ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2021COVID-19-Pandemie: Deutschlands größtes Impfzentrum

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COVID-19-Pandemie: Deutschlands größtes Impfzentrum

Heinrich, Dirk; Scheidel, Hans-Peter

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Die Hansestadt Hamburg entschied sich Ende 2020 dazu, die Hamburger in einem einzigen zentralen Zentrum gegen COVID-19 zu impfen. Über eine halbe Million Menschen wurden in den Messehallen in knapp acht Monaten durchgeimpft: eine organisatorische Mammutaufgabe, die gelang, weil alle Beteiligten gut zusammenarbeiteten.

Foto: picture alliance/xim.gs
Foto: picture alliance/xim.gs

Am 5. Januar 2021 öffnete Deutschlands größtes Impfzentrum in Hamburg seine Pforten. Die Hansestadt hatte sich für ein zentrales Impfzentrum in den Messehallen entschieden. So war auf einer Fläche von 755,2 km² ein einziges Impfzentrum für die Bewohner der Stadt zuständig, während es in Berlin zum Beispiel sechs Impfzentren auf einer Fläche von 891,8 km² gab. Die Trägerin des Impfzentrums, die Sozialbehörde Hamburg, plante bei Öffnungszeiten von 8 bis 20 Uhr mit einer täglichen Kapazität von circa 7 000 Impfungen.

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Zehntausend Impfungen am Tag

Als das Impfzentrum am 31. August 2021 wieder geschlossen wurde, konnten hier 1 186 917 Impfungen gezählt werden und 583 927 vollständig geimpfte Personen (Tabelle 1). Insgesamt kamen 602 990 Menschen in die Messehallen – weitere wurden von den mobilen Teams der Hansestadt geimpft. Bis zum 31. August wurden im zentralen Impfzentrum Hamburg sowie von den mobilen Teams alle vier von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassenen Impfstoffe strikt nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) eingesetzt: die mRNA-Impfstoffe in Lipid-Nanopartikeln von BioNTech/Pfizer (die Zulassung für Erwachsene erfolgte am 21. Dezember 2020 und für Personen ab zwölf Jahren am 31. Mai 2021) und Moderna (Zulassung für Erwachsene am 6. Januar 2021, für Personen ab zwölf Jahren am 23. Juli 2021) sowie die vektorbasierten, nicht replizierenden Impfstoffe von AstraZeneca (Zulassung für Erwachsene am 29. Januar 2021) und Johnson & Johnson/Janssen (Zulassung für Erwachsene am 11. März 2021).

Impfdosen nach Herstellern, basierend auf einer Planungsübersicht für den Betrieb des Impfzentrums (Nachmeldungen wurden nur teilweise erfasst, da sie für die Planung irrelevant waren – ähnlich wie beim Robert Koch- Institut sind die Zahlen somit kein zu 100 Prozent belastbares Reporting)
Tabelle 1
Impfdosen nach Herstellern, basierend auf einer Planungsübersicht für den Betrieb des Impfzentrums (Nachmeldungen wurden nur teilweise erfasst, da sie für die Planung irrelevant waren – ähnlich wie beim Robert Koch- Institut sind die Zahlen somit kein zu 100 Prozent belastbares Reporting)
Medizinischer Verbrauch in acht Monaten
Tabelle 2
Medizinischer Verbrauch in acht Monaten

Nachdem Anfang April die Impfstoffknappheit beendet war, wurden die ursprünglich vorgesehenen 7 000 Impfungen pro Tag regelhaft überschritten. An drei Tagen führten die Ärzte mehr als 10 000 Impfungen durch. Der Höchstwert lag am 17. Mai bei 10 578. Zwischenzeitlich waren bis zu 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pro Schicht im Impfzentrum tätig. Insgesamt wurden 4 387 Mitarbeiter registriert, darunter 862 Ärztinnen und Ärzte und 1 060 Medizinische Fachangestellte. Durchschnittlich wurden bei ausreichender Impfstoffmenge pro Cluster täglich über 1 000 Impfungen durchgeführt. Das entspricht etwa 130 Impfungen pro Arzt oder circa zehn Minuten pro Impfling.

