SUPPLEMENT: Perspektiven der Neurologie

Editorial

Dtsch Arztebl 2021; 118(27-28): [3]

Zylka-Menhorn, Vera

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Dr. med. Vera Zylka-Menhorn, Ressortleiterin Perspektiven
Dr. med. Vera Zylka-Menhorn,
Ressortleiterin Perspektiven

Vor einem Jahr schrieb ich an dieser Stelle, dass die Erkenntnisse zur Assoziation einer SARS-CoV-2-Infektion und neurologischen Manifestationen nur auf einer dünnen Datenbasis stehen. Inzwischen ist die Differenzierung des klinischen Bildes deutlich präziser. COVID-19 geht während der Akutphase häufig mit Geruchs- und Geschmacksstörungen, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Fatigue-Syndrom einher. Bei schweren Verläufen dominieren Enzephalopathien. Überraschend ist die hohe Zahl von Patienten mit Langzeitfolgen, die deutliche Einbußen der Lebensqualität erfahren und daher neurologisch nachbetreut werden müssen. Das Erstaunliche: Die Symptompersistenz betrifft auch Patienten mit milden COVID-19-Verläufen. „Bei vielen Betroffenen verbessern sich die neurologischen Symptome zwar im Laufe der Zeit, aber wir haben auch Patienten, die bereits im Frühjahr 2020 erkrankten und bis heute nicht beschwerdefrei sind“, erklärt unser Autor Prof. Dr. Peter Berlit, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.

Neue Erkenntnisse zur Pathophysiologie der schubförmigen und der sekundär progredienten Multiplen Sklerose führen zu einem Perspektivwechsel in der Patientenversorgung. Welche Anpassungen dadurch erforderlich werden, stellten das „Autorenduo“ Dr. Markus Heibel für die Klinik und Prof. Dr. Herbert Schreiber für den ambulanten Bereich vor. Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre!

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Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
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JS63
am Dienstag, 13. Juli 2021, 08:08

Grippe Langzeitfolgen

Sehr geehrte Frau Dr. Zylka Mehorn, gibt es ebensolche valide Studien zu anderen virologischen Erkrankungen und deren Langzeitfolgen? Als Betroffener verfüge ich seit meiner Grippe im Jahr 2016 weder über Geruchs- noch Geschmackssinn, was das Leben sehr beeinträchtigt. Auf Anfrage incl. Nachuntersuchungen 3 unterschiedlicher HNO Ärzte erhielt ich die Aussage, dass dies eine häufige Nebenwirkung bei virologischen Erkrankungen sei. Ebenso begleitet mich seitdem eine variierende Erschöpfung. Wieso wird der Fokus lediglich auf COVID gelegt und alle anderen Leidtragenden anderer virologischer Erkrankungen im Verhältnis mit erwähnt. Dies würde dieses Leid ebenso anerkennen und den Schrecken von COVID mildern helfen um einen eigenverantwortlichen anstelle einen zur Schreckstarre verdammten Lebensstil zu pflegen. Denn alle Berichte fokussieren scheinbar nur SARS COV und eliminieren nahezu alle ähnlichen Beschwerdebilder. So fehlen mir die Auswertungen und Satistiken zu den Grippeopfern, den Hinterbliebenen und deren Leid und die Statistiken zu deren Langzeitschäden. Hier gilt es m.E. eine ebensolche Aufarbeitung anzustreben um eine Verhältnismäßigkeit darstellen zu können.

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