ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2000Entwicklungsländer: Besserer Zugang zu Arzneimitteln gefordert

SPEKTRUM: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Entwicklungsländer: Besserer Zugang zu Arzneimitteln gefordert

Dtsch Arztebl 2000; 97(13): A-806 / B-666 / C-622

EB

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LNSLNS BONN. Anlässlich des Welt-Tuberkulose-Tages am 24. März hat der Präsident der Internationalen Sektion von Ärzte ohne Grenzen, James Orbinski, die EU-Kommission zu einer Politik aufgefordert, die den Zugang zu unentbehrlichen Medikamenten für Entwicklungsländer verbessert. In einem offenen Brief schreibt Orbinski, Aufgabe der EU-Kommission sei es, eine akzeptable Doppelstrategie zu entwikkeln, die einerseits den ärmeren Ländern den Zugang zu dringend benötigten Medikamenten ermögliche und andererseits Forschung und Entwicklung effektiver und einfacher zu handhabender Medikamente fördere.
Nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen treten jährlich acht Millionen neue Fälle von Tuberkulose überwiegend in den Entwicklungsländern auf. Außerdem nehme die Erregerresistenz gegenüber Medikamenten zu. Es sei dringend erforderlich, Forschungen im Bereich neuer Impfstoffe und Medikamente zu betreiben. Das letzte Tuberkulosemedikament sei vor 30 Jahren entwickelt worden, der letzte Impfstoff 1923.
Ärzte ohne Grenzen zufolge muss auch die Frage des Schutzes geistigen Eigentums diskutiert werden. Das patentbedingte Marktmonopol führe in vielen Fällen dazu, dass neue unentbehrliche Medikamente für die Bevölkerung in ärmeren Ländern unerschwinglich seien. EB
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