SUPPLEMENT: Perspektiven der Onkologie

Editorial

Dtsch Arztebl 2021; 118(33-34): [3]

Zylka-Menhorn, Vera

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Dr. med. Vera Zylka-Menhorn, Ressortleiterin Perspektiven
Dr. med. Vera Zylka-Menhorn, Ressort­leiterin Perspektiven

Es überrascht, aber Krebs-Langzeitüberlebende klagen weniger über Einbußen an Lebensqualität als vielfach gedacht. Eine Untersuchung des Deutschen Krebsforschungszentrums zeigt sogar (DOI:10.3390/cancers13112754), dass 2 700 „cancer survivors“ im Alter von 14–24 Jahren ihre Lebensqualität nach Diagnose von Brust-, Darm- oder Prostatakrebs trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen sogar besser bewerten als Gleichaltrige ohne Krebsdiagnose (n=1 700). Ein Phänomen, das auch als „Zufriedenheitsparadoxon“ bezeichnet wird.

Wie die Lebensqualität wahrgenommen wird, hängt vor allem davon ab, wie es den Betroffenen subjektiv gelingt, mit der Krankheit zurechtzukommen. Objektiv gesehen haben die Fortschritte der onkologischen Therapien zu einer deutlichen Verbesserung der Überlebensraten geführt. Allerdings gibt es auch in diesem Fall „zwei Seiten einer Medaille“: Obwohl exakte epidemiologische Zahlen fehlen, schätzt man, dass 20–40 % der „cancer survivors“ an chronischen Schmerzen leiden. Persistierende Tumorschmerzen aber werden wegen ihrer multifaktoriellen Genese häufig nicht adäquat therapiert. Auch die Empfehlungen des bewährten WHO-Stufenschemas helfen in diesen Fällen nur bedingt. Daher möchten wir Ihnen in dieser Ausgabe die Elemente der modernen, auf pathophysiologischen Erkenntnissen beruhenden Schmerztherapie vorstellen.
Viel Freude bei der Lektüre!

Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Perspektiven

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