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Vor mehr als 80 Jahren gab es den „Gnadentod“, geregelt in der „Aktion T4“ im Nationalsozialismus. Zum Glück wurden nach dessen Ende die Verantwortlichen für den „Gnadentod“ mehr oder weniger zur Verantwortung gezogen, bestraft und die Euthanasie geächtet.

Sind wir jetzt wieder so weit? Selbstbestimmung: Jeder bestimmt, wann er geboren wird und wann er stirbt? Ist das Leben nicht mehr als schützenswertes Geschenk zu begreifen? ... Hilfsbedürftige Menschen und Alte setzt die Gesellschaft unterschwellig unter Druck, ihrem „nutzlosen“ und „kostenaufwendigen“ Leben mit dem bereitgestellten Giftbecher selbst ein Ende zu setzen, „Gnadentod“ eben.

Wo bleibt der Aufschrei der ärztlichen Standesorganisationen? Wir haben unseren Beruf erlernt, um zu helfen, Leid zu lindern, jedes Leben zu fördern bzw. wie Albert Schweitzer sagte, Leben auf seinen höchsten Wert zu bringen. Psychisch Kranken muss empathisch, rasch und fachgerecht geholfen werden. Patientenverfügungen, jeder sollte diese haben, regeln eine nicht gewollte Lebensverlängerung. Die Palliativmedizin ist in der Lage, unerträgliche Zustände zu beherrschen, notfalls mit präfinaler Sedierung. Nehmt den Patienten die Angst vor Einsamkeit und Schmerzen.

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„Gnadentod“? „Euthanasie“? „Geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung“? Wie werden das nachgeborene Generationen beurteilen? Folgen zukünftig neue gerichtliche Prozesse gegen die Gesetzgeber, Täter und Mitläufer?

Ohne uns! Wir fordern auch weiterhin die empathische ärztliche Hilfe zum Leben.

Dres. med. Erla und Christian Vogler, 99444 Blankenhain

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