ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2021Intensivmedizin: Besuche fördern die Genesung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Während der Coronapandemie waren Angehörigenbesuche auf den Intensivstationen in vielen Krankenhäusern untersagt. Besuchsverbote schaden jedoch der Genesung. Und sie können zu traumatischen Belastungen führen – bei den Patienten, ihren Angehörigen und Klinikmitarbeitern.

Fotos: UKJ/Rodigast
Fotos: UKJ/Rodigast

Angehörigenbesuche sind ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von Patientinnen und Patienten. Als Angehörige werden dabei alle Personen verstanden, zu denen Patienten eine bedeutsame Beziehung haben – neben Lebenspartnern zum Beispiel Verwandte (zu denen auch minderjährige Kinder gehören), relevante Freunde, Kollegen und Nachbarn. Besuche fördern die Genesung von Patienten sowie das Situationsverständnis der Angehörigen. Des Weiteren unterstützen sie den optimierten Informationsaustausch mit dem Behandlungsteam und damit die Behandlungsplanung. Juristische Stellvertreter sind darüber hinaus unverzichtbar dafür, den Patientenwillen zu ermitteln und zur Geltung zu bringen.

In Anerkennung der Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen für Krankenhäuser und der limitierten materiellen und personellen Ressourcen müssen pauschale Besuchsverbote in Krankenhäusern während Pandemien vermieden und stattdessen begründete Priorisierungen für Besuche formuliert werden, um diese konzeptuell zu planen und unter pandemischen Bedingungen praktisch umzusetzen. Die Herausforderung besteht darin, eine Balance zu finden zwischen den notwendigen Schutzmaßnahmen in Bezug auf Risiken für die Patientinnen und Patienten, die Angehörigen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einerseits und der möglichst geringen Beschränkung der Angehörigenbesuche andererseits.

Das Besuchskonzept des Krankenhauses sollte insbesondere unter den Bedingungen von Pandemien in ein klinikspezifisches, abgestimmtes Vorgehen zur psychosozialen Notfallversorgung eingebettet sein, in dem die psychosoziale und spirituelle Expertise gebündelt ist. Diese Expertise ist in die Gestaltung der Regelungen für Angehörigenbesuche im Pandemiestab strukturiert und nachvollziehbar einzubeziehen.

Besuchsverbote schaden der Genesung

Besuchsverbote schaden der Genesung von Patientinnen und Patienten und belasten Angehörige sowie Mitarbeiter der Krankenhäuser. Basierend auf Leitlinienempfehlungen etabliert sich in der medizinischen Versorgung zunehmend eine Familienorientierung, so beispielsweise in der Intensivmedizin oder in der Palliativmedizin (1, 2). Es besteht starker fachlicher Konsens, dass die Umsetzung der familienorientierten Versorgung in der Intensivmedizin unter pandemischen Bedingungen Aufgabe von Krankenhäusern ist und eines Konzeptes bedarf, in dem zeitliche, materielle und personelle Ressourcen bereitgestellt werden (3, 4, 5, 6, 7, 8). Dabei soll die psychosoziale und spirituelle Expertise des Krankenhauses in einer abgestimmten psychosozialen Notfallversorgung zusammenwirken und im Pandemiestab verbindlich durch personelle Entsendung vertreten sein (9). Entsprechende Konzepte zur familienorientierten Versorgung wurden bereits präpandemisch publiziert (10). Bestehende Erkenntnisse zur Notwendigkeit der Familienorientierung in der Intensivmedizin wurden auch unter den Bedingungen der COVID-19-Pandemie bestätigt und belegen, dass reduzierter Angehörigenkontakt bei Patienten unter anderem mit einem erhöhten Delirrisiko einhergeht, sich also negativ auf die intensivmedizinische Behandlung auswirkt und den Genesungsprozess verzögert oder sogar verhindert (11). Als besonders bedeutsamer Stressor für Patienten, aber auch für deren Angehörige und in der Konsequenz für die Mitarbeiter der Krankenhäuser, muss die „allgegenwärtige Angst, allein sterben zu müssen“ verstanden werden, die durch die COVID-19-Pandemie sehr viele schwer erkrankte Patientinnen und Patienten mit und ohne COVID-19-Erkrankung durch Besuchsverbote erlebt haben (12).

