ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/1996Einschränkung bleibt bei Kontrazeptiva der 3. Generation

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Einschränkung bleibt bei Kontrazeptiva der 3. Generation

Dauth, Sabine

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LNSLNS BERLIN. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat angeordnet, daß die Anwendungsbeschränkungen für orale Kontrazeptiva, die Desogestrel oder Gestoden enthalten, bis zum 31. Januar 1997 bestehenbleiben. Sie waren bislang bis 30. Juni 1996 befristet. Die Medikamente dürfen damit weiterhin nicht als Erstverordnung abgegeben werden.
Das BfArM hat erklärt, weder die Daten aus mehreren epidemiologischen Studien noch die eingereichten Unterlagen pharmazeutischer Hersteller hätten Belege dafür erbracht, daß Herzinfarkte bei Anwendung oraler Kontrazeptiva der dritten Generation möglicherweise seltener auftreten. Die Behörde ist zudem nach wie vor der Auffassung, im Fall der Einnahme dieser Kontrazeptiva bestehe ein erhöhtes Risiko thromboembolischer Komplikationen.
Die Schering AG hat erklärt, man sei überzeugt, daß der in Studien beobachtete Unterschied überwiegend Ausdruck einer unterschiedlichen Patientinnenauswahl sei. Gestoden- oder desogestrelhaltige Pillen seien offenbar häufiger als andere Präparate Frauen mit einem Thrombose-Risiko verordnet worden. Die Firma Organon teilte mit, man sei zuversichtlich, daß weitere Untersuchungen das Vertrauen in die Sicherheit und Wirksamkeit der modernen Mikropillen stärken würden. th
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