SPEKTRUM: Bücher

Gynäkologie

Dtsch Arztebl 2000; 97(11): A-664 / B-540 / C-508

Hirsch, Hans A.; Käser, Otto; Iklé, F. Anton; Neeser, Eva

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LNSLNS Gynäkologie
Unerlässliches Werk
Hans A. Hirsch, Otto Käser, F. Anton Iklé unter Mitwirkung von Eva Neeser: Atlas der gynäkologischen Operationen einschließlich urologischer, proktologischer und plastischer Eingriffe, 6., unveränderte Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York, 1999, XIV, 716 Seiten, 1 242 Abbildungen, 11 Tabellen, gebunden, 498 DM
Das vorliegende Buch stellt ein unerlässliches Werk für einen Gynäkologen in der Ausbildung oder einen fertigen Facharzt dar. Von den kleineren diagnostischen und therapeutischen Eingriffen über abdominale und vaginale Operationen mit und ohne Senkungszustände sowie bei gutartigen und tumorösen Erkrankungen, bis zu radikalen und ultraradikalen Karzinom-Operationen einschließlich der paraaortalen Lymphonodektomie werden alle Operationen der äußeren und inneren Genitalorgane beschrieben. Die Mammachirurgie wird bei gut- und bösartigen tumorösen Erkrankungen sowie bei Formänderung umfassend behandelt. Ebenso werden urologische und proktologische Eingriffe einschließlich plastisch rekonstruktiver Eingriffe von ausgewiesenen Fachspezialisten beschrieben.
Der eigentlichen Beschreibung des Operationsablaufs wird die Pathophysiologie der entsprechenden Erkrankung vorangestellt. Die präoperative Diagnostik, die indikationsbezogene Wahl des Operationsverfahrens, die bildlich und verbal hervorragend beschriebenen einzelnen Operationsschritte erlauben eine präzise anatomische Vorstellung und ermöglichen dem grundausgebildeten Gynäkologen die komplikationsfreie Durchführung eines jeden beschriebenen Eingriffs. Hier hilft besonders die kritische Beurteilung der verschiedenen Operationsverfahren, wobei auch die in der Literatur angegebenen Erfolgs- und Komplikationsraten, insbesondere bei der präoperativen Aufklärung der Patientin, sehr hilfreich sind.
Endoskopische Operationstechniken werden nur am Rand erwähnt, obwohl nach Expertenaussage 90 Prozent der herkömmlichen gynäkologischen Operationen heutzutage auch endoskopisch durchgeführt werden können. Deren Nichtbehandlung bedeutet jedoch keine Schmälerung des Wertes des vorliegenden Werkes. Die Zukunft muss entscheiden, ob die minimalinvasive gynäkologische Chirurgie ohne Erfahrung in der herkömmlichen gynäkologischen Chirurgie zu erlernen ist und in welchem Ausmaß sie diese ersetzen kann.
Heinrich Fendel, Köln
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