ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2021Long-/Post-COVID: Wenn das Virus Spuren hinterlässt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Eine neue S1-Leitlinie gibt einen praxisorientierten Überblick über Diagnose- und Therapieoptionen bei Long/Post-COVID abhängig von den Einzelsymptomen. Dieser Artikel stellt eine kurze Zusammenfassung der Empfehlungen vor, wobei ein Schwerpunkt auf häufige Symptome gelegt worden ist.

Foto: picture alliance/Westend61/William Perugini
Foto: picture alliance/Westend61/William Perugini

Die durch SARS-CoV-2 ausgelöste Erkrankung COVID-19 wird heute als eine Multiorgankrankheit mit einem breiten Spektrum von Manifestationen verstanden (1). Ähnlich wie bei anderen Infektionskrankheiten auch können nach einer akuten SARS-CoV-2-lnfektion Beschwerden persistieren, die jenseits einer Zeitspanne von 4 Wochen ab Infektion als Long-COVID und bei einer Persistenz von mehr als 12 Wochen als Post-COVID-Syndrom bezeichnet werden.

Die Häufigkeit von Long COVID bzw. des Post-COVID-Syndroms (Long/Post-COVID) variiert je nach untersuchter Patientenpopulation und ist über alle Patienten hinweg mit 10–15 % anzunehmen (2). Long/Post-COVID scheint unabhängig von vorbestehenden Komorbiditäten aufzutreten (3), allerdings können ähnliche somatische oder psychosomatische Beschwerden in der Anamnese bzw. eine hohe psychosoziale Belastung die Manifestation von Long/Post-COVID begünstigen. Als häufigste Symptome werden Luftnot, Erschöpfung, depressive Verstimmungen und sowohl eingeschränkte körperliche als auch geistige Leistungsfähigkeit beschrieben. Grundsätzlich kann Long/Post-COVID sowohl nach leichten als auch nach schweren Verläufen der akuten Infektion auftreten.

Bei der Mehrheit der Patienten kommt es im Verlauf von Wochen zu einer Spontanheilung oder zu einer deutlichen Abschwächung der Symptome. Die genauen Ursachen für Long/Post-COVID sind bislang nicht bekannt. Eine Persistenz des Virus bzw. von Virusbestandteilen über Wochen und Monate, postinfektiöse strukturelle Gewebeschäden und/oder eine chronische Immundysregulation mit (Hyper-)Inflammation bzw. Autoimmunität sowie hohe psychische Belastungen können eine Rolle spielen (4, 5, 6, 7). Die neue S1-Leitlinie „Post-COVID/Long-COVID“ ist ein klinisch-praktischer Leitfaden für klinisch tätige Ärztinnen und Ärzte, der bei Long/Post-COVlD eine praktische, diagnostisch-therapeutische Orientierung auf dem Boden einer noch begrenzten Datenlage liefert und insbesondere dem klinischen Versorgungsweg Rechnung trägt (8).

Primärärztliche Versorgung spielt eine große Rolle

Große Bedeutung in der Betreuung von Patienten mit Long/Post-COVID hat die primärärztliche Versorgungsebene (Hausärztin/Hausarzt/Kinder- und Jugendmediziner/-in). Patienten mit akuter SARS-CoV-2-Infektion sollte strukturell ca. 6 Wochen nach Infektion eine Vorstellung angeboten werden, um frühzeitig mögliche Symptome von Long/Post-COVID zu erfassen. Ebenso sollten Patienten mit Beschwerden sich primär dort vorstellen können.

In der primärärztlichen Versorgung ist eine ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung einschließlich funktionellem, pneumologischem, neurologischem und psychischem Status zu empfehlen. Die gezielte Befunderhebung unter besonderer Berücksichtigung neu aufgetretener oder aber im Rahmen der Erkrankung vermehrter somatischer und psychischer Symptome mit Einschränkungen von Alltagsfunktionen und Leistungsfähigkeit ist von zentraler Bedeutung.

Eine ergänzende Basisdiagnostik im Labor zur Abgrenzung von relevanten Differenzialdiagnosen ist zu empfehlen. Einfache Fragebögen zur Erfassung von neuropsychiatrischen und psychosomatischen Störungen (Erschöpfung, depressive Verstimmung, Angstsymptomatik, Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung, kognitive Defizite usw.) können als Screeninginstrumente hilfreich sein.

Die DEGAM-Leitlinien Müdigkeit (9), Schwindel (10), Husten (11) und Überversorgung (12) sowie der Expertenkonsens zu Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS) (13) und die zeitnah zu erwartende Neuauflage der Leitlinie zu ME/CFS des britischen National Institute for Health and Care Excellence (NICE) (14) bieten für die strukturierte Erstvorstellung eine weitere Orientierung an.

