SUPPLEMENT: Perspektiven der Onkologie

Editorial

Dtsch Arztebl 2021; 118(42): [3]

Zylka-Menhorn, Vera

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Dr. med. Vera Zylka-Menhorn, Ressortleiterin Perspektiven
Dr. med. Vera Zylka-Menhorn,
Ressortleiterin Perspektiven

Sollte es nicht gelingen, die Rate der Krebsneuerkrankungen mit Prävention durch gesünderen Lebensstil und Früherkennung zu senken, wird die Malignominzidenz in Europa bis 2040 um 21,4 % ansteigen. Statt bisher 2,8 Millionen Menschen würden 3,4 Millionen jährlich neu an Krebs erkranken. Damit einher geht auch ein markanter Anstieg der Todesrate (32,2 %). Diese Prognose entwarf Manola Bettio von der Europäischen Kommission auf Basis epidemiologischer Modelle, die kürzlich beim Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) vorgestellt worden sind. Ihr Sprecher, Antonio Passaro aus Mailand, kommentierte: „Es ist dringend notwendig, dass diese Modellrechnungen zur Kenntnis genommen und gesundheitspolitische Maßnahmen adäquat angepasst werden.“

Dazu gehören auch die Aufbereitung und Nutzung von „Big Data“ in der Onkologie: Denn im Krankheitsverlauf nur eines Krebspatienten fallen häufig bis zu 100 Terabyte heterogener Daten an: Blut- und Tumorwerte, persönliche Indikatoren, Sequenzier- und Therapiedaten und vieles mehr. Bislang kann diese Fülle an Informationen aus Mangel an geeigneten Verarbeitungsmechanismen kaum genutzt werden. So bleiben vielversprechende personalisierte Therapieansätze häufig Theorie – und die Patienten erhalten immer noch Standardbehandlungen.

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Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre unserer Studienauswahl vom ESMO-Kongress.

Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Perspektiven

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