Von BioNTech/Pfizer wurden mehr als 134 000 Vials verimpft. 329 Vials und 399 Spritzen wurden dabei verworfen. Das sind weniger als 0,3 Prozent. Somit konnten über 99,7 Prozent des im Impfzentrum angelieferten Impfstoffs genutzt werden. Gründe für die Verwürfe waren Partikel im Impfstoff, Fehler bei der Rekonstitution des Impfstoffs und Erschütterungen, zum Beispiel bei heruntergefallenen Spritzen. Im Gegenzug hat das Impfzentrum rund 10 000 überschüssige Vials aus Hamburger Praxen und Krankenhäusern sowie aus Schleswig-Holstein angenommen, nach Überprüfung verwendet und hierdurch vor dem Verfall gerettet.

Impfungen nur in Zentren

Begonnen hatte alles am 6. November 2020, als das Bundesgesundheitsministerium in der Erwartung bald zugelassener Impfstoffe die Nationale Impfstrategie beschloss. Aufgrund der Pandemiesituation und der speziellen Anforderungen an die Lagerung des Impfstoffs wurde dabei festgelegt, dass in einer ersten Phase COVID-19-Impfungen ausschließlich in Impfzentren durchgeführt werden sollten, zu denen auch mobile Impfteams gehören.

Den Bundesländern wurde mit der Auflage die Organisation der Impfzentren übertragen, ab dem 15. Dezember 2020 mit der Impfkampagne zu beginnen. In Hamburg entschied sich die Sozialbehörde zum Aufbau eines zentralen Impfzentrums durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hamburg, die wiederum von externen Akteuren unterstützt wurde, zum Beispiel von einem bundesweit tätigen pharmazeutischen Unternehmen, einer internationalen Marketing- und Eventagentur, einem Personaldienstleister, der Messe Hamburg und Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz, den Johannitern und dem Arbeiter-Samariter-Bund.

In Hamburg starteten am 27. Dezember mobile Impfteams in Pflegeheimen mit der Kampagne. Am 5. Januar eröffnete dann das zentrale Impfzentrum. Ab Januar 2021 standen wöchentlich zunächst circa 15 000 Impfdosen zur Verfügung. Die Dosen wurden nach Maßgabe der Sozialbehörde zwischen den mobilen Impfeinheiten, den Krankenhäusern und dem Impfzentrum aufgeteilt. Bei den limitierten Mengen der mRNA-Impfstoffe war eine Priorisierung von vorrangig zu impfenden Personengruppen erforderlich. Diese Priorisierung wurde mit der Neufassung der Impfverordnung zum 7. Juni 2021 aufgehoben.

Neben unzähligen Gesprächen zwischen der Leitungsebene der Sozialbehörde Hamburg und der Führungsebene der KV fanden zweimal pro Woche – bei Bedarf auch häufiger – Onlinekonferenzen mit den Teamleitungen und weiteren Mitarbeitern statt, in denen aktuelle Themen wie Verordnungsänderungen oder STIKO-Empfehlungen besprochen wurden. Dieser Steuerkreis lenkte das gesamte Geschehen im Impfzentrum und war das zentrale Diskussionsforum. Die operative Umsetzung der dort gefassten Beschlüsse wurde in den täglich stattfindenden Organisationsmeetings unter Führung der Organisatorischen und Medizinischen Leitung geleistet. Insgesamt waren sechs Bereiche für die Koordinierung der Arbeit verantwortlich: die Sozialbehörde, die KV Hamburg, die Organisatorische Leitung (OL) des Impfzentrums, die Medizinische Leitung (ML), das Team der Notärzte und die Personaldienstleitung (Kasten).

Gemäß der Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 der Hansestadt Hamburg vom 8. Februar stellte die Sozialbehörde durch Überprüfung der persönlichen Daten die Impfberechtigung der Menschen fest. Insgesamt wurden dabei circa 19 000 Personen abgewiesen.

Funkgeräte statt Mobiltelefone

Der Organisatorischen Leitung oblag die Gesamtverantwortung für die Leistungsfähigkeit des Impfzentrums. Dazu erfolgte in 71 Steuerungskreisen und 239 Operationsmeetings eine Abstimmung mit den verschiedenen Disziplinen. Externe Dienstleister organisierten weitere Helfer wie Sicherheitskräfte, das Care Team und das Personal für die Lagerhaltung. Sie überwachten auch die Sicherheit und Sauberkeit der Einrichtung und sorgten für die notwendige Ausrüstung, zum Beispiel die Arbeitskleidung, und die ordnungsgemäße Wartung der hauseigenen Geräte. So wurden bei der internen Kommunikation zur Datensicherheit keine Mobiltelefone eingesetzt, sondern Funkgeräte, die gewartet und geladen werden mussten.

