ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2021Dieter Beule: Molekulare Daten für klinische Innovationen

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Dieter Beule: Molekulare Daten für klinische Innovationen

Richter-Kuhlmann, Eva

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Dieter Beule, Foto: David Ausserhofer, MDC
Dieter Beule, Foto: David Ausserhofer, MDC

Komplexe molekulare Daten aus Genomsequenzierung, Einzelzellanalysen oder Proteomquantifizierung für eine differenzierte Diagnose und optimale Behandlungsentscheidungen in der Klinik nutzbar zu machen, ist das Ziel von Prof. Dr. rer. nat. Dieter Beule. „Doch das ist gar nicht so einfach“, erklärt der Mitte August an das Berlin Institute of Health (BIH) in der Charité – Universitätsmedizin Berlin berufene Professor für Translationale Bioinformatik.

Beispiel genetisch bedingte Erkrankungen: „Bei drei Milliarden Bausteinen, die das menschliche Erbgut aufweist, stößt jeder Mensch bei der Analyse an seine Grenzen. Man braucht innovative Algorithmen, leistungsfähige Software und neue Verfahren, um eine wirksame interdisziplinäre Zusammenarbeit zu ermöglichen.“ Nur so könnten die individuellen Unterschiede entdeckt und zuverlässig bewertet werden.

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Der 55-Jährige leitet bereits seit 2015 die gemeinsame Core Unit Bioinformatics des BIH, des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft und der Charité, die Ärztinnen und Ärzten dabei hilft „die Nadel im Heuhaufen“ zu finden. In vielen Forschungsprojekten bereits bewährt hat sich die von der Core Unit entwickelte Software „VarFish“, die das Auffinden der genetischen Ursachen von Seltenen Erkrankungen erleichtert. Beule studierte Physik und gründete zwischen 2001 und 2014 zwei Firmen im Bereich Bioinformatik-Dienstleistungen. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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