ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2021Sabine Oertelt-Prigione: Professorin für geschlechtersensible Medizin

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Sabine Oertelt-Prigione: Professorin für geschlechtersensible Medizin

Richter-Kuhlmann, Eva

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Sabine Oertelt-Prigione, Foto: Universität Bielefeld
Sabine Oertelt-Prigione, Foto: Universität Bielefeld

Die Universität Bielefeld hat Mitte April eine Professur zu geschlechtersensibler Medizin an der Medizinischen Fakultät Ostwestfalen-Lippe (OWL) besetzt. Prof. Dr. med. Sabine Oertelt-Prigione (43) baut dort die Arbeitsgruppe Geschlechtersensible Medizin auf und entwickelt ein geschlechtersensibles Curriculum für das Medizinstudium. Gleichzeitig leitet sie den Lehrstuhl für Gender in Primary and Transmural Care am Radboud University Medical Center in Nijmegen, Niederlande.

Oertelt-Prigione selbst versteht ihre Professur als „Brückenprofessur“, die die noch junge Medizinische Fakultät OWL mit einem großen Netzwerk von Fachleuten der geschlechtersensiblen Medizin verbinden soll.

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Von dem Benefit für die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses ist sie überzeugt: „Ein geschlechtersensibler Ansatz unterstützt Ärztinnen und Ärzte bei der individuellen Diagnose und Behandlung“, betont sie. Er sei für zahlreiche Krankheiten zentral, um Symptome richtig zu diagnostizieren und Wirkstoffe und ihre Dosierung auszuwählen.

Für mehr Geschlechtersensibilität engagiert sich die Internistin, die in Mailand Medizin studierte, schon lange: Ab 2009 arbeitete sie sieben Jahre am Institut für Geschlechterforschung in der Medizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und habilitierte sich dort. Parallel absolvierte sie einen Master in Public Health an der London School of Hygiene and Tropical Medicine in Großbritannien. Seit 2017 ist Oertelt-Prigione in Nijmegen Professorin für Gendermedizin. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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