ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2021Orthopädie: Ganglabor am Universitätsklinikum Leipzig

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Orthopädie: Ganglabor am Universitätsklinikum Leipzig

Hillienhof, Arne

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Eine Ganganalyse kann unter anderem bei einer Hüft- oder Knieoperation infrage kommen. Foto: Hagen Deichsel UKL
Eine Ganganalyse kann unter anderem bei einer Hüft- oder Knieoperation infrage kommen. Foto: Hagen Deichsel UKL

Die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und plastische Chirurgie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) hat ein Ganglabor eingerichtet, also einen Raum für 3-D-Untersuchungen des Bewegungszyklus.

Die Ganganalysen werden zur Diagnostik und zur Dokumentation von Veränderungen des Gehens eingesetzt, um Auswirkungen von Operationen und anderen Therapien zu untersuchen. Dabei werden Marker an standardisierten Positionen am Körper platziert, um die Bewegungen der entsprechenden Körperteile aufzuzeichnen. Nach mehrmaligem Ablaufen einer Gehstrecke entsteht ein 3-D-Computer-Modell des Gangs.

„Auf Kraftmessplatten erfassen wir den sogenannten Doppelschritt, das heißt, vom Fersenaufsetzen jeweils eines Beines bis zum wiederholten Aufsetzen der Ferse desselben Beines, mit Standphase und Schwungphase“, erläutert der Leiter des Ganglabores, Dr. Ing. Klaus Sander. In der Standphase werde die Bodenreaktionskraft auf den Platten gemessen. Dies ermögliche, Beeinträchtigungen bei den Gelenkbelastungen zu erkennen.

Eine Ganganalyse kommt laut dem UKL für Menschen infrage, die an Knie oder Hüfte operiert wurden oder die vor einer OP stehen sowie für solche nach einer Prothesenimplantation. „Auch Menschen mit Erkrankungen der Wirbelsäule oder neurologische Patienten können von dieser Einrichtung profitieren“, so Sander. hil

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