ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2021Geschlechtsangleichung: Kein wissenschaftlicher Begriff
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In der Überschrift zu dem Abstract zur Geschlechtsangleichung werden zwei Begriffe genannt, zu denen eine kritische Stellungnahme nötig scheint. „Cisgender“ ist ein abwertendes Wort der identitären Ideologie für heterosexuelle Menschen, ähnlich dem der „Heteronormativität“. Der Begriff „Transgender“ ist ebenfalls kritisch zu hinterfragen, gemeint ist Transsexualität, in Deutschland mit einer Prävalenz von 0,02–0,03 % vorkommend (siehe: Deutsches Ärzteblatt Heft 43/2020, S. 725). „Gender“ ist kein wissenschaftlicher Begriff, sondern zentraler Bestandteil der Identitätsideologie und postuliert, dass das Geschlecht keine biologische Tatsache ist, sondern ein „sprachlich-soziales Konstrukt“, eine „Zuweisung“ sei, über die man sich nach Belieben hinwegsetzen kann. Biologie – und damit auch die wissenschaftlich ausgerichtete Medizin – sei ein „konstruiertes Narrativ“, das biologische Geschlecht ein „Diskurseffekt“. Mit Medizin als Naturwissenschaft sind solche Aussagen unvereinbar.

Donald von Frankenberg (Radiologe), 24116 Kiel

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