Während nach aktuellem Stand bei jüngeren Patienten häufig Symptome wie Husten oder Dyspnoe im Vordergrund stehen, werden bei geriatrischen Patienten eher kognitive Einschränkung, Verwirrtheit, Fatigue und Sturzgefahr berichtet. Diese unspezifischen Symptome können im Einzelfall Hinweise auf schwerwiegende Veränderungen wie lokale Thrombenbildung, Dehydratation oder Delir sein.

Nach primärärztlicher Basisdiagnostik kann bei gering bis mäßig ausgeprägter Symptomatik den Betroffenen zunächst ein abwartendes Vorgehen unter primärärztlicher Betreuung empfohlen werden. Dabei sollte eine erhöhte Aufmerksamkeit sowohl auf neuauftretende als auch wiederholt berichtete einschränkende und belastende Symptome gerichtet werden, auch entsprechend den Prinzipien der psychosomatischen Grundversorgung.

Ziel ist es dabei, einer chronifizierenden Entwicklung vorzubeugen, die vor allem bei ähnlichen somatischen oder psychosomatischen Beschwerden in der Anamnese, hoher psychosozialer Belastung und früheren gehäuften Konsultationen mit unergiebiger somatischer Diagnostik beobachtet werden kann.

Bei Auffälligkeiten in der Basisdiagnostik, einer stark ausgeprägten Symptomatik oder einer klinischen Verschlechterung im Verlauf sollte dem Betroffenen eine vertiefende Diagnostik und/oder eine Überweisung an spezialisierte Long-/Post-COVID-Ambulanzen oder entsprechende Fachpraxen angeboten werden. Als Warnhinweise sind ein schlechter Allgemeinzustand, eine signifikante Gewichtsabnahme, unerklärliche oder neu aufgetretene neurologische Defizite/Auffälligkeiten, eine neue Schmerzsymptomatik, schlechte oder sich verschlechternde somatische oder psychische Befunde sowie unerklärliche Auffälligkeiten in der Basisdiagnostik zu verstehen.

Zur Einschätzung des funktionellen Status von Patienten mit Long/Post-COVlD bietet sich die von Klok et al. entwickelte Skala an (15). Patienten, die „leichte“, „mäßige“ oder „schwere“ Funktionseinschränkungen angaben, wiesen signifikant häufiger und intensiver Symptome auf, hatten eine reduzierte Lebensqualität und waren bei der Arbeit und bei üblichen Alltagsaktivitäten eingeschränkt (16) (Grafik 2) . Diese einfach anzuwendende Funktionsskala hat einerseits bei Long-/Post-COVlD-Patienten eine hohe Aussagekraft in der Langzeitnachverfolgung der funktionellen Einschränkungen, andererseits aber auch Schwächen. So ergeben sich z. B. Limitierungen bei jüngeren Patienten mit ambulant überwundener SARS-CoV-2-lnfektion, die ihre berufliche Tätigkeit wieder aufgenommen haben, aber noch eine Überbeanspruchung bei der Bewältigung ihres Alltags bemerken.

Flussdiagramm für den Selbstbericht von Patienten auf der Post-COVID-19-Skala des funktionellen Status
Grafik 1
Flussdiagramm für den Selbstbericht von Patienten auf der Post-COVID-19-Skala des funktionellen Status
Vorschlag für einen Algorithmus zur Abklärung von Dyspnoe und Husten
Grafik 2
Vorschlag für einen Algorithmus zur Abklärung von Dyspnoe und Husten

Insbesondere bei älteren Patienten sollten frühzeitig die Angehörigen wie auch die Sozial- und Pflegedienste, Physio-, und Ergotherapeuten und Logopäden mit eingebunden werden (17).

Zwei führende Symptome werden im Folgenden detaillierter abgehandelt. Eine vertiefte Diskussion der vielfältigen Aspekte von Long/Post-COVID ist in der AWMF-Leitlinie nachzulesen (8).

Viele Betroffene leiden unter Fatigue und Malaise

Erschöpfung im Sinne einer Fatigue als Symptom eines abgelaufenen Infektes ist verbreitet und tritt zum Beispiel auch nach Infektionen mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) auf. Die klassische postinfektiöse Fatigue heilt in der Regel in einem Zeitraum bis zu 6 Monaten nach dem Infekt aus. Mit Long/Post-COVID analoge postinfektiöse Syndrome mit Fatigue sind im Zusammenhang mit Viren-, Bakterien-, Pilz- und Protozoen-Infektionen oder Autoimmunerkrankungen (18, 19) seit gut 100 Jahren in der wissenschaftlichen Literatur bekannt (20, 21).