Mittlerweile sind auch die Folgen von Besuchsverboten für das Befinden der Angehörigen zumindest über den Zeitraum von 1,5 Jahren analysiert. Die Untersuchungen weisen auf deutliche psychische Folgebelastungen im Sinne von Traumafolgestörungen sowie komplizierte Trauerreaktionen hin, wenn Angehörige sich nicht von sterbenden Patienten verabschieden konnten (13, 14). Das Besuchsverbot wird von Angehörigen als außerordentlich belastend erlebt und ist mit der Angst assoziiert, dass die erkrankten Familienangehörigen allein versterben müssen. Die Umsetzung von virtuellen Besuchen und die regelmäßige Information über den aktuellen Zustand des Patienten hat daher eine große Relevanz für die Kommunikation zwischen Patienten und Angehörigen sowie zwischen Angehörigen und dem Behandlungsteam (15). Wird diesen kommunikativen Aspekten während der Behandlung und insbesondere im Kontext von Entscheidungen zur Therapiebegrenzung zu wenig Relevanz eingeräumt, zum Beispiel indem keine regelmäßige, verlässliche virtuelle Besuchsmöglichkeit angeboten wird oder Telefonate mit Angehörigen nicht systematisch erfolgen, ist deren Belastung deutlich erhöht (8, 15).

Erhöhtes psychisches Belastungserleben

Das Besuchsverbot wirkte sich seit Beginn der COVID-19-Pandemie auch auf das Befinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kliniken aus und führte beispielsweise zu einem erhöhten psychischen Belastungserleben, wenn Verabschiedungen in Sterbesituationen nicht möglich waren (16). Die Mitarbeiter waren damit konfrontiert, dass sie Familien die Begleitung ihrer Angehörigen in existenziellen Situationen wie zum Beispiel in der Sterbephase der Patienten verwehren mussten, obwohl dies ihrem eigenen ethischen Grundverständnis widersprach. Trost und Beistand konnten nur sehr eingeschränkt gespendet werden, insbesondere, wenn Angehörige in krisenhaften Situationen, in denen sie sich selbst in Quarantäne befanden, telefonisch oder per Video von Mitarbeitern der Intensivstation begleitet werden mussten. Auch die Begleitung einer hohen Anzahl sterbender Patienten ist als Stressor für Mitarbeiter bedeutsam. Vor allem bei COVID-19-Patienten konnte eine solche Begleitung während der Pandemie infolge einer hohen Anzahl Sterbender, verbunden mit dem Mangel an (qualifiziertem) Personal, teilweise nicht den eigenen fachlichen Ansprüchen genügend umgesetzt werden (12, 17). Grundsätzlich sind Situationen, in denen Patienten und Angehörige keine adäquate emotionale Unterstützung erhalten, als wesentlicher Faktor für moralischen Stress von Mitarbeitern im Rahmen der Pandemie zu nennen (18, 19). Dieser Stress wiederum gefährdet die Gesundheit und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter erheblich (20).

Dr. rer. nat. Teresa Deffner ermöglicht einem COVID-19-Patienten auf der Intensivstation Kontakt zu seinen Angehörigen.
Dr. rer. nat. Teresa Deffner ermöglicht einem COVID-19-Patienten auf der Intensivstation Kontakt zu seinen Angehörigen.

