ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2000Bundes­ärzte­kammer: Warnung vor Xenotransplantation

SPEKTRUM: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Bundes­ärzte­kammer: Warnung vor Xenotransplantation

Dtsch Arztebl 2000; 97(12): A-744 / B-608 / C-568

EB

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LNSLNS KÖLN. Die Xenotransplantation ist nach Auffassung der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) zurzeit noch mit großen Risiken verbunden. "Daran hat auch die erfolgreiche Klonierung von Schweinen nichts geändert", sagte der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats der BÄK, Prof. Dr. med. Karl-Friedrich Sewing. Bevor der Schritt vom experimentellen Stadium zum klinischen Einsatz bei Patienten getan werden könne, seien medizinische, ethische und rechtliche Fragen zu beantworten. Die Bundes­ärzte­kammer weist auf ihre Stellungnahme (Heft 28-29/1999) hin, worin es heißt, dass mit dem Transplantat "unbekannte, bisher nur bei Tieren vorkommende Krankheitserreger auf den Menschen übertragen werden könnten, die zwar in ihrem natürlichen Wirt symptomlos und deshalb unentdeckt bleiben, jedoch beim Menschen möglicherweise zu Infektionskrankheiten und deren Verbreitung führen". Zugleich räumte die Kammer ein, dass eine Dekkung des Bedarfs an Spenderorganen vermutlich nur mit Hilfe von Xenotransplantationen erreichbar sei. EB
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