Oft wird in diesem Zusammenhang auch Fibromyalgie berichtet. Eine spezifische Therapie ist nicht verfügbar. Hiervon unterscheidet sich die ME/CFS. Sie dauert über 6 Monate hinaus an und umfasst neben der Erschöpfung auch Schlafstörungen. ME/CFS betrifft nach Schätzungen ca. 1 % der an COVID-19 Erkrankten als Bestandteil von Long/Post-COVID.

Frauen sind ungefähr doppelt so häufig betroffen wie Männer. Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen dem 30. und dem 50. Lebensjahr. Über die Pathophysiologie besteht Unklarheit. Akzeptiert scheint, dass sowohl eine Vielfalt COVID-19-bedingter Organschädigungen (z. B. in Lunge, Herz, Hirn, peripherem Nervensystem) als auch psychische Komorbiditäten häufig und in individuell unterschiedlichen Kombinationen auftreten und für die Entstehung von Fatigue bedeutsam sein können. Ebenso können eine Low-Grade-Inflammation bzw. eine Autoimmunantwort im Rahmen der Infektion eine Rolle spielen (22).

Die Differenzialdiagnose des klinischen Zustandes ist breit und schwierig. Sie reicht von metabolischen Störungen über neurologisch/psychiatrische Erkrankungen bis zu B-Symptomen von Tumorerkrankungen. Moderate körperliche oder geistige Belastung können zu einer für viele Stunden und manchmal auch Tage bis Wochen anhaltenden starken Krankheitsverschlechterung führen. Dabei ist die Belastungsgrenze individuell unterschiedlich.

Das wichtigste Kriterium zur Diagnosestellung im Kontext ist die Postexertionelle Malaise (PEM) mit ausbleibender Besserung nach der Betätigung von mindestens 14 Stunden. Als Ursache der PEM wird angenommen, dass die Feinsteuerung der Blutverteilung unter Belastung infolge von COVID-19 noch beeinträchtigt ist und es daher bei Anstrengung sehr schnell zu Myalgien oder verminderter zerebraler Sauerstoffversorgung kommen kann. Sport bessert Erschöpfung bei vielen Erkrankungen, beim CFS/ME führt er eher zu einer Zustandsverschlechterung. Wenn solche Phasen häufiger auftreten, ist es wichtig, Überlastungen, die zu sogenannten Crashs führen, zunächst zu vermeiden. Hierbei können Aktivitätstagebücher oder Fitnessarmbänder helfen.

Dyspnoe führt die Patienten in die Arztpraxis

Im ambulanten Bereich ist es nach einer SARS-CoV-2-Infektion außerdem sehr häufig Dyspnoe, die Patienten in die Arztpraxis führt (23). Pulmonale Beschwerden wie Husten oder Luftnot sind multifaktoriell und nicht zwingend assoziiert mit pathologischen Befunden in der Bildgebung oder Lungenfunktion (24, 25), insofern sollte auch hier immer auch an Differenzialdiagnosen gedacht werden.

Zur Abklärung der Dyspnoe zählen Funktionstests in Ruhe (insbesondere Volumenmessungen, Diffusionskapazität, Blutgasanalyse) und unter Belastung (6-Minuten-Gehtest, Ergospirometrie). Differenzialdiagnostisch muss auch die kardiale Diagnostik bedacht werden. Die Werte sollten im Verlauf betrachtet werden und keinesfalls isoliert. Unter Berücksichtigung möglicher Vorerkrankungen und in Abhängigkeit der Befunde schließt sich die entsprechende Bildgebung (Röntgen-Thorax), gegebenenfalls auch inklusive einer Thoraxsonografie (Pleuritiszeichen, pulmonale Konsolidierungen, Pleuraerguß u. Ä.) an. Eine Abfolge unter Berücksichtigung der Ressourcen wird unten nochmals aufgeführt und ist in Abbildung 1 dargestellt. SARS-CoV-2 bedingte Veränderungen an der Lunge sollten als Ursache der Dyspnoe unbedingt ausgeschlossen werden.

