ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2000Politik: Keine Lehren gezogen

SPEKTRUM: Leserbriefe

Politik: Keine Lehren gezogen

Dtsch Arztebl 2000; 97(13): A-802 / B-662 / C-618

Heinz, Peter

Zu dem Interview mit dem neuen Vorsitzenden der KBV, Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm, "Die Ärzte sind nicht bereit, mit sich spielen zu lassen" in Heft 5/2000:
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LNSLNS Aus diesem Interview wird wieder einmal deutlich, dass die KBV trotz der Entwicklung der letzten Jahre die existenzgefährdende Situation für uns Kassenärzte immer noch nicht realisiert hat. Es bleibt keine Zeit mehr für das Erstellen von Morbiditätsindizes etc.! Man muss sich nun endlich auf das Niveau unserer Verhandlungspartner herabbegeben und knallhart beginnen, den Patienten zu demonstrieren, was Budgetierung im Gesundheitssystem eigentlich bedeutet. Man muss rigoros die Anzahl der pro Quartal zu behandelnden Patienten reduzieren. So könnte man den Hamsterradeffekt beseitigen, die Honorierung pro Fall wieder in vernünftige Relationen setzen, den Ärzten wieder mehr Lebensqualität bescheren, und die Praxen könnten wirtschaftlicher geführt werden. Das Gesamthonorar stiege zwar nicht, aber die Patienten würden plötzlich merken, dass man, falls man kein Notfall ist, Monate auf einen Arzttermin warten müsste. Auf diese Weise würde Frau Fischers Mogelpackung entlarvt, und man würde sehr schnell gleichberechtigt an den Verhandlungstischen sitzen. Höchste Qualität zum Dumpingpreis ist nicht länger möglich!
Dr. med. Peter Heinz, Bamberger Straße 32, 96132 Schlüsselfed
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