Umsetzung von Besuchsregelungen

Grundlegend ist die fortlaufende, auf den gültigen Landesverordnungen basierende Anpassung der Besuchsregelung sowie deren adressatengerechte Kommunikation. Eine Priorisierung von Besuchskontakten kann nur erfolgen, wenn folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Eine tägliche patientenspezifische Erhebung des individuellen Bedarfs vor dem Hintergrund der psychischen Belastung beziehungsweise des Risikos für klinisch relevante psychische Folgebelastung und/oder einer Beeinträchtigung der Therapieadhärenz und einer damit einhergehenden verzögerten Genesung von Patienten.
  • Die Ermittlung der Krankenhausbereiche mit dem größten Bedarf an Unterstützung bei der Umsetzung von Besuchen: Isolationsbereiche; Bereiche mit erhöhter Anzahl an schwer erkrankten Patienten beziehungsweise mit Menschen, die nicht selbst Kontakt halten können; Bereiche mit einer erhöhten Anzahl sterbender Patienten; Bereiche mit Patienten, die ihren Willen nicht oder nur eingeschränkt zum Ausdruck bringen können.
  • Das Besuchsformat (virtuell oder in Präsenz) zwischen Patienten und Angehörigen sollte für jeden Besuch individuell festgelegt werden. Das Risiko der Transmission von Erregern über Besucher im Krankenhaus soll wegen seiner außerordentlichen Relevanz für die Entscheidung zu Einschränkungen von Besuchen in Pandemien hinreichend untersucht werden. Eine Übertragung ohne Mund-Nasen-Schutz durch Angehörige wird als Einzelfall berichtet, daneben gibt es aber Belege dafür, dass geplante und geregelte Besuche während Pandemie grundsätzlich ohne einen Anstieg von Infektionen bei Patienten möglich sind (21, 22).
  • Wo Einschränkungen von Besuchen durch andere Maßnahmen wie zum Beispiel Rooming-in im Familienzimmer vermeidbar sind, sind diese umzusetzen (23).
  • Es werden verantwortliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zum Beispiel der klinischen psychosozialen Notfallversorgung, zur Begleitung der Besuche beziehungsweise zur Umsetzung von virtuellen Besuchsalternativen bestimmt. Patienten, Angehörige und Mitarbeiter sind fortlaufend über die aktuelle Besuchsregelung sowie über Ansprechpartner für Ausnahmen zu informieren. Ausnahmen von bestehenden Regelungen müssen ebenfalls nachvollziehbar entschieden und kommuniziert werden (24).

Angehörigenbesuche berühren die Grundrechte

Pandemiebedingte, notwendige Einschränkungen von Besuchsmöglichkeiten dürfen keinesfalls zu einer völligen Isolation von Patientinnen und Patienten führen. Angehörigenbesuche sind als Rechte der Patienten und Angehörigen auf soziale Kontakte – also als Grundrechte – zu verstehen und laut aktueller Rechtsprechung im Sinne der Persönlichkeitsentfaltung (§§ 1 und 2 GG) grundsätzlich im Rahmen der aktuellen Verordnungen basierend auf einem Besuchskonzept zu ermöglichen (25). Daraus ergibt sich auch, dass Einschränkungen von Besuchen regelmäßig auf das aktuelle Infektionsrisiko abzustimmen sind. Sobald der Grund für Beschränkungen wegfällt, zum Beispiel durch Impfungen oder den hinreichend sicheren Ausschluss einer Infektion durch eine Testmethode, sind diese unverzüglich wieder zu lockern.

  • Zitierweise dieses Beitrags:
    Dtsch Arztebl 2021; 118 (45): A 2112–4

Anschrift für die Verfasser:
Dr. rer. nat. Teresa Deffner
Universitätsklinikum Jena,
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
Kastanienstraße 1, 07747 Jena
teresa.deffner@med.uni-jena.de

Für die Sektionen Ethik und Psychologische Versorgungsstrukturen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).

Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit4521
oder über QR-Code.