In der Bildgebung finden sich im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 eine Vielzahl von auffälligen Mustern mit unter anderem Zeichen eines „diffuse alveolar damage“ (DAD), einer akuten fibrinösen organisierenden Pneumonie (AFOP) oder einer Pneumonitis. Das häufigste bildgebende Korrelat sind Milchglastrübungen, während Retikulationen, Konsolidierungen sowie Traktionsbronchiektasen als Folge in der chronischen Phase selten zu sehen sind (26, 27, 28, 29). Algorithmen empfehlen, dass sich Patienten mit pulmonalen Beschwerden und funktionellen Einschränkungen zunächst einer konventionellen Röntgenuntersuchung des Thorax unterziehen (30). Werden dort bzw. in der Funktionsdiagnostik abnorme Befunde erhoben, sollten eine (Angio)-Computertomografie (CT) bzw. falls verfügbar eine Dual-Energy-CT (DECT) durchgeführt werden (31). Hierdurch ist ein großer Anteil der oben beschriebenen Veränderungen gut dargestellt (32).

Bei Befunden, die für einen progressiven interstitiellen Prozess sprechen, sollte zur weiteren Abklärung eine Bronchoskopie mit bronchoalveolärer Lavage (BAL) und gegebenenfalls Biopsie diskutiert werden, dies orientiert sich an den Empfehlungen zur Abklärung interstitieller Lungenerkrankungen (ILD) (33, 34).

Observationsdaten zeigen, dass nach 60 bzw. 100 Tagen Follow-up bei Patienten nach COVID-19 die pathologischen Veränderungen abnehmen (35). Das gilt vor allem für die Milchglastrübungen und die Konsolidierungen, aber auch die bronchiale Dilatation. Dies trifft sowohl für Patienten mit milden als auch für Patienten mit schweren/kritischen Akutverläufen zu (35). Ob und wie oft es zu einer progressiven Fibrosierung der Lunge kommt, ist bislang unklar. Insgesamt ist von einer positiven spontanen Entwicklung auszugehen.

Medikamentöse Therapie der pulmonalen Veränderungen

Hinsichtlich der medikamentösen Therapie liegen nur wenige kasuistische Daten vor, sodass über eine immunsuppressive Therapie, wie der Gabe von systemischen Steroiden, im Einzelfall entschieden werden sollte. Die Vorstellung in einem ILD-Board kann von zusätzlichem Vorteil sein. Für eine antifibrotische Therapie gibt es aktuell keine ausreichende Evidenz.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass das Krankheitsbild Long/Post-COVID ein zeitlich junges Phänomen ist. Zur Pathogenese und Verlauf bei Long/PostCOVID gibt es nur unzureichend verfügbare Daten. Deshalb wurde mit der S1-Leitlinie Long/Post-COVID zunächst ein praktisches Dokument für eine breite Leserschaft aufgesetzt. Mit zunehmender Evidenz wird die Leitlinie ergänzt und ist in der aktuellen Version als Zwischenstand zu betrachten.

Hinsichtlich Diagnostik und therapeutischem Vorgehen sollte nach aktueller Einschätzung ein individualisierter Ansatz gewählt werden. Die interdisziplinäre Betrachtung der Symptome mit entsprechender Diagnostik und Therapieempfehlung ist von Vorteil.

  • Zitierweise dieses Beitrags:
    Dtsch Arztebl 2021; 118 (39): A 1762–8

Anschrift für die Verfasser:

Prof. Dr. med. Andreas Rembert Koczulla
Schön Klinik Berchtesgadener Land

Malterhöh 1, 83471 Schönau am Königssee

E-Mail: rkoczulla@schoen-klinik.de

Prof. Koczulla gibt an, Vortragshonorare von Boehringer Ingelheim, GSK und AstraZeneca erhalten zu haben. Prof. Stallmach gibt an, Beraterhonorare von Gilead und Forschungsgelder von Celltrion erhalten zu haben. Prof. Rabe gibt an, Vortrags- und Beratungshonorare von AstraZeneca und Boehringer Ingelheim erhalten zu haben. Die restlichen Autoren geben an, dass keine Interessenkonflikte bestehen.

Dieser Beitrag unterlag nicht dem Peer-Review-Verfahren.

Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit3921
oder über QR-Code.

