ArchivDeutsches Ärzteblatt19-20/2021Coronaimpfstoff: Freigabe für AstraZeneca, Impfintervall verkürzt

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Coronaimpfstoff: Freigabe für AstraZeneca, Impfintervall verkürzt

Maybaum, Thorsten; dpa

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Bund und Länder haben sich darauf verständigt, den Coronaimpfstoff von AstraZeneca für alle Menschen ab 18 Jahren in Deutschland ab sofort freizugeben. Verkürzt werden soll auch das Intervall für die Zweitimpfung. Das teilte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) kürzlich nach Beratungen von Bund und Ländern auf Fachministerebene mit. Man habe entschieden, „die Priorisierung von AstraZeneca vollständig aufzuheben“, sagte er. Die Ärzte könnten nun frei und unabhängig von einer Priorisierungsvorgabe entscheiden, für wen das Vakzin das Richtige sei. Nach Aufklärung könne der Impfstoff dann entsprechend verabreicht werden. Das Vakzin ist nach seltenen Vorkommen von Blutgerinnseln im Gehirn in Deutschland von der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) grundsätzlich ab 60 Jahren empfohlen. Für Jüngere ist die Impfung mit dem Präparat aber möglich – nach ärztlicher Aufklärung und bei individueller Risikoakzeptanz durch den Patienten. Aufgehoben hat der Bund nun auch das bisherige Intervall für die Zweitimpfung von zwölf Wochen. Spahn betonte, das sei zwar der Abstand, nachdem die größte Wirksamkeit in Studien nachgewiesen worden sei. Zugelassen sei aber ein Intervall von vier bis zwölf Wochen. Das werde nun ebenfalls freigestellt und in die Hände der Ärzte gelegt. Spahn betonte, dass es für viele Menschen einen Unterschied mache, wann sie vollständig geimpft seien. Bund und Länder hatten erst kürzlich beschlossen, dass eine Reihe von Coronaeinschränkungen für Genesene und vollständig Geimpfte nicht mehr gelten. may/dpa

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