Notwendige Neuregelungen

  • Grundsätzlich müssen Angehörigenbesuche als Teil der Patientenbehandlung und in Anerkennung des Rechts der Patienten auf soziale Kontakte während Pandemien in Krankenhäusern weiter gestattet bleiben.
  • Besuchskonzepte werden interprofessionell im Pandemiestab des Krankenhauses basierend auf den aktuellen Verordnungen des Bundeslandes entwickelt, unter angemessenen personellen Ressourcen umgesetzt und kontinuierlich an diese angepasst.
  • Patienten, Angehörige und Mitarbeiter des Krankenhauses sind über die jeweils aktuelle Regelung und Ansprechpartner für Fragen zur Besuchsregelung sowie für die Entscheidung von Ausnahmen in Kenntnis zu setzen.
  • Die Anzahl besuchender Angehöriger sollte reduziert und auf Besucher aus dem engsten Personenkreis eingegrenzt werden, der – wenn möglich – in Absprache mit den Patienten definiert wird. Dabei haben Angehörige, die als Vorsorgebevollmächtigte oder Betreuer eingesetzt sind, Priorität, da sie im Bedarfsfall verpflichtet sind, den mutmaßlichen Patientenwillen bei der Behandlungsplanung zu vertreten. Dies gilt auch für gesetzliche Fremdbetreuer.
  • Patienten und deren Angehörige werden sowohl über die Risiken von Besuchen als auch über die Risiken von fehlenden Besuchen aufgeklärt.
  • Digitale Alternativen zum persönlichen Besuch, zum Beispiel per Videotelefonie, müssen durch das Krankenhaus mit datenschutzkonformen Kommunikationslösungen angeboten werden. Dafür ist die Bereitstellung von entsprechender Infrastruktur durch das Krankenhaus geboten.
  • Zur Umsetzung eines sicheren Angehörigenbesuchs entwickelt das Krankenhaus ein Schutzkonzept, das Besuche ermöglicht. Es ist verantwortlich für
  • die Koordination der Angehörigenbesuche inklusive eines Terminmanagements, das auch die Anzahl und Verteilung der Besuche über den Tag berücksichtigt,
  • eine ausgewogene Entscheidung über die Dauer eines einzelnen Besuchs,
  • die Erfassung von Daten zur Kontaktnachverfolgung,
  • die Hygieneunterweisung und die Einhaltung der Hygienemaßnahmen vor, während und nach dem Besuch,
  • die Bereitstellung von persönlicher Schutzausrüstung,
  • die Supervision des An- und Ablegens von persönlicher Schutzausrüstung sowie
  • die Fortführung von bereits im Krankenhaus etablierten Strukturen der Angehörigenbetreuung.
  • Das Krankenhaus trägt dafür Sorge, dass das Abschiednehmen von (nicht infektiösen und infektiösen) sterbenden Patientinnen und Patienten basierend auf den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts stets für einen begrenzten Personenkreis ermöglicht wird.
1.
Davidson JE, Aslakson RA, Long AC, Puntillo KA, Kross EK, Hart J, Cox CE, Wunsch H, Wickline MA, Nunnally ME, Netzer G, Kentish-Barnes N, Sprung CL, Hartog CS, Coombs M, Gerritsen RT, Hopkins RO, Franck LS, Skrobik Y, Kon AA, Scruth EA, Harvey MA, Lewis-Newby M, White DB, Swoboda SM, Cooke CR, Levy MM, Azoulay E, Curtis JR: Guidelines for Family-Centered Care in the Neonatal, Pediatric, and Adult ICU. Crit Care Med Januar 2017; 45 (1): 103–28. doi: 10.1097/CCM.0000000000002169 CrossRef MEDLINE
2.
AWMF (2019): S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nichtheilbaren Krebserkrankung. AWMF-Leitliniennummer 128–001OL. https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/128-001OL.html (last accessed on 22 July 2021).
3.
Azoulay E, Kentish-Barnes N: A 5-point strategy for improved connection with relatives of critically ill patients with COVID-19. Lancet Respir Med Juni 2020; 8 (6): e52. doi: 10.1016/S2213–2600(20) 30223-X CrossRef
4.