Kernaussagen

  • Wenn (neu aufgetretene) Symptome oder Beschwerden nach einer überstandenen SARS-CoV-2-lnfektion den Verdacht auf ein Long-/Post-COVlD-Syndrom lenken, sind zunächst mögliche Differenzialdiagnosen zu bedenken und ggf. auszuschließen.
  • Die Diagnose eines Long-/Post-COVlD-Syndroms kann weder durch eine einzelne Laboruntersuchung noch durch ein Panel von Laborwerten diagnostiziert bzw. objektiviert werden.
  • Die Therapie orientiert sich an Symptomen. Für eine spezifische Therapie gibt es bislang keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege.
1.
Kluge S, Janssens U, Welte T, et al.: S2k-Leitlinie–Empfehlungen zur stationären Therapie von Patienten mit COVID-19. Pneumologie 2021; 75 (02): 88–112 CrossRef MEDLINE
2.
Sudre CH, Murray B, Varsavsky T, et al.: Attributes and predictors of long COVID. Nature Medicine 2021; 27 (4): 626–31 CrossRef MEDLINE
3.
Wong AW, Shah AS, Johnston JC, et al.: Patient-reported outcome measures after COVID-19: a prospective cohort study. Eur Respir J 2020; 56 (5): 2003276; doi: 10.1183/13993003.03276–2020 CrossRef MEDLINE PubMed Central
4.
Marx V: Scientists set out to connect the dots on long COVID. Nature Methods, 2021; 18 (5): 449–53 CrossRef MEDLINE PubMed Central
5.
Gaebler C, Wang Z, Lorenzi JCC, et al.: Evolution of Antibody Immunity to SARS-CoV-2. Nature 2021; 591: 639–44 CrossRef MEDLINE PubMed Central
6.
Hopkinson NS, Jenkins G, Hart N: COVID-19 and what comes after? Thorax 2021; 76: 324–5 CrossRef MEDLINE
7.
Gupta A, Madhavan MV, Sehgal K, et al.: Extrapulmonary manifestations of COVID-19. Nature Medicine 2020; 26 (7): 1017–32 CrossRef MEDLINE
8.
Koczulla AR, Ankermann T, Behrends U, et al.: S1-Leitlinie Post-COVID/Long-COVID. Pneumologie 2021; 75: 1–32 CrossRef
13.
Nacul L, Authier FJ, Scheibenbogen C, et al.: European Network on Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome (EUROMENE): Expert Consensus on the Diagnosis, Service Provision, and Care of People with ME/CFS in Europe. Medicina, 2021; 57 (5): 510 CrossRef MEDLINE PubMed Central
14.
Centre NG: Myalgic encephalomyelitis (or encephalopathy)/chronic fatigue syndrome: diagnosis and management. 2021; https://www.nice.org.uk/guidance/indevelopment/gid-ng10091 (last accessed on 24 September 2021).
15.
Klok FA, et al.: The Post-COVID-19 Functional Status scale: a tool to measure functional status over time after COVID-19. European Respiratory Journal, 2020; 56 (1) CrossRef MEDLINE PubMed Central
16.
Machado FVC, et al.: Construct validity of the Post-COVID-19 Functional Status Scale in adult subjects with COVID-19. Health and quality of life outcomes, 2021; 19 (1): 40 CrossRef MEDLINE PubMed Central
17.
Mitchell L: COVID in the older adult (2020); https://www.bgs.org.uk/sites/default/files/content/attachment/2020-06-02/COVID19intheolderadultposterFINAL.pdf (last accessed on 24 September 2021).
18.
Basta F, Margiotta DPE, Vadacca M, et al.: Is fatigue a cause of work disability in systemic lupus erythematosus? Results from a systematic literature review. Eur Rev Med Pharmacol Sci 2018; 22 (14): 4589–97.
19.
Arnaud L, Gavand PE, Voll R, et al.: Predictors of fatigue and severe fatigue in a large international cohort of patients with systemic lupus erythematosus and a systematic review of the literature. Rheumatology (Oxford) 2019; 58 (6): 987–96 CrossRef MEDLINE
20.
