertragung durch Personen, die vollständig geimpft wurden, spätestens zum Zeitpunkt ab dem 15. Tag nach Gabe der zweiten Impfdosis geringer als bei Vorliegen eines negativen Antigenschnelltests bei symptomlosen infizierten Personen.“ rme

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Kennen Sie unsere Fachgebiet-Newsletter?

  • Dermatologie
  • Diabetologie
  • Gastroenterologie
  • Gynäkologie
  • Kardiologie
  • Neurologie
  • Onkologie
  • Ophthalmologie
  • Pädiatrie
  • Pneumologie
  • Rheumatologie + Orthopädie
  • Urologie

Stellenangebote