Azoulay É, Curtis JR, Kentish-Barnes N: Ten reasons for focusing on the care we provide for family members of critically ill patients with COVID-19. Intensive Care Med Februar 2021; 47 (2): 230–3. doi: 10.1007/s00134–020–06319 –5 CrossRef MEDLINE PubMed Central
5.
Hart JL, Turnbull AE, Oppenheim IM, Courtright KR: Family-Centered Care During the COVID-19 Era. J Pain Symptom Manage August 2020; 60 (2): e93–7. doi: 10.1016/j.jpainsymman.2020.04.017 CrossRef MEDLINE PubMed Central
6.
Intensive Care Society: Statement on family and relatives visiting during the COVID-19 pandemic June 2021. https://www.ics.ac.uk/ICS/COVID-19/COVID-19_patient_and_relative/Patient_and_Relative_Resources.aspx (last accessed on 12 July 2021).
7.
Mistraletti G, Giannini A, Gristina G, Malacarne P, Mazzon D, Cerutti E, Galazzi A, Giubbilo I, Vergano M, Zagrebelsky V, Riccioni L, Grasselli G, Scelsi S, Cecconi M, Petrini F: Why and how to open intensive care units to family visits during the pandemic. Crit Care 2. Juni 2021; 25 (1): 191. doi: 10.1186/s13054–021–03608–3 CrossRef MEDLINE PubMed Central
8.
Versek M, Smith D, Griffin H, Carpenter JG, Feder SL, Shreve ST, Nelson FX, Kinder D, Thorpe JM, Kutney-Lee A: End-Of-Life Care in the Time of COVID-19: Communication Matters More Than Ever. J Pain Symptom Manage 5. Januar 2021: S0885–3924 (20) 30975–1. doi: 10.1016/j.jpainsymman.2020. 12.024. Epub ahead of print. PMID: 33412269; PMCID: PMC7784540 CrossRef MEDLINE PubMed Central
9.
Deffner T, Hierundar A, Arndt D, Hinzmann D: Klinische psychosoziale Notfallversorgung im Rahmen von COVID19 – Handlungsempfehlungen. 2020; https://www.divi.de/joomlatools-files/docman-files/publikationen/covid-19-dokumente/200321-COVID19-psychosoziale-notfallversorgung.pdf (last accessed on 14 July 2021).
10.
Papadimos TJ, Marcolini EG, Hadian M, Hardart GE, Ward N, Levy MM, Stawicki SP, Davidson JE: Ethics of Outbreaks Position Statement. Part 2: Family-Centered Care. Crit Care Med November 2018; 46 (11): 1856–60. doi: 10.1097/CCM.0000000000003363 CrossRef MEDLINE
11.
Pun BT, Badenes R, Heras La Calle G: Prevalence and risk factors for delirium in critically ill patients with COVID-19 (COVID-D): a multicentre cohort study. Lancet Respir Med 8. Januar 2021: S2213–2600 (20) 30552-X.
12.
Wakam GK, Montgomery JR, Biesterveld BE, Brown CS: Not Dying Alone – Modern Compassionate Care in the Covid-19 Pandemic. N Engl J Med 11. Juni 2020; 382 (24): e88. doi: 10.1056/NEJMp2007781 CrossRef MEDLINE PubMed Central
13.
Kentish-Barnes N, Degos P, Viau C, Pochard F, Azoulay E: „It was a nightmare until I saw my wife“: the importance of family presence for patients with COVID-19 hospitalized in the ICU. Intensive Care Med Juli 2021a; 47 (7): 792–4. doi: 10.1007/s00134–021–06411–4 CrossRef MEDLINE PubMed Central
14.
Kentish-Barnes N, Cohen-Solal Z, Morin L, Souppart V, Pochard F, Azoulay E: Lived Experiences of Family Members of Patients With Severe COVID-19 Who Died in Intensive Care Units in France. JAMA Netw Open 1. Juni 2021b; 4 (6): e2113355. doi: 10.1001/jamanetworkopen.2021.13355 CrossRef MEDLINE PubMed Central
15.
Feder S, Smith D, Griffin H, Shreve ST, Kinder D, Kutney-Lee A, Ersek M: „Why Couldn’t I Go in To See Him?“ Bereaved Families’ Perceptions of End-of-Life Communication During COVID-19. J Am Geriatr Soc März 2021; 69 (3): 587–92. doi: 10.1111/jgs.16993 CrossRef MEDLINE PubMed Central
16.
Cook DJ, Takaoka A, Hoad N, Swinton M, Clarke FJ, Rudkowski JC, Heels-Ansdell D, Boyle A, Toledo F, Dennis BB, Fiest K, Vanstone M: Clinician Perspectives on Caring for Dying Patients During the Pandemic: A Mixed-Methods Study. Ann Intern Med April 2021; 174 (4): 493–500. doi: 10.7326/M20–6943 CrossRef MEDLINE PubMed Central
