ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2021Thomas Boehm: Der Konstruktion des Immunsystems auf der Spur

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Thomas Boehm: Der Konstruktion des Immunsystems auf der Spur

Richter-Kuhlmann, Eva

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Thomas Boehm. Foto: Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik
Thomas Boehm. Foto: Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik

Der Immunologe Prof. Dr. med. Thomas Boehm (65) erhielt im Oktober den mit 100 000 Euro dotierten Heinrich-Wieland-Preis 2021. Die Boehringer Ingelheim Stiftung würdigt damit die Beiträge des langjährigen Direktors des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg für das Verständnis der Entwicklung und Evolution des Immunsystems.

Im Fokus der Forschung des Freiburger Immunologen stehen vor allem die Entwicklung und Funktion des Thymus, der T-Zellen sowie die Evolution der adaptiven Immunität. Dabei entdeckte er einen Schlüsselregulator im Thymus, der die Entwicklung der T-Zellen steuert. Neben Mechanismen der T-Zellen-Entwicklung konnte er molekulare Grundlagen verschiedener Immunschwächekrankheiten identifizieren. Seine Forschung trägt dazu bei, neue Diagnoseverfahren und Behandlungsansätze für Immunerkrankungen zu finden. Seine Erkenntnisse haben aber auch Bedeutung für die Transplantationsmedizin.

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Medizin studierte Boehm an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Danach war er als Wissenschaftlicher Assistent an den Zentren für Kinderheilkunde und Biologische Chemie tätig. 1991 wurde er zum Professor für Molekulare Medizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg berufen und wechselte 1994 ans Deutsche Krebsforschungszentrum nach Heidelberg. Seit 1998 ist er Direktor am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik und Honorarprofessor an der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg sowie seit 2002 Mitglied der Leopoldina. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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