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Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse und maligne Erkrankungen unter Tofacitinib – In der randomisiert-kontrollierten Studie ORAL Surveillance war bei Patienten mit rheumatoider Arthritis und mindestens einem weiteren kardiovaskulären Risikofaktor die Inzidenz von Myokardinfarkten und malignen Erkrankungen unter Tofacitinib (Xeljanz®, Pfizer) im Vergleich zu TNF-alpha-Inhibitoren erhöht. Dies galt insbesondere für Lungenkrebs und Lymphome. Nichtmelanozytärer Hautkrebs bildete eine Ausnahme.

Bei Patienten über 65 Jahren, bei Patienten, die gegenwärtig rauchen oder früher geraucht haben, bei Patienten mit anderen kardiovaskulären Risikofaktoren und bei Patienten mit anderen Risikofaktoren für maligne Erkrankungen sollte Tofacitinib deshalb nur bei Fehlen geeigneter Behandlungsalternativen eingesetzt werden.

Wird Tofacitinib verordnet, sollen die Patienten über die Risiken, einschließlich des Risikos für Myokardinfarkt, Lungenkrebs und Lymphom, aufgeklärt werden. nec

Quelle: Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) Drug Safety Mail 2021-39

Secukinumab bei axialer Spondylitits verbessert Funktion und Lebensqualität – Kann eine axiale Spondylitis (axSPA) undiagnostiziert und unbehandelt fortschreiten, ist eine zunehmende Reduktion der Lebensqualität mit deutlichen Einschränkungen im Alltag der Patienten unvermeidlich. Die Krankheitslast ist bei beiden Formen der axSpa – der ankylosierenden Spondylitis (AS) sowie der nichtröntgenologischen axialen Spondylarthritis (nr-axSpA) – gleichermaßen hoch.

Dabei könnten Langzeitfolgen und erhebliche Bewegungseinschränkungen mit einer frühzeitigen Diagnose und der Einleitung einer leitliniengerechten Therapie erfolgreich entgegengewirkt werden, erklärte Dr. med. Leonore Unger, Chefärztin der 1. Medizinischen Klinik im Städtischen Klinikum Dresden.

In den Phase-III-Studien PREVENT und MEASURE 2 bewies der IL-17A-Inhibitor Secukinumab (Cosentyx®, Novartis), dass er im Hinblick auf krankheitsbedingte Symptome wie etwa starke Rückenschmerzen klinisch wirksam ist. Eine Interimsanalyse der nicht-interventionellen Studie AQUILA mit mehr als 300 AS-Patienten zeigte zudem, dass das zur Therapie des kompletten Spektrums der axSpA zugelassene Biologikum auch im klinischen Behandlungsalltag mit Erfolg eingesetzt werden kann. Es verbessert dabei sowohl die körperlichen Funktionen als auch die anhand des ASAS-Health-Index (ASAS-HI) erhobene Lebensqualität von AS-Patienten deutlich. Ay

Quelle: Virtuelles Pressegespräch „Der axSpA-Patient – Krakheitsbild und Therapiemanagement im Behandlungsalltag“, 8. April 2021; Veranstalter: Novartis

Ein Jahr Erfahrung mit dem ersten nasalen Glukagon – Wenn Menschen mit Diabetes in eine schwere Hypoglykämie geraten, kommt es auf schnelle Ersthilfe an. Seit etwa einem Jahr steht hierfür das erste nasal zu applizierende Glukagonpräparat (Baqsimi®, Lilly) zur Verfügung.

Es könne die Plasmaglukosespiegel vergleichbar wirksam korrigieren wie Glukagon zur i.m.-Injektion, stelle aber wegen seiner unkomplizierten Anwendung durch hilfeleistende Personen eine vorteilhafte Alternative zur Glukagonspritze dar, wie Prof. Dr. med. Werner Kern, Ärztlicher Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums Endokrinologikum Ulm, erläuterte. Zugelassen ist das nasale Glukagon zur Behandlung schwerer Hypoglykämien bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 4 Jahren mit Diabetes mellitus.

Von Kindern und Jugendlichen werden die Symptome einer Hypoglykämie oft nur unzureichend erkannt. Selbst bei Nutzung eines CGM-Systems zur kontinuierlichen Glukosemessung könnten sie – wenn auch selten – in eine Situation mit schwerer Hypoglykämie kommen, so die Lübecker Kinderdiabetologin Dr. med. Simone von Sengbusch. Ihrer Erfahrung nach gebe es aufgrund der einfachen Applikation des nasalen Glukagons eine große Akzeptanz desselben bei den Eltern junger Diabetespatienten sowie auch Interesse bei deren Sportlehrkräften. fle

Quelle: Virtuelle Fachpressekonferenz „1 Jahr Baqsimi® – Erfahrungsberichte aus der Praxis“, 28. April 2021; Veranstalter: Lilly Deutschland

Darolutamid mit beträchtlichem Zusatznutzen beim Hochrisiko-nmCRPC – Der Androgen-Rezeptor-Inhibitor (ARI) Darolutamid (Nubeqa®, Bayer) steht nun seit einem Jahr in Deutschland zur Verfügung. Darolutamid ist angezeigt zur Behandlung von Patienten mit nicht-metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom und hohem Risiko zur Metastasenbildung (Hochrisiko-nmCRPC).

In die multizentrische, doppelblinde und randomisierte Phase-III-Studie ARAMIS wurden 1 509 Patienten mit nmCRPC, hohem Metastasierungsrisiko und vorheriger Androgendeprivationstherapie (ADT) eingeschlossen. Bei dem primären Endpunkt medianes metastasenfreies Überleben (MFS) konnte eine statistisch signifikante Verbesserung unter Darolutamid (2-mal täglich 600 mg) plus ADT (n = 955) gegenüber Placebo plus ADT (n = 554) erzielt werden (40,4 vs. 18,4 Monate; p < 0,0001).

„Patienten, die sich eine Therapie mit wenigen Nebenwirkungen wünschen, behandeln wir mit Darolutamid“, sagte Prof. Dr. med. Christian Schwentner, Chefarzt Urologische Klinik, Diakonie Klinikum Stuttgart. So habe man die Möglichkeit, das Leben der Patienten nicht nur zu verlängern, sondern für eine Phase qualitativ guter Lebenszeit ohne unnötige zusätzliche Belastungen zu sorgen. mr

Quelle: Virtuelle Pressekonferenz „Ein Jahr Nubeqa® (Darolutamid) beim Hochrisiko-nmCRPC: Bedeutung für Ärzte und Patienten in Klinik und Praxis“, 5. Mai 2021; Veranstalter: Bayer Vital GmbH

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