ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2000Krankenhaus: Eine Schande

SPEKTRUM: Leserbriefe

Krankenhaus: Eine Schande

Sperling, Jürgen

Zu dem Beitrag "Mangelernährung - ein zunehmendes Problem" von Prof. Dr. med. Peter Schauder in Heft 7/2000:
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LNSLNS . . . Bis zu 20 Prozent Mangelernährte in Kliniken sind eine Schande, die Ernährung aber auch hinsichtlich Auswahl, Angebot, Geschmack und Präsentation unverändert mies. Bei einem Budget um 10 DM pro Tag pro Patient auch kein Wunder! Wahrscheinlich haben die Verantwortlichen Aktien an den
Cafeterien und Würstchenbuden vor den Kliniken, denn die boomen.
Zwei Fakten lassen die Vermutung zu, dass die Verantwortlichen gar kein ernsthaftes Interesse daran haben, diese "Dritte-Welt-Probleme" in Deutschland zu lösen:
« Die Tatsache, dass die Bundesregierung seit Jahren ernährungsmedizinische Programme fördert mit dem Ziel, die Ernährung der Bevölkerung und der Patienten zu verbessern, ohne dass sich irgend etwas an der Misere geändert hätte.
Die Bildung einer Kom-mission auf EU-Ebene zur Erarbeitung von Richtlinien, die dann in den EU-Ländern erstmal diskutiert werden müssen, um dann vielleicht im Jahr 2050 umgesetzt zu werden.
Dabei fällt mir eine leichte, schnelle und wahrscheinlich auch billigere, aber sicher effektive Übergangs-DauerLösung ein, diese Unwürdigkeit zu ändern: Man sollte es an den Kliniken mal mit einer engagierten und mit viel Kompetenzen ausgestatteten Ernährungsberaterin versuchen. Allein das Geld, das bei « und ausgegeben wird, würde vermutlich reichen, einem großen Teil der Patienten eine sinnvolle Nahrung zu geben.
Dr. med. Jürgen Sperling, Lichtentaler Straße 2, 76530 Baden-Baden

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