ArchivDeutsches Ärzteblatt PP6/2021Ästhetische Medizin: Schöner nach Corona

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Ästhetische Medizin: Schöner nach Corona

Krug, Henriette; Bittner, Uta; Frommeld, Debora

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Nach Angaben der ästhetisch-plastischen Chirurgen sind die Zahlen für Korrekturen im Gesichtsbereich während der Pandemie auffällig gestiegen.

Foto: Benko Zsolt/stock.adobe.com
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Während der Lockdownphasen in der Pandemie mussten und müssen die Menschen in vielen Lebensbereichen gravierende Veränderungen und Einschränkungen akzeptieren. Zugleich sind neue Trends und Verhaltensweisen im Umgang miteinander entstanden wie Maskenpflicht, Abstandhalten oder die vermehrte Nutzung virtueller Arbeitsplätze im sogenannten „Zoom-Boom“ (1). In diesem Zusammenhang erscheinen Berichte bemerkenswert, denen zufolge in den vergangenen Monaten die Nachfrage und Inanspruchnahme ästhetisch-plastischer Eingriffe deutlich gestiegen sei. Zwar ist aus den letzten Jahren ein kontinuierlicher Anstieg der Zahlen für kosmetisch motivierte Eingriffe bekannt (10, 11, 12, 13, 14, 15), doch hat sich dieser Trend unter den Bedingungen der Coronapandemie offensichtlich noch verstärkt (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9). Wie ist das zu erklären?

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Kosmetische Chirurgie oder Schönheitschirurgie umfasst den Bereich minimalinvasiver wie operativer Maßnahmen zur Veränderung von Körpermerkmalen und -formen entsprechend der subjektiven ästhetischen Vorstellungen und Wünsche von Patientinnen und Patienten. Sie stellt einen Grenzbereich der Medizin dar und wird als ein Hauptanwendungsfeld der sogenannten „Wunscherfüllenden Medizin“ (16, 17, 18) diskutiert. Dabei ist die Grenze zwischen medizinischer Notwendigkeit und rein ästhetischer Wunscherfüllung in vielen Fällen nicht klar zu ziehen (10, 18, 19, 20, 21, 22).

Minimalinvasive Behandlungen sind häufig

Zu den häufigsten ästhetischen Eingriffen zählen in Deutschland minimalinvasive Maßnahmen zur Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin oder Hyaluron. Bei den invasiven Eingriffen wurden in den vergangenen Jahren mit wechselnden Spitzenplätzen am häufigsten Oberlidstraffung, Fettabsaugung, Lippen- und Nasenkorrekturen sowie Brustvergrößerungen durchgeführt (10, 11, 14). Dabei ist in den vergangenen Jahren weltweit die Bereitschaft für einen ästhetischen Eingriff kontinuierlich gestiegen (12, 13). Nach der Behandlungsstatistik der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) nahmen in Deutschland zwischen 2018 und 2019 die vorgenommenen Eingriffe um 7,5 Prozent zu (14). Konnte sich 2010 laut Umfragen im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse noch jede sechste der befragten Personen zwischen 16 und 65 Jahren einen solchen Eingriff vorstellen, so ist es aktuell jede fünfte (15).

Mit den fortschreitenden Entwicklungen der „Wunscherfüllenden Medizin“ als einem wachsenden Markt wird das Grundverständnis von Medizin als einer auf den kranken Menschen ausgerichteten Disziplin in vielfacher Weise in Frage gestellt (16, 17, 18, 23). Neben der grundsätzlichen Schwierigkeit einer normativ tragfähigen Definition und Grenzziehung (23) werden hier die Ziele und Zwecke ärztlichen Handelns an der Grenze zwischen Indikation und Dienstleistung thematisiert (16).

Schönheit gilt als „universelles Glücksversprechen“ (24). Bei zahlreichen Menschen sind Schönheit und damit auch die Versuche zu ihrer Optimierung mit der Vorstellung verbunden, dass ein schönes Äußeres neben dem subjektiven Wohlbefinden die eigenen Möglichkeiten im privaten wie beruflichen Kontext verbessern kann (24, 25). Solche Annahmen begünstigen eine Bereitschaft, in ein „Body Shaping“ verschiedenster Modalitäten (wie Diäten, Fitness, Schönheitsoperationen) zu investieren (26, 27, 28). Dabei steht in unserer „Bildergesellschaft“ (26, 28) via Internet und insbesondere Social Media eine Fülle von Schönheitsidealen omnipräsent und niederschwellig zur Verfügung, die als Vergleichsschablonen fungieren und Normvorstellungen prägen. Wenn das eigene Erscheinungsbild dem Abgleich mit diesen digitalen, oft optimierten medialen Inszenierungen nicht standhält, können negative Assoziationen und Optimierungsgedanken die Folge sein (26, 27, 28, 29, 30, 31).