Von Anfang an arbeitete das IT-Team intensiv an der Erfassung und Speicherung der Daten. Wie gut die Daten der Geimpften erfasst waren, zeigte sich, als es möglich wurde, den Geimpften ohne weitere Kontakte digitale Impfzertifikate aus den Unterlagen, die ihnen nach der Impfung ausgehändigt worden waren, als Download zur Verfügung zu stellen.

Eine besondere Hilfe für alle Beteiligten war das Care Team, das die Geimpften betreute und Hilfe leistete, wo eine Hilfestellung notwendig wurde – bis hin zum Wechsel von Windeln bei inkontinenten Impflingen. Die meist aus dem Gastro- und Eventmanagement freigestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgten auch für die positiv wahrgenommene gute Laune als „Feel-Good-Manager“. Hinzu kam ein Veranstaltungsmanagement, das den täglichen Betrieb mit administrativen und logistischen Aufgaben sicherstellte und sich auch um die Versorgung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Impfzentrum kümmerte – weitgehend aus Spenden von Sponsoren.

Noch vor der Inbetriebnahme des Impfzentrums hat das Medizinische Leitungsteam ein ausführliches Hygiene- und Antigentestkonzept zum Schutz der Mitarbeiter erstellt sowie ausführliche Standard Operating Procedures (SOP) zu den Prozessen im Impfzentrum ausgearbeitet. Im Verlauf wurde dem Team vom Gesundheitsamt mitgeteilt, dass über 100 PCR-positive Impflinge in Unkenntnis ihrer Infektion das Impfzentrum aufgesucht haben. In keinem Fall musste jedoch eine Quarantäne angeordnet werden. Serielle Antigentests bei den Kontaktpersonen blieben negativ.

In intensiven Schulungen wurden alle medizinischen Fachkräfte vor ihrem Einsatz von der Medizinischen Leitung über Strukturen und Abläufe sowie die Besonderheiten im Umgang mit den Impfstoffen informiert. Die Herstellung der empfindlichen Impfdosen erfolgte in Absprache mit den verantwortlichen Apothekerinnen und Apothekern zentral nach dem Vieraugenprinzip. Der sorgfältige Umgang mit dem Impfstoff wurde den Herstellenden in Hands-on-Schulungen vermittelt.

Um den Fortschritt in der Anwendung der Impfstoffe zu beachten, wurden mehr als 370 Studien, Richtlinien, Empfehlungen, Gesetze und Nachrichten zusammengefasst, 24 Leitlinien medizinischer Fachgesellschaften berücksichtigt, 14 Updates der Impfstoffübersicht angefertigt und ein Impfdashboard für Hamburg programmiert. Dazu durchsuchten die wissenschaftlichen Berater jeden Tag über 60 Webseiten von Ministerien, Instituten, internationalen Organisationen, Peer Review Journals und Preprint Servern, verfassten einen Gesprächsleitfaden für die Impfärzte und erstellten ein Erklärvideo zur Injektionstechnik und der Entsorgung von Nadeln und Spritzen.

Im Impfzentrum wurden acht Impfcluster mit je acht Impfboxen in den Messehallen aufgebaut und variabel nach Impfstofflieferungen und Terminbuchungen aus gelastet. Abbildung: SAHB-Architekten, Olaf Schindel
Im Impfzentrum wurden acht Impfcluster mit je acht Impfboxen in den Messehallen aufgebaut und variabel nach Impfstofflieferungen und Terminbuchungen aus gelastet. Abbildung: SAHB-Architekten, Olaf Schindel

Wöchentliche Newsletter

Die im Lauf der Zeit gewonnenen Erkenntnisse wurden in 40 Videokonferenzen des Medizinischen Leitungsteams erörtert, das Prozedere wurde festgelegt und in wöchentlichen Newslettern sowie 18 aktualisierten Versionen der FAQs den medizinischen Fachkräften zur Verfügung gestellt. Aktuelle Informationen wurden den Teams gemeinsam mit der Organisatorischen Leitung jeweils vor Schichtbeginn bei 478 Briefings in physischer Anwesenheit vermittelt. Ein Mitglied des sechsköpfigen Teams der Medizinischen Leitung stand während der Öffnungszeiten des Impfzentrums stets für Fragen aller Mitarbeitenden und Impflinge zur Verfügung.

