ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2021SARS-CoV-2-Auffrischungsimpfung: Länder rufen Bund und Ständige Impfkommission zum Handeln auf

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SARS-CoV-2-Auffrischungsimpfung: Länder rufen Bund und Ständige Impfkommission zum Handeln auf

Maybaum, Thorsten; dpa

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Die Frage der Auffrischungsimpfung gegen SARS-CoV-2 beschäftigt zunehmen Politik, Medizin und Gesellschaft. Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress/Christoph Hardt
Die Frage der Auffrischungsimpfung gegen SARS-CoV-2 beschäftigt zunehmen Politik, Medizin und Gesellschaft. Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress/Christoph Hardt

Die Gesundheitsminister der Länder wünschen sich mehr Klarheit bei Fragen rund um die Auffrischungsimpfung gegen SARS-CoV-2. Sie sehen dabei das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und die Ständige Impfkommission (STIKO) in der Pflicht, wie aus einem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hervorgeht. Bundesgesundheitsministerium und STIKO werden darin „gebeten“, eine Empfehlung abzugeben, ob und wann bereits zweifach mit AstraZeneca- oder einmalig mit Johnson & Johnson-Geimpfte eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten sollten, um einen anhaltend ausreichenden Impfschutz zu erreichen. Darüber hinaus sollte die STIKO aus Sicht der GMK „eine bundesweit einheitliche Empfehlung“ abgeben, ob und wann mit einer dritten mRNA-Impfung insbesondere bei besonders vulnerablen Gruppen wie etwa hochbetagten Menschen, die zweifach mit mRNA geimpft wurden, begonnen werden sollte. Geklärt haben will die Ministerrunde ebenso, ob eine Auffrischungsimpfung bei zweifach mit mRNA-Impfstoffen Geimpften auch mit dem Impfstoff von AstraZeneca möglich und sinnvoll ist. „Sollten hierzu bis jetzt keine ausreichenden Daten vorliegen, wird darum gebeten, entsprechende Studien umgehend zu initiieren“, heißt es in dem Beschluss. Auf den Prüfstand muss nach Einschätzung des GMK-Vorsitzenden, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek, auch die eingeschränkte Empfehlung zu Coronaimpfungen von Kindern und Jugendlichen. Diese müsse auf Grundlage neuster Daten erneut überprüft werden. Als Beispiel nannte er die USA, wo junge Menschen schon länger geimpft würden. Die dortigen Daten und ständig neu gewonnenen Erkenntnisse müssten die Grundlage für Deutschland bilden, um klare Schlussfolgerungen zu ziehen. Die STIKO empfiehlt Impfungen für 12- bis 17-Jährige nur bei bestimmten Vorerkrankungen. Begründet wird das mit dem geringeren Risiko einer schweren COVID-19-Erkrankung in dieser Altersgruppe. may/dpa

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