Die Nutzung von Smartphones und Social Media hat hieran einen erheblichen Anteil, insofern sie zu einer inzwischen massenhaften Erstellung und Verbreitung von Selbstaufnahmen geführt hat („Selfie-Boom“), die sowohl die kritische Sicht auf das eigene Äußere als auch das damit einhergehende Interesse an verschönernden Maßnahmen verstärken. Die auf jedem Smartphone vorhandenen Möglichkeiten zu Bildbearbeitung und -optimierung forcieren diese Tendenz zusätzlich bis hin zu irrealen, chirurgisch nicht umsetzbaren Wunschvorstellungen (11, 29, 30, 31, 32). Angesichts dieser Entwicklungen sind inzwischen auch deren riskanten wie pathologischen Auswirkungen in den Fokus gerückt: So ist nicht nur der Zusammenhang zwischen der Nutzung von sozialen Medien und negativer Selbstwahrnehmung sowie kosmetischem Optimierungsdruck mehrfach beschrieben, sondern auch das Auftreten psychischer Störungen (29, 33, 34, 35, 36, 37).

Seit Beginn der Pandemie verbringen die Menschen beruflich wie privat deutlich mehr Zeit in der virtuellen Welt (38, 39), weshalb davon auszugehen ist, dass mit der stärkeren Internetnutzung bei hierfür vulnerablen Gruppen auch die Prävalenzen für unkontrollierten, pathologischen Gebrauch sowie dessen kritische Konsequenzen und Komorbiditäten steigen (40). Aufgrund des starken Rückgangs realer sozialer Kontakte kommt der Möglichkeit zum digitalen Sozialaustausch mit seiner Bilderflut eine zusätzlich erhöhte Bedeutung zu. Das wirkt sich offenbar auf die Inanspruchnahme von Schönheitsoperationen aus (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9).

Fachgesellschaften melden erhöhte Nachfrage

Wenn auch im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 im Zuge der Zurückstellung elektiver Maßnahmen deutlich weniger kosmetisch korrigierende Eingriffe vorgenommen wurden, so hat sich deren Anzahl nach den ersten Lockerungen in Richtung einer deutlich verstärkten Nachfrage erholt (2, 41). Nach Angaben der Fachgesellschaften der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen sind die Zahlen für Korrekturen im Gesichtsbereich (Lider und Lippen) besonders auffällig angestiegen (6, 41). In den ersten Einschätzungen wird hier ein Zusammenhang mit dem Tragen von Mund-Nase-Masken vermutet, was nicht nur den Blick auf die Augenpartie fokussiere, sondern auch anfängliche Nebenwirkungen von Lippenkorrekturen verdecke (3, 9).

Zudem sei die Nachfrage nach Fettabsaugungen angestiegen, was mit der Gewichtszunahme aufgrund von Homeoffice und verminderter körperlicher Aktivität erklärt wird (2, 9). Weitere Gründe für diesen Trend werden im „Zoom-Boom“ (1) gesehen, in dem Menschen sich täglich den kritischen wie unbeobachteten Blicken Dritter ausgesetzt wissen, zudem im Homeoffice selbst: Laut den Ergebnissen der Jahresbefragung 2019 bis 2020 der DGÄPC unterziehen sich Individuen einer Schönheitsoperation lieber unbemerkt vom beruflichen Umfeld (41). Das Homeoffice schafft dafür günstige Voraussetzungen (2).

Insgesamt wird deutlich: Der während des Lockdowns aufgekommene „Zoom-Boom“ (1) verstärkt den „Selfie-Boom“ – und damit auch dessen Effekte einer kritischen Beschäftigung mit dem eigenen äußeren Erscheinungsbild inklusive deren möglicher riskanter Implikationen.

Die hohen Anforderungen an die Verantwortung der Ärztinnen und Ärzte werden durch die gegenwärtige Dynamik auf dem Markt der Schönheit unterstrichen und verstärkt: Wenn der Markt weiter boomt und monetäre Interessen weckt, wächst die Dringlichkeit des bereits angestoßenen professionsinternen wie professionspolitischen Diskurses über eine verbindliche Rückbindung an das eigene ärztliche Ethos und die spezifische, fachliche Kompetenz (11, 20, 22). Die reale wie digitale Kommunikation verlangt im Kontakt zu Patientinnen und Patienten umso stärker nach einer ethischen Sensitivität (42, 43, 44). Ebenso wird ein interdisziplinärer konsensfähiger Orientierungsrahmen vordringlich, der vertretbare Aufgaben- und Zielbereiche der wunsch- und ästhetisch orientierten Medizin formuliert (20, 22).

„Bildergesellschaft“: Sehnsucht nach einem perfekten Körper

Dass angesichts der für viele Menschen existenziell dramatischen Situation der Coronapandemie das Interesse an plastisch-ästhetischer Selbstoptimierung zunimmt, könnte im ersten Affekt zum Zynismus verleiten. Bei genauerer Sicht erweisen sich allerdings sowohl die Sehnsüchte nach einem perfekten Körper als auch die tatsächlichen Eingriffe als ein zeitgeistiges Phänomen einer „Bildergesellschaft“ (26, 28), das unter den gegenwärtigen Bedingungen noch einmal katalysiert wird. Dieser Zusammenhang stößt in vielfacher Hinsicht – medizinisch, ethisch, ästhetisch, sozialwissenschaftlich, gesellschaftlich – zur Reflexion an und fordert unter anderem Handlungsvorschläge für die medizinische Praxis ein.

Prof. Dr. med. Henriette Krug,

Uta Bittner, Dr. phil. Debora Frommeld

Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit2221
oder über QR-Code.

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