ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2000Gerontologie: Schmerzvermeidung

SPEKTRUM: Leserbriefe

Gerontologie: Schmerzvermeidung

Dtsch Arztebl 2000; 97(13): A-804 / B-664 / C-620

Schäfer, Klaus

Zu dem Leserbrief "Maxime: Lebensqualität" von Dr. med. Wolfgang Strecker in Heft 8/2000:
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LNSLNS Seit sieben Jahren betreue ich ein Heim mit 50 Bewohnern der Pflegestufe drei und höher, inklusive Apallikern, Finalstadien nach Ca. und Insult etc. und Demenz. Hier besteht eigentlich ständig das Problem, dass die alten Patienten nicht die erforderliche Flüssigkeitsmenge aufzunehmen in der Lage sind. Dies führt schnell zu Reduktion des Hautturgors, insbesondere am Rücken und Gesäß. Schon das ständige orale Anbieten von Flüssigkeit wird als Belästigung empfunden und mit entsprechender, teilweise aggressiver Abwehr beantwortet. Die Reaktion der Patienten verstehe ich und bin auch bereit, sie zu akzeptieren, jedoch: Haben die Kritiker der PEG noch nie erlebt, dass unter gesteigerter, ausreichender Flüssigkeitszufuhr plötzlich Decubital-Ulcera abheilen?
Für mich heißt die Entscheidung ! eventuell etwas länger leben, aber schmerzfrei, ohne Decubitus, ! oder vielleicht den Pa-tienten etwas eher sterben lassen unter vermeidbaren Schmerzen.
Diese Art der Schmerzvermeidung ist, ohne den Patienten zusätzlich zu nerven, nur über die PEG möglich.
Klaus Schäfer, Fibigerstraße 259, 22419 Hamburg (62)
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