17.
Godshall M: CNE, CCRN, CPN Coping with moral distress during COVID-19. Nursing February 2021, 51 (2): 55–8 doi: 10.1097/01.NURSE.0000731840.43661.99 CrossRef MEDLINE
18.
Donkers MA, Gilissen VJHS, Candel, MJJM, et al.: Moral distress and ethical climate in intensive care medicine during COVID-19: a nationwide study. BMC Med Ethics 2021; 22: 73. https://doi.org/10.1186/s12910-021-00641-3 CrossRef MEDLINE PubMed Central
19.
Morley G, Sese D, Rajendram P, Horsburgh CC: Addressing caregiver moral distress during the COVID-19 pandemic. Cleveland Clinic Journal of Medicine Juni 2020. doi: 10.3949/ccjm.87a.ccc047 CrossRef MEDLINE
20.
Moss M, Good VS, Gozal D, Kleinpell R, Sessler CN: An Official Critical Care Societies Collaborative Statement: Burnout Syndrome in Critical Care Health Care Professionals: A Call for Action. Am J Crit Care 1 July 2016; 25 (4): 368–76. doi: https://doi.org/10.4037/ajcc2016133 CrossRef MEDLINE
21.
Rhee C, Baker M, Vaidya V, et al.: Incidence of Nosocomial COVID-19 in Patients Hospitalized at a Large US Academic Medical Center. JAMA Netw Open 2020; 3 (9): e2020498. doi:10.1001/jamanetworkopen.2020.20498 CrossRef MEDLINE PubMed Central
22.
Wee LE, Conceicao EP, Sim JX, Aung MK, Venkatachalam I: The impact of visitor restrictions on health care-associated respiratory viral infections during the COVID-19 pandemic: Experience of a tertiary hospital in Singapore. Am J Infect Control Januar 2021; 49 (1): 134–5. doi: 10.1016/j.ajic.2020.11.006 CrossRef MEDLINE PubMed Central
23.
Ely EW: Each person is a world in COVID-19. Lancet Respir Med März 2021; 9 (3): 236–7. doi: 10.1016/S2213-2600(21)00027-8. Epub 22. Januar 2021. PMID: 33493443 CrossRef
24.
Rogge A, Naeve-Nydahl M, Nydahl P, Rave F, Knochel K, Woellert K, Schmalz C: Ethische Entscheidungsempfehlungen zu Besuchsregelungen im Krankenhaus während der COVID-19-Pandemie [Recommendations for ethical decision making regarding hospital visitation during the COVID-19 pandemic]. Med Klin Intensivmed Notfmed Juni 2021;116 (5): 415–20. German. doi: 10.1007/s00063-021-00805-4 CrossRef MEDLINE PubMed Central
25.
Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen: Schutz von Krankenhäusern und Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen vor dem Eintrag von SARS-CoV-2-Viren unter Berücksichtigung des Rechts auf soziale Kontakte der Patientinnen und Patienten. Allgemeinverfügung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (CoronaAVKrankenhäuser/Vorsorge/Reha/Besuche) vom 18. Juni 2021. https://www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/210618_coronaavkrankenhaeuservorsorgerehabesuche.pdf) (last accessed on 19 July 2021).
Universitätsklinikum Jena, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin: Dr. rer. nat. Deffner
Universitätsklinikum Rostock, Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie: Dr. rer. hum. Hierundar
Dr. von Haunersches Kinderspital LMU-Klinikum München: Dr. med. Knochel
DRK Kliniken Berlin Westend: Münch
Medizinische Hochschule Hannover, Institut für Ethik, Geschichte und Philosophie der Medizin: Dr. med. Neitzke
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin: Dr. rer. hum. Nydahl
Christian-Albrechts-Universität Kiel, Institut für Experimentelle Medizin, Medizinethik: Dr. med. Rogge