Unger ER, Lin JMS, Brimmer DJ, et al.: CDC Grand Rounds: Chronic Fatigue Syndrome – Advancing Research and Clinical Education. MMWR Morb Mortal Wkly Rep 2016; 65 (50–51): 1434–8 CrossRef MEDLINE
21.
Komaroff AL, Bateman L. Will COVID-19 Lead to Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome? Front Med (Lausanne) 2020; 7: 606824 CrossRef MEDLINE PubMed Central
22.
Rudroff T, Fietsam AC, Deters JR, et al.: Post-COVID-19 Fatigue: Potential Contributing Factors. Brain Sci 2020; 10 (12): 1012 CrossRef MEDLINE PubMed Central
23.
Lund LC, Hallas J, Nielsen H, et al.: Post-acute effects of SARS-CoV-2 infection in individuals not requiring hospital admission: a Danish population-based cohort study. Lancet Infect Dis 2021 May 10; doi: 10.1016/S1473-3099(21)00211-5 CrossRef
24.
Townsend L, Dowds J, O’Brien K, et al.: Persistent Poor Health Post-COVID-19 Is Not Associated with Respiratory Complications or Initial Disease Severity. Ann Am Thorac Soc 2021; 18 (6): 997–1003 CrossRef MEDLINE PubMed Central
25.
Laviolette L, Laveneziana P. Dyspnoea: a multidimensional and multidisciplinary approach. European Respiratory Journal, 2014; 43 (6): 1750–62 CrossRef MEDLINE
26.
Copin MC, Parmentier E, Duburcq T, et al.: Time to consider histologic pattern of lung injury to treat critically ill patients with COVID-19 infection. Intensive Care Medicine 2020; 46 (6): 1124–6 CrossRef MEDLINE PubMed Central
27.
Han X, Fan Y, Alwalid O, et al.: Six-month follow-up chest CT findings after severe COVID-19 pneumonia. Radiology 2021; 299 (1): E177–86 CrossRef MEDLINE PubMed Central
28.
Huang C, Lixue Huang L, Wang Y, et al.: 6-month consequences of COVID-19 in patients discharged from hospital: a cohort study. Lancet 2021; 397 (10270): 220–32 CrossRef
29.
Zhao YM, Shang YM, Song WB, et al.: Follow-up study of the pulmonary function and related physiological characteristics of COVID-19 survivors three months after recovery. EClinicalMedicine, 2020 Jul 14; doi: 10.1016/j.eclinm.2020.100463 CrossRef MEDLINE PubMed Central
30.
Remy-Jardin M, Duthoit L, Perez T, et al.: Assessment of pulmonary arterial circulation 3 months after hospitalization for SARS-CoV-2 pneumonia: Dual-energy CT (DECT) angiographic study in 55 patients. EClinicalMedicine 2021. Mar 30; doi: 10.1016/j.eclinm.2021.100778 CrossRef MEDLINE PubMed Central
31.
Engelen MM, Vandenbriele C, Balthazar T, et al.: Venous Thromboembolism in Patients Discharged after COVID-19 Hospitalization. in Seminars in thrombosis and hemostasis. Semin Thromb Hemost 2021; 47 (4): 362–71 CrossRef MEDLINE
32.
Dhawan RT, Gopalan D, Howard L, et al.: Beyond the clot: perfusion imaging of the pulmonary vasculature after COVID-19. Lancet Respir Med 2021; 9 (1): 107–16 CrossRef
33.
Behr J, Bonella F, Dinkel J, et al.: S2K-Leitlinie zur Diagnostik der idiopathischen Lungenfibrose. Pneumologie 2020; 74 (05): 263–93 CrossRef MEDLINE
34.
Fink L, Jonigk D: Die aktualisierte S2k-Leitlinie zur Diagnostik der idiopathischen Lungenfibrose. Der Pathologe 2021: 42: 40–47 CrossRef MEDLINE
35.
Sonnweber T, Sahanic S, Pizzini A, et al.: Cardiopulmonary recovery after COVID-19 – an observational prospective multi-center trial. Eur Respir J 2021; 57 (4): 2003481 CrossRef MEDLINE PubMed Central
Philipps Universität Marburg, Deutsches Zentrum für Lungenforschung, Universität Giessen/Marburg: Prof. Dr. med. Koczulla, Dr. med. Glöckl

