ArchivDeutsches Ärzteblatt35-36/2021SARS-CoV-2: Zahlen zu Durchbruchsinfektionen bestätigen Impfeffektivität

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SARS-CoV-2: Zahlen zu Durchbruchsinfektionen bestätigen Impfeffektivität

Gießelmann, Kathrin

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Bei vollständig gegen Corona Geimpften ist die Zahl der Impfdurchbrüche insgesamt gering. Foto: picture alliance/Frank Hoermann, SvenSimon
Bei vollständig gegen Corona Geimpften ist die Zahl der Impfdurchbrüche insgesamt gering. Foto: picture alliance/Frank Hoermann, SvenSimon

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat aktuelle Zahlen zur Impfeffektivität vorgelegt. Demnach gab es zwischen dem 1. Februar und dem 13. August 2021 in Deutschland 13 360 Impfdurchbrüche unter den vollständig gegen SARS-CoV-2 Geimpften. Der weit größere Teil der übermittelten COVID-19-Fälle sei jedoch nicht geimpft gewesen, heißt es in einem Lagebericht des RKI.

Seit der Kalenderwoche fünf hat das RKI 974 341 symptomatische COVID-19-Fälle bei allen Menschen in Deutschland ab zwölf Jahren dokumentiert. Davon traten gut 700 000 Fälle bei den 18- bis 59-Jährigen auf (Impfquote: 40,7 Prozent) und fast 170 000 Fälle bei den Menschen ab 60 Jahren (Impfquote: 70,3 Prozent). Der Anteil der wahrscheinlichen Impfdurchbrüche in der Altersgruppe 18 bis 59 Jahre lag somit bei 1,3 Prozent und bei den Menschen im Alter ab 60 Jahren bei 2,2 Prozent. Betrachtet man allerdings die Quote der vergangenen vier Wochen (Kalenderwoche 29 bis 32) waren es deutlich mehr: 14,8 beziehungsweise 35,7 Prozent.

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Unter den COVID-19-Patienten, die hospitalisiert auf der Intensivstation betreut wurden und verstorben sind, ist laut RKI nur ein geringer Anteil als Impfdurchbruch zu bewerten. Insgesamt 335 COVID-19-Fälle, die vollständig geimpft waren, verstarben. Davon waren 84 Prozent 80 Jahre und älter. Das RKI ordnet diese Fälle daher als „generell erhöhtes Sterberisiko“ ein, das unabhängig von der Impfung sei. Vergleicht man den Anteil der COVID-19-Fälle unter den vollständig Geimpften mit dem Anteil vollständig Geimpfter in der Bevölkerung, könne man eine Impfeffektivität von etwa 88 Prozent für die Altersgruppe der 18- bis 59-Jährigen berechnen. Bei den über 60-Jährigen war die Effektivität mit 87 Prozent in der Kalenderwoche fünf bis 32 ähnlich hoch. Das RKI wies darauf hin, dass die Werte mit Vorsicht interpretiert werden sollten. So könnte etwa das unterschiedliche Testverhalten bei Geimpften und Ungeimpften zu einer Verzerrung führen, schreibt das Institut. Es handle sich daher nur um eine erste Abschätzung der Impfeffektivität. gie

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