1.Davidson JE, Aslakson RA, Long AC, Puntillo KA, Kross EK, Hart J, Cox CE, Wunsch H, Wickline MA, Nunnally ME, Netzer G, Kentish-Barnes N, Sprung CL, Hartog CS, Coombs M, Gerritsen RT, Hopkins RO, Franck LS, Skrobik Y, Kon AA, Scruth EA, Harvey MA, Lewis-Newby M, White DB, Swoboda SM, Cooke CR, Levy MM, Azoulay E, Curtis JR: Guidelines for Family-Centered Care in the Neonatal, Pediatric, and Adult ICU. Crit Care Med Januar 2017; 45 (1): 103–28. doi: 10.1097/CCM.0000000000002169 CrossRef MEDLINE
2. AWMF (2019): S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nichtheilbaren Krebserkrankung. AWMF-Leitliniennummer 128–001OL. https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/128-001OL.html (last accessed on 22 July 2021).
3. Azoulay E, Kentish-Barnes N: A 5-point strategy for improved connection with relatives of critically ill patients with COVID-19. Lancet Respir Med Juni 2020; 8 (6): e52. doi: 10.1016/S2213–2600(20) 30223-X CrossRef
4. Azoulay É, Curtis JR, Kentish-Barnes N: Ten reasons for focusing on the care we provide for family members of critically ill patients with COVID-19. Intensive Care Med Februar 2021; 47 (2): 230–3. doi: 10.1007/s00134–020–06319 –5 CrossRef MEDLINE PubMed Central
5. Hart JL, Turnbull AE, Oppenheim IM, Courtright KR: Family-Centered Care During the COVID-19 Era. J Pain Symptom Manage August 2020; 60 (2): e93–7. doi: 10.1016/j.jpainsymman.2020.04.017 CrossRef MEDLINE PubMed Central
6. Intensive Care Society: Statement on family and relatives visiting during the COVID-19 pandemic June 2021. https://www.ics.ac.uk/ICS/COVID-19/COVID-19_patient_and_relative/Patient_and_Relative_Resources.aspx (last accessed on 12 July 2021).
7. Mistraletti G, Giannini A, Gristina G, Malacarne P, Mazzon D, Cerutti E, Galazzi A, Giubbilo I, Vergano M, Zagrebelsky V, Riccioni L, Grasselli G, Scelsi S, Cecconi M, Petrini F: Why and how to open intensive care units to family visits during the pandemic. Crit Care 2. Juni 2021; 25 (1): 191. doi: 10.1186/s13054–021–03608–3 CrossRef MEDLINE PubMed Central
8. Versek M, Smith D, Griffin H, Carpenter JG, Feder SL, Shreve ST, Nelson FX, Kinder D, Thorpe JM, Kutney-Lee A: End-Of-Life Care in the Time of COVID-19: Communication Matters More Than Ever. J Pain Symptom Manage 5. Januar 2021: S0885–3924 (20) 30975–1. doi: 10.1016/j.jpainsymman.2020. 12.024. Epub ahead of print. PMID: 33412269; PMCID: PMC7784540 CrossRef MEDLINE PubMed Central
9.Deffner T, Hierundar A, Arndt D, Hinzmann D: Klinische psychosoziale Notfallversorgung im Rahmen von COVID19 – Handlungsempfehlungen. 2020; https://www.divi.de/joomlatools-files/docman-files/publikationen/covid-19-dokumente/200321-COVID19-psychosoziale-notfallversorgung.pdf (last accessed on 14 July 2021).
10. Papadimos TJ, Marcolini EG, Hadian M, Hardart GE, Ward N, Levy MM, Stawicki SP, Davidson JE: Ethics of Outbreaks Position Statement. Part 2: Family-Centered Care. Crit Care Med November 2018; 46 (11): 1856–60. doi: 10.1097/CCM.0000000000003363 CrossRef MEDLINE
11. Pun BT, Badenes R, Heras La Calle G: Prevalence and risk factors for delirium in critically ill patients with COVID-19 (COVID-D): a multicentre cohort study. Lancet Respir Med 8. Januar 2021: S2213–2600 (20) 30552-X.
12. Wakam GK, Montgomery JR, Biesterveld BE, Brown CS: Not Dying Alone – Modern Compassionate Care in the Covid-19 Pandemic. N Engl J Med 11. Juni 2020; 382 (24): e88. doi: 10.1056/NEJMp2007781 CrossRef MEDLINE PubMed Central
13. Kentish-Barnes N, Degos P, Viau C, Pochard F, Azoulay E: „It was a nightmare until I saw my wife“: the importance of family presence for patients with COVID-19 hospitalized in the ICU. Intensive Care Med Juli 2021a; 47 (7): 792–4. doi: 10.1007/s00134–021–06411–4 CrossRef MEDLINE PubMed Central