Forschungsinstitut für Pneumologische Rehabilitation, Schön Klinik Berchtesgadener Land, Schönau am Königssee: Koczulla, Glöckl

Lehrkrankenhaus der Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg: Koczulla, Glöckl

Psychoneuroimmunologie Labor, Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Justus-Liebig-Universität Giessen: Prof. Dr. med. Peters

LungenClinic Groshansdorf und Medizinische Klinik, Christian Albrechts Universität Kiel, Airway Research Center North, Deutsches Zentrum für Lungenforschung, Großhansdorf: Prof. Dr. med. Rabe

Klinik für Innere Medizin IV (Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie), Universitätsklinikum Jena, Jena: Prof. Dr. med. Stallmach

Ev. Lungenklinik, Klinik f. Pneumologie, Berlin: Dr. med. Gogoll

für die Arbeitsgruppe der S1-Leitlinie
Flussdiagramm für den Selbstbericht von Patienten auf der Post-COVID-19-Skala des funktionellen Status
Grafik 1
Flussdiagramm für den Selbstbericht von Patienten auf der Post-COVID-19-Skala des funktionellen Status
Vorschlag für einen Algorithmus zur Abklärung von Dyspnoe und Husten
Grafik 2
Vorschlag für einen Algorithmus zur Abklärung von Dyspnoe und Husten
1.Kluge S, Janssens U, Welte T, et al.: S2k-Leitlinie–Empfehlungen zur stationären Therapie von Patienten mit COVID-19. Pneumologie 2021; 75 (02): 88–112 CrossRef MEDLINE
2.Sudre CH, Murray B, Varsavsky T, et al.: Attributes and predictors of long COVID. Nature Medicine 2021; 27 (4): 626–31 CrossRef MEDLINE
3. Wong AW, Shah AS, Johnston JC, et al.: Patient-reported outcome measures after COVID-19: a prospective cohort study. Eur Respir J 2020; 56 (5): 2003276; doi: 10.1183/13993003.03276–2020 CrossRef MEDLINE PubMed Central
4.Marx V: Scientists set out to connect the dots on long COVID. Nature Methods, 2021; 18 (5): 449–53 CrossRef MEDLINE PubMed Central
5.Gaebler C, Wang Z, Lorenzi JCC, et al.: Evolution of Antibody Immunity to SARS-CoV-2. Nature 2021; 591: 639–44 CrossRef MEDLINE PubMed Central
6.Hopkinson NS, Jenkins G, Hart N: COVID-19 and what comes after? Thorax 2021; 76: 324–5 CrossRef MEDLINE
7.Gupta A, Madhavan MV, Sehgal K, et al.: Extrapulmonary manifestations of COVID-19. Nature Medicine 2020; 26 (7): 1017–32 CrossRef MEDLINE
8.Koczulla AR, Ankermann T, Behrends U, et al.: S1-Leitlinie Post-COVID/Long-COVID. Pneumologie 2021; 75: 1–32 CrossRef
9.DEGAM-Leitlinie Müdigkeit; https://www.degam.de/ files/ Inhalte/ Leitlinien-Inhalte/ Dokumente/ DEGAM-S3-Leitlinien/ 053-002_Leitlinie Muedigkeit/Aktuelle Fassung 2018/Archiv 2018/053-002k_Muedigkeit_18-02-02.pdf (last accessed on 24 September 2021).
10.DEGAM-Leitlinie Akuter Schwindel in der Hausarztpraxis; https://www.degam.de/ files/ Inhalte/ Leitlinien-Inhalte/ Dokumente/ DEGAM-S3-Leitlinien/ 053-018_Akuter Schwindel in der Hausarztpraxis/ 053-018L_Akuter Schwindel in der Hausarztpraxis_redakt ueberarbeitet_20-4-2018.pdf (last accessed on 24 September 2021).
11.DEGAM-Leitlinie Akuter und chronsicher Husten; https://www.degam.de/ files/ Inhalte/ Leitlinien-Inhalte/ Dokumente/ DEGAM-S3-Leitlinien/ 053-013_Akuter und chronischer Husten/ 053-013l_S3_akuter und chronischer Husten DEGAM_final.pdf (last accessed on 24 September 2021).
12.DEGAM-Leitlinie Schutz vor Über- und Unterversorgung – gemeinsam entscheiden; https://www.degam.de/ files/ Inhalte/ Leitlinien-Inhalte/ Dokumente/ DEGAM-S2-Leitlinien/ 053-045 Schutz vor Ueber-und Unterversorgung/ Publikationsdokumente/ 053-045l_S2e%20Schutz vor %C3%9CberUnterversorgung _2021.pdf (last accessed on 24 September 2021).
13.Nacul L, Authier FJ, Scheibenbogen C, et al.: European Network on Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome (EUROMENE): Expert Consensus on the Diagnosis, Service Provision, and Care of People with ME/CFS in Europe. Medicina, 2021; 57 (5): 510 CrossRef MEDLINE PubMed Central
14.Centre NG: Myalgic encephalomyelitis (or encephalopathy)/chronic fatigue syndrome: diagnosis and management. 2021; https://www.nice.org.uk/guidance/indevelopment/gid-ng10091 (last accessed on 24 September 2021).
15.Klok FA, et al.: The Post-COVID-19 Functional Status scale: a tool to measure functional status over time after COVID-19. European Respiratory Journal, 2020; 56 (1) CrossRef MEDLINE PubMed Central
