ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/1996Qualitätssichernde Maßnahmen für die Stoßwellentherapie

POLITIK: Medizinreport

Qualitätssichernde Maßnahmen für die Stoßwellentherapie

Zylka-Menhorn, Vera

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LNSLNSLNSLNS Die neuartige Anwendung der Stoßwelle im Bereich der Orthopädie findet starke Resonanz unter den Ärzten. Therapieerfolge in diesem Fachbereich beruhen allerdings auf einem klar definierten Indikationsspektrum. Um den Ruf der Methode nicht durch unsachgemäße und/oder auch kommerziell ausgerichtete Anwendung zu gefährden, bemüht sich seit Dezember die "Deutsche Gesellschaft für Extrakorporale Stoßwellentherapie" um qualitätssichernde Maßnahmen.
Zu den Hauptindikationen der Stoßwellentherapie, die eine erfolglose herkömmliche Behandlung über einen bestimmten Zeitraum voraussetzen, gehören: Pseudarthrosen, Tendinitis calcarea des Schultergelenkes, chronische Epicondylitis ulnaris und radialis sowie Fersensporn.
Als weitere Indikationen gelten: chronische Enthesopathie des Schultergelenkes, chronische Achillodynie, Prothesenlockerung bei Zustand nach Implantation zementfreier Endoprothesen, Tendinosen des Trochanter major und verzögerte Knochenbruchheilung.
Zu den Kontraindikationen der Stoßwellentherapie zählen: Osteomyelitis, Karzinome des Knochens oder Metastasen, offene Wachstumsfugen bei Kindern, Blutgerinnungsstörungen, Schwangerschaft, Behandlung von Wirbelknochen und Schädelknochen, Herzschrittmacherpatienten und Knochennekrosen.
Besondere Vorsicht ist geboten bei der Einstellung des Therapiefokus zum Beispiel auf große Gefäße (wegen der Gefahr der Thrombosenbildung) oder auf Knochenstrukturen, bei denen Lungengewebe im konvergierenden oder divergierenden akustischen Schallfeld liegen kann. zyl

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