Das Testkonzept des Impfzentrums wurde immer wieder diskutiert und an die epidemiologische Lage angepasst. Unzählige positive Rückmeldungen erreichten sowohl die Organisatorische als auch die Medizinische Leitung. Dagegen blieben Beschwerden eine Rarität. Diese wurden gleichwohl in einem eigenen Prozess professionell bearbeitet und beantwortet.

In Erwartung akuter Impfreaktionen war pro Schicht eine Notfallmedizinerin beziehungsweise ein Notfallmediziner durchgehend in Anwesenheitsbereitschaft ansprechbar und wurde in allen Not- und Behandlungsfällen hinzugezogen. Unterstützt wurden diese durch notfallerfahrene Ärzte in den Impfclustern. Weitere Aufgaben der Notärzte waren die Dokumentation von Unerwünschten Arzneiwirkungen (UAW), deren Meldung an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), sowie die Versorgung und Erfassung von Arbeitsunfällen, überwiegend Nadelstichverletzungen.

Sechs Reanimationen

Insgesamt erfolgten sechs Reanimationen. Fünf Personen mit kardio-pulmonalen Vorerkrankung mussten dabei im Impfzentrum vor der Impfung reanimiert werden. Nach erfolgter Reanimation konnten sie verlegt werden. Eine Person, die an ausgeprägten Vorerkrankungen litt, wurde nach der Impfung erfolgreich reanimiert, verstarb jedoch im Krankenhaus. Eine hochbetagte Person verstarb zudem auf dem Gelände noch vor Betreten des Impfzentrums (eTabellen).

Notfallmedizinische Interventionen bei Impfungen mit Comirnaty®
eTabelle 1
Notfallmedizinische Interventionen bei Impfungen mit Comirnaty®
Notfallmedizinische Interventionen bei Impfungen mit Vaxzervira®
eTabelle 2
Notfallmedizinische Interventionen bei Impfungen mit Vaxzervira®
Notfallmedizinische Interventionen bei Impfungen mit Spikevax®
eTabelle 3
Notfallmedizinische Interventionen bei Impfungen mit Spikevax®

Zusätzlich wurden 52 Zwischenfälle durch die Berufsgenossenschaft (BG) dokumentiert, darunter 18 Unfälle, 20 Bagatellverletzungen und 15 Nadelstichverletzungen. In 26 Fällen erfolgte die Weiterleitung an eine BG-Ärztin beziehungsweise einen BG-Arzt. Verlässlich erfasst wurden alle Nadelstichverletzungen. In keinem Fall kam es postexpositionell zu einer nachgewiesenen Infektion.

Im Impfzentrum Hamburg wurde intensiv geschulten selbstorganisierenden Teams die Verantwortung für die Arbeitsabläufe übertragen. Diese Teams entschieden weitgehend selbstständig, wie sie ihre Aufgabe am besten erledigen. Bei einem Impfzentrum dieser Größenordnung war es unmöglich, allen Akteuren permanent über die Schulter zu schauen. Für den Fall, dass in den Impfteams ein Problem auftrat, stand immer ein medizinischer, pharmakologischer und organisatorischer Ansprechpartner zur Verfügung, der mit gutem Beispiel voranging, klare Vorgaben machte, regelmäßig das persönliche Gespräch mit den Mitarbeitern suchte und Empathie zeigte. Auch bei hoher Belastung funktionierte der Alltagsbetrieb reibungslos, sodass stets die Zufriedenheit der Impflinge gewährleistet werden konnte. Bis zuletzt trafen freudig erwartungsvolle Impflinge auf hoch motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Medizinische Leitung und die Notärzte waren in erster Linie dafür verantwortlich, die Tätigkeit der Impfteams so effektiv und sicher wie möglich zu gestalten. Die Medizinische Leitung sorgte auch dafür, dass die Grenzen, innerhalb derer sich die Teams bewegen können, durch SOP klar definiert und alle über die jeweilige Aktualisierung informiert waren. Die Medizinische Leitung wurde bei schwierigen Entscheidungsfindungen, zum Beispiel Impfungen in der Schwangerschaft, stets einbezogen.