16.Machado FVC, et al.: Construct validity of the Post-COVID-19 Functional Status Scale in adult subjects with COVID-19. Health and quality of life outcomes, 2021; 19 (1): 40 CrossRef MEDLINE PubMed Central
17. Mitchell L: COVID in the older adult (2020); https://www.bgs.org.uk/sites/default/files/content/attachment/2020-06-02/COVID19intheolderadultposterFINAL.pdf (last accessed on 24 September 2021).
18.Basta F, Margiotta DPE, Vadacca M, et al.: Is fatigue a cause of work disability in systemic lupus erythematosus? Results from a systematic literature review. Eur Rev Med Pharmacol Sci 2018; 22 (14): 4589–97.
19.Arnaud L, Gavand PE, Voll R, et al.: Predictors of fatigue and severe fatigue in a large international cohort of patients with systemic lupus erythematosus and a systematic review of the literature. Rheumatology (Oxford) 2019; 58 (6): 987–96 CrossRef MEDLINE
20.Unger ER, Lin JMS, Brimmer DJ, et al.: CDC Grand Rounds: Chronic Fatigue Syndrome – Advancing Research and Clinical Education. MMWR Morb Mortal Wkly Rep 2016; 65 (50–51): 1434–8 CrossRef MEDLINE
21. Komaroff AL, Bateman L. Will COVID-19 Lead to Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome? Front Med (Lausanne) 2020; 7: 606824 CrossRef MEDLINE PubMed Central
22.Rudroff T, Fietsam AC, Deters JR, et al.: Post-COVID-19 Fatigue: Potential Contributing Factors. Brain Sci 2020; 10 (12): 1012 CrossRef MEDLINE PubMed Central
23. Lund LC, Hallas J, Nielsen H, et al.: Post-acute effects of SARS-CoV-2 infection in individuals not requiring hospital admission: a Danish population-based cohort study. Lancet Infect Dis 2021 May 10; doi: 10.1016/S1473-3099(21)00211-5 CrossRef
24.Townsend L, Dowds J, O’Brien K, et al.: Persistent Poor Health Post-COVID-19 Is Not Associated with Respiratory Complications or Initial Disease Severity. Ann Am Thorac Soc 2021; 18 (6): 997–1003 CrossRef MEDLINE PubMed Central
25.Laviolette L, Laveneziana P. Dyspnoea: a multidimensional and multidisciplinary approach. European Respiratory Journal, 2014; 43 (6): 1750–62 CrossRef MEDLINE
26. Copin MC, Parmentier E, Duburcq T, et al.: Time to consider histologic pattern of lung injury to treat critically ill patients with COVID-19 infection. Intensive Care Medicine 2020; 46 (6): 1124–6 CrossRef MEDLINE PubMed Central
27. Han X, Fan Y, Alwalid O, et al.: Six-month follow-up chest CT findings after severe COVID-19 pneumonia. Radiology 2021; 299 (1): E177–86 CrossRef MEDLINE PubMed Central
28.Huang C, Lixue Huang L, Wang Y, et al.: 6-month consequences of COVID-19 in patients discharged from hospital: a cohort study. Lancet 2021; 397 (10270): 220–32 CrossRef
29. Zhao YM, Shang YM, Song WB, et al.: Follow-up study of the pulmonary function and related physiological characteristics of COVID-19 survivors three months after recovery. EClinicalMedicine, 2020 Jul 14; doi: 10.1016/j.eclinm.2020.100463 CrossRef MEDLINE PubMed Central
30.Remy-Jardin M, Duthoit L, Perez T, et al.: Assessment of pulmonary arterial circulation 3 months after hospitalization for SARS-CoV-2 pneumonia: Dual-energy CT (DECT) angiographic study in 55 patients. EClinicalMedicine 2021. Mar 30; doi: 10.1016/j.eclinm.2021.100778 CrossRef MEDLINE PubMed Central
31.Engelen MM, Vandenbriele C, Balthazar T, et al.: Venous Thromboembolism in Patients Discharged after COVID-19 Hospitalization. in Seminars in thrombosis and hemostasis. Semin Thromb Hemost 2021; 47 (4): 362–71 CrossRef MEDLINE
32.Dhawan RT, Gopalan D, Howard L, et al.: Beyond the clot: perfusion imaging of the pulmonary vasculature after COVID-19. Lancet Respir Med 2021; 9 (1): 107–16 CrossRef
33.Behr J, Bonella F, Dinkel J, et al.: S2K-Leitlinie zur Diagnostik der idiopathischen Lungenfibrose. Pneumologie 2020; 74 (05): 263–93 CrossRef MEDLINE
34.Fink L, Jonigk D: Die aktualisierte S2k-Leitlinie zur Diagnostik der idiopathischen Lungenfibrose. Der Pathologe 2021: 42: 40–47 CrossRef MEDLINE
35. Sonnweber T, Sahanic S, Pizzini A, et al.: Cardiopulmonary recovery after COVID-19 – an observational prospective multi-center trial. Eur Respir J 2021; 57 (4): 2003481 CrossRef MEDLINE PubMed Central

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
Themen:

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote