ArchivDeutsches Ärzteblatt35-36/2021Cristina Marín Campos: Briefe als Trost in der Coronakrise

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Cristina Marín Campos: Briefe als Trost in der Coronakrise

Spielberg, Petra

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Cristina Marín Campos, Foto: picture alliance/dpa/Matthias Rietschel
Cristina Marín Campos, Foto: picture alliance/dpa/Matthias Rietschel

Stellvertretend für das medizinische Personal weltweit, das in der Coronakrise Herausragendes geleistet hat und immer noch leistet, erhielt die spanische Ärztin Cristina Marín Campos diesen Sommer in der Semperoper Dresden den mit 10 000 Euro dotierten 12. Internationalen „Dresden-Preis“ für ihr Engagement in der Coronakrise. Der Preis wird von der gemeinnützigen Klaus Tschira Stiftung gefördert und vom Verein „Friends of Dresden“ ausgelobt.

Die 33-jährige Chirurgin, die am Hospital Universitario de La Princesa in Madrid arbeitet, hatte im März 2020 die spanische Bevölkerung über die sozialen Medien dazu aufgerufen, Briefe zu schicken, um die Einsamkeit der auf Intensivstationen isolierten COVID-Patientinnen und -Patienten zu lindern.

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„Ich wollte die Situation für die Erkrankten etwas menschlicher machen, ihnen Ermutigung geben“, so Campos. Allerdings hatte sie nicht damit gerechnet, welche Resonanz ihre Aktion auslösen würde. Bereits am ersten Tag gingen 35 000 Briefe von Menschen aus allen Schichten und Altersgruppen ein. Das medizinische Personal las den Erkrankten die Briefe vor, die alle eine ähnliche Botschaft hatten: „Haltet durch, ihr seid nicht allein.“

Bei der Preisverleihung in Dresden wurden Auszüge aus den Briefen gelesen und das musikalische Rahmenprogramm erinnerte an medizinisches Personal, das selbst Opfer der Pandemie wurde. Schätzungen zufolge sind weltweit mehr als 100 000 Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegende an einer COVID-19-Erkrankung gestorben. Petra Spielberg

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