ArchivDeutsches Ärzteblatt PP6/2021Kulturkalender: Rollenspiele und Genderfragen

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Kulturkalender: Rollenspiele und Genderfragen

Schuchart, Sabine

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Je nach Coronasituation können Ausstellungen live oder nur digital besucht werden. Über die aufgeführten Webseiten beziehungsweise Telefonnummern erhalten Sie aktuelle Informationen.

BADEN-BADEN

Bis 15. August:

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Impressionismus in Russland

© Sammlung Iveta und Tamaz Manasherov, Moskau
© Sammlung Iveta und Tamaz Manasherov, Moskau

Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert ließen sich Maler/-innen der Akademien in Moskau und St. Petersburg von den französischen Impressionisten zu bezaubernden Gemälden anregen (Bild: Alexej von Jawlensky, Andrei und Katja, 1905). 80 Meisterwerke des Lichts und der Farbe unter anderem von Natalja Gontscharowa, Ilja Repin und Kasimir Malewitsch werden in Kooperation mit der Staatlichen Tretjakow-Galerie vorgestellt. Sie sind anschließend, vom 28. August 2021 bis 9. Januar 2022, im Museum Barberini in Potsdam zu Gast.

Museum Frieder Burda, Lichtentaler Allee 8 B, Di.–So. 10–18 Uhr; www.museum-frieder-burda.de, Telefon: 07221 398980

BIELEFELD

19. Juni bis 5. September:

Jacoba van Heemskerck

Kunst war für sie nicht nur Ausdruck subjektiver Empfindung, sondern vor allem auch ein Weg der Erkenntnis, der sich dem Betrachter über Farbe und Komposition vermittelt: Jacoba van Heemskerck (1876–1923) war eine holländische Malerin des Expressionismus. Als eine der ersten Frauen besuchte sie die Kunstakademie in Den Haag und schuf ein kraftvolles Œuvre aus Bildern, Zeichnungen, Holzschnitten, Glaskunst und Mosaiken. Als Anhängerin der Anthroposophie Rudolf Steiners strebte sie in ihrer Kunst nach allumfassender Harmonie.

Kunsthalle Bielefeld, Artur-Ladebeck-Str. 5, Di. + Do./Fr. + So. 11–18 Uhr, Mi. 11–21 Uhr, Sa. 10–18 Uhr; www.kunsthalle-bielefeld.de, Telefon: 0521 32999500

HERFORD

13. Juni bis 3. Oktober:

Benjamin Katz. Entdeckungen

Als Porträtist von Künstlern wie Baselitz, Polke oder Richter und Chronist von großen Kunstereignissen machte sich der Fotograf Benjamin Katz international einen Namen. Auch Straßenszenerien, Architektur, Landschaft und Stillleben gehören zu den Motiven, die er voller Poesie und mit Blick für scheinbar Nebensächliches mit der Kamera festhält. 200 Schwarz-Weiß-Fotos aus seinem Privatarchiv versprechen spannende „Entdeckungen“.

Marta, Goebenstraße 2–10, Di.–So. 11–18 Uhr, marta-herford.de, Telefon: 05221 9944300

MANNHEIM

11. Juni bis 3. Oktober:

James Ensor

Das Werk des großen Malers aus dem belgischen Ostende kreist um Maske, Tod, Stillleben und Selbstbildnis. Ensors Bilder handeln von Rollenspielen und Identität, Demaskierung und Vergänglich-keit. Sich selbst stellte er zum Beispiel als Käfer oder gejagt von Dämonen dar. Die Retrospektive mit 60 Gemälden und 120 Papierarbeiten knüpft an die große Ensor-Schau von 1928 in der Kunsthalle Mannheim an. Im Zentrum steht das ihr einst gehörende Bild „Der Tod und die Masken“. 1937 als „entartet“ beschlagnahmt, ist es nun als belgische Leihgabe temporär wieder in Mannheim zu sehen.

Kunsthalle Mannheim, Friedrichsplatz 4, Di. + Do.–So. 11–18 Uhr, Mi. 10–20 Uhr, 1. Mi. im Monat 10–22 Uhr; www.kuma.art/de, Telefon: 0621 2936413

NÜRNBERG

Bis 1. August:

Deutschlands Emigranten

Stefan Moses (1928–2018), Bildjournalist („Stern“) und Grandseigneur der deutschen Porträtfotografie, war als Sohn eines jüdischen Juristen als 16-Jähriger in einem Zwangsarbeitslager interniert. Durch seine Biografie interessierte er sich lebenslang für das Schicksal von Menschen, die Deutschland während der NS-Zeit verlassen mussten. 107 Schwarz-Weiß-Prints seiner höchst eindrucksvollen Serie „Deutschlands Emigranten“ schenkte er 2016 dem Germanischen Nationalmuseum, das eine Auswahl zeigt.

Germanisches Nationalmuseum, Kartäusergasse 1, Di.–So. 10–13.30 Uhr und 14.30–18 Uhr, www.gnm.de, Telefon: 0911 13310

Sabine Schuchart

Der besondere Tipp

Die Suche nach dem Ich

Courtesy: Tschabalala Self/Pilar Corrias Gallery
Courtesy: Tschabalala Self/Pilar Corrias Gallery

„Journey Through A Body“ ist der Name eines Studioalbums der Industrial-Music-Band „Throbbing Gristle“, das 1982 in Deutschland erschienen ist. Es handelt von Leben und Tod, Psyche und Körper. Die Kuratoren wählten den LP-Titel als Motto ihrer Ausstellung, um festgefügte Geschlechter- und Körperidentitäten mittels Malerei (Bild: Tschabalala Self, Pump – Close up, 2019, 172,7 × 127 Zentimeter), Textilcollage, surrealer Bildhauerei, Digital Art und performativer Installation zu hinterfragen. Sechs junge Künstler/-innen, alle nach 1982 geboren, setzen sich mit Themen wie Gendergerechtigkeit, Körperbewusstsein und der immerwährenden Suche nach dem Ich auseinander. „Journey Through A Body“, Kunsthalle Düsseldorf, Grabbeplatz 4, Düsseldorf, Di.–So. 11–18 Uhr; www.kunsthalle-duesseldorf.de, Telefon 0211 8996243 (bis 1. August 2021)

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