Die Organisatorische Leitung war dafür verantwortlich, die Kampagne im Impfzentrum Hamburg zu entwickeln und zu fördern. Dabei entstand ein agiler Unternehmensentwicklungsprozess. Eine Rolle spielte in diesem Zusammenhang auch, das der Betriebszeitraum des Impfzentrums mit acht Monaten zwar länger war als geplant, aber dennoch so begrenzt, dass es möglich war, ohne personelle Wechsel in den Leitungsfunktionen in einem konstanten Team zu arbeiten, das alle Probleme vom Tag der ersten Planung bis zum Betriebsende kannte. Natürlich gab es auch Herausforderungen: Impfstoffmangel, drängelnde Impflinge, Menschen, die sich die Impfung in der Priorisierungsphase erschleichen wollten, ungeplanter Andrang durch Falschmeldungen in sozialen Medien, Warteschlangen infolge eines Notfalleinsatzes im Eingangsbereich, Nachschubprobleme bei Spritzen und Kanülen, überfüllte Parkplätze und anderes mehr.

Positives Echo

Entscheidend war es, diese Herausforderungen anzunehmen und pragmatisch, aber konsequent, zu lösen. Das positive Echo in nationalen und internationalen Medien sowie die dankbaren Rückmeldungen der Impflinge bestätigen, dass dies gelungen ist. Am 31. August 2021 wurde das Impfzentrum Hamburg geschlossen. Die Impfungen erfolgen seither durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie durch mobile Teams in allen Bereichen der Stadt und des täglichen Lebens.

Dr. med. Dirk Heinrich,
Leiter des medizinischen Leitungsteams des Coronaimpfzentrums Hamburg

Prof. Dr. med. Hans-Peter Scheidel,
Medizinischer Leiter im medizinischen Leitungsteam des Coronaimpfzentrums Hamburg

eTabellen im Internet:
www.aerzteblatt.de/211858
oder über QR-Code.

Strukturen und Abläufe im Impfzentrum Hamburg

Im Impfzentrum Hamburg wurden sechs Verantwortungsbereiche festgelegt, um auf diese Weise die Komplexität der Aufgabe zu bewältigen:

  • Hamburger Sozialbehörde
    Verantwortlich für die städtischen Angestellten mit der Berechtigung zur Erhebung persönlicher Daten
  • Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hamburg
    Medizinische und organisatorische Gesamtverantwortung
  • Organisatorische Leitung Impfzentrum
    Verantwortlich für die Abstimmung der Abläufe zwischen allen Beteiligten; Sicherstellung der personellen und materiellen Ressourcen in Absprache mit der KV; verantwortlich und weisungsberechtigt für alle nichtmedizinischen Helferinnen und Helfer inklusive der IT sowie für die Abstimmung mit den verschiedenen Gewerken
  • Medizinisches Leitungsteam
    Verantwortlich für die Festlegung und Einhaltung der jeweiligen Standards, Leitlinien und Empfehlungen für die medizinischen Fachkräfte; Ansprechpartner bei medizinischen Entscheidungen im Einzelfall
  • Team der Notfallärztinnen und -ärzte
    Verantwortlich für die Organisation und die Abläufe der Versorgung im Notfall und bei Arbeitsunfällen
  • Teamleitung Personaldienstleister
    Verantwortlich für die Personalzuteilung und -bereitstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im medizinischen Dienst
Impfdosen nach Herstellern, basierend auf einer Planungsübersicht für den Betrieb des Impfzentrums (Nachmeldungen wurden nur teilweise erfasst, da sie für die Planung irrelevant waren – ähnlich wie beim Robert Koch- Institut sind die Zahlen somit kein zu 100 Prozent belastbares Reporting)
Tabelle 1
Impfdosen nach Herstellern, basierend auf einer Planungsübersicht für den Betrieb des Impfzentrums (Nachmeldungen wurden nur teilweise erfasst, da sie für die Planung irrelevant waren – ähnlich wie beim Robert Koch- Institut sind die Zahlen somit kein zu 100 Prozent belastbares Reporting)
Medizinischer Verbrauch in acht Monaten
Tabelle 2
Medizinischer Verbrauch in acht Monaten
Notfallmedizinische Interventionen bei Impfungen mit Comirnaty®
eTabelle 1
Notfallmedizinische Interventionen bei Impfungen mit Comirnaty®
Notfallmedizinische Interventionen bei Impfungen mit Vaxzervira®
eTabelle 2
Notfallmedizinische Interventionen bei Impfungen mit Vaxzervira®
Notfallmedizinische Interventionen bei Impfungen mit Spikevax®
eTabelle 3
Notfallmedizinische Interventionen bei Impfungen mit Spikevax®

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