14. Kentish-Barnes N, Cohen-Solal Z, Morin L, Souppart V, Pochard F, Azoulay E: Lived Experiences of Family Members of Patients With Severe COVID-19 Who Died in Intensive Care Units in France. JAMA Netw Open 1. Juni 2021b; 4 (6): e2113355. doi: 10.1001/jamanetworkopen.2021.13355 CrossRef MEDLINE PubMed Central
15. Feder S, Smith D, Griffin H, Shreve ST, Kinder D, Kutney-Lee A, Ersek M: „Why Couldn’t I Go in To See Him?“ Bereaved Families’ Perceptions of End-of-Life Communication During COVID-19. J Am Geriatr Soc März 2021; 69 (3): 587–92. doi: 10.1111/jgs.16993 CrossRef MEDLINE PubMed Central
16. Cook DJ, Takaoka A, Hoad N, Swinton M, Clarke FJ, Rudkowski JC, Heels-Ansdell D, Boyle A, Toledo F, Dennis BB, Fiest K, Vanstone M: Clinician Perspectives on Caring for Dying Patients During the Pandemic: A Mixed-Methods Study. Ann Intern Med April 2021; 174 (4): 493–500. doi: 10.7326/M20–6943 CrossRef MEDLINE PubMed Central
17. Godshall M: CNE, CCRN, CPN Coping with moral distress during COVID-19. Nursing February 2021, 51 (2): 55–8 doi: 10.1097/01.NURSE.0000731840.43661.99 CrossRef MEDLINE
18. Donkers MA, Gilissen VJHS, Candel, MJJM, et al.: Moral distress and ethical climate in intensive care medicine during COVID-19: a nationwide study. BMC Med Ethics 2021; 22: 73. https://doi.org/10.1186/s12910-021-00641-3 CrossRef MEDLINE PubMed Central
19. Morley G, Sese D, Rajendram P, Horsburgh CC: Addressing caregiver moral distress during the COVID-19 pandemic. Cleveland Clinic Journal of Medicine Juni 2020. doi: 10.3949/ccjm.87a.ccc047 CrossRef MEDLINE
20. Moss M, Good VS, Gozal D, Kleinpell R, Sessler CN: An Official Critical Care Societies Collaborative Statement: Burnout Syndrome in Critical Care Health Care Professionals: A Call for Action. Am J Crit Care 1 July 2016; 25 (4): 368–76. doi: https://doi.org/10.4037/ajcc2016133 CrossRef MEDLINE
21. Rhee C, Baker M, Vaidya V, et al.: Incidence of Nosocomial COVID-19 in Patients Hospitalized at a Large US Academic Medical Center. JAMA Netw Open 2020; 3 (9): e2020498. doi:10.1001/jamanetworkopen.2020.20498 CrossRef MEDLINE PubMed Central
22.Wee LE, Conceicao EP, Sim JX, Aung MK, Venkatachalam I: The impact of visitor restrictions on health care-associated respiratory viral infections during the COVID-19 pandemic: Experience of a tertiary hospital in Singapore. Am J Infect Control Januar 2021; 49 (1): 134–5. doi: 10.1016/j.ajic.2020.11.006 CrossRef MEDLINE PubMed Central
23. Ely EW: Each person is a world in COVID-19. Lancet Respir Med März 2021; 9 (3): 236–7. doi: 10.1016/S2213-2600(21)00027-8. Epub 22. Januar 2021. PMID: 33493443 CrossRef
24. Rogge A, Naeve-Nydahl M, Nydahl P, Rave F, Knochel K, Woellert K, Schmalz C: Ethische Entscheidungsempfehlungen zu Besuchsregelungen im Krankenhaus während der COVID-19-Pandemie [Recommendations for ethical decision making regarding hospital visitation during the COVID-19 pandemic]. Med Klin Intensivmed Notfmed Juni 2021;116 (5): 415–20. German. doi: 10.1007/s00063-021-00805-4 CrossRef MEDLINE PubMed Central
25. Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen: Schutz von Krankenhäusern und Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen vor dem Eintrag von SARS-CoV-2-Viren unter Berücksichtigung des Rechts auf soziale Kontakte der Patientinnen und Patienten. Allgemeinverfügung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (CoronaAVKrankenhäuser/Vorsorge/Reha/Besuche) vom 18. Juni 2021. https://www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/210618_coronaavkrankenhaeuservorsorgerehabesuche.pdf) (last accessed on 19 July 2021).

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote