ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2021Maria Leptin: Bekenntnis zu Stabilität und Freiheit in der Forschung

PERSONALIEN

Maria Leptin: Bekenntnis zu Stabilität und Freiheit in der Forschung

Spielberg, Petra

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Maria Leptin, Foto: Michael Wodak/Universität zu Köln
Maria Leptin, Foto: Michael Wodak/Universität zu Köln

Die deutsche Entwicklungsbiologin Prof. Dr. rer. nat. Maria Leptin ist seit Oktober Präsidentin des Europäischen Forschungsrates (ERC). Dieser ist eine von der Europäischen Kommission eingerichtete wissenschaftsgeleitete Institution zur Förderung von exzellenten europäischen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen.

„Die Errungenschaften und der Wert des ERC sind weithin bekannt und hoch angesehen. Die Leitung einer solchen Organisation ist zweifellos eine anspruchsvolle und wichtige Aufgabe, auf die ich mich sehr freue“, so Leptin anlässlich ihrer Ernennung. Als Hauptziele ihrer Amtszeit nannte die 67-Jährige die Gewährleistung der finanziellen Stabilität des ERC sowie das Bekenntnis zu den Gründungsprinzipien der Exzellenz und der grundlegenden Forschung über die gesamte Bandbreite des Wissens. Ferner will sie Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen ausreichend Flexibilität und Freiheit zum Erforschen und Experimentieren ermöglichen.

Anzeige

Leptin studierte Mathematik und Biologie in Bonn und Heidelberg und begann ihre berufliche Karriere am Basel Institute for Immunology. 1984 ging sie als Postdoktorandin an das Laboratory of Molecular Biology in Cambridge. Ab 1989 arbeitete Leptin am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen. 1994 wurde sie zur Professorin am Institut für Genetik an der Universität Köln ernannt. Darüber hinaus war sie als Gastdozentin in Paris und als Gastforscherin am Wellcome Trust Sanger Institute in Großbritannien tätig. 2010 wurde sie Direktorin der European Molecular Biology Organization. Petra Spielberg

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote