ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2021Sylvia Thun: Standards für medizinische Daten

PERSONALIEN

Sylvia Thun: Standards für medizinische Daten

Richter-Kuhlmann, Eva

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Sylvia Thun. Foto: Thomas Rafalzyk/BIH
Sylvia Thun. Foto: Thomas Rafalzyk/BIH

Die Ärztin, Diplom-Ingenieurin und Expertin für IT-Standards im Gesundheitswesen, Prof. Dr. med. Sylvia Thun, ist seit Oktober Professorin für Digitale Medizin und Interoperabilität auf Lebenszeit am Berlin Institute of Health in der Charité (BIH).

Seit 2018 leitet Thun bereits am BIH die Core Unit eHealth und Interoperabilität und beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit IT-Standards für den barrierefreien Datenaustausch.

Anzeige

„Wir haben einen riesigen Datenschatz“, sagt Thun. „Es wäre unethisch, diese Daten nicht zu nutzen!“ Da die Daten aus Forschung und Versorgung jedoch häufig unterschiedlich formuliert, formatiert und in verschiedenen Softwaresystemen gespeichert sind, sei dies nicht so einfach. „Wir brauchen Kommunikationsstandards im Gesundheitswesen“, fordert sie.

Die einheitliche Datenhandhabung wird auch von der Politik unterstützt: Einerseits mit dem Krankenhauszukunftsgesetz des Bundesgesundheitsministeriums, dessen Reifegradmessung zur digitalen Zukunftsfähigkeit „DigitalRadar“ Thun leitet. Ferner durch das Bundesforschungsministerium BMBF: „In fast allen deutschen Universitätskliniken werden im Rahmen der Medizininformatik-Initiative des BMBF Datenintegrationszentren aufgebaut, die Konzepte entwickeln, wie Daten dokumentiert und gemeinsam datenschutzkonform genutzt werden können“, erläutert sie.

Thun studierte Physikalische Technik/Biomedizinische Technik sowie Humanmedizin an der RWTH Aachen. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote