ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2021Kai Schmidt-Ott: Verbesserte Diagnostik von Nierenversagen

PERSONALIEN

Kai Schmidt-Ott: Verbesserte Diagnostik von Nierenversagen

Richter-Kuhlmann, Eva

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Kai Schmidt-Ott. Foto: DGfN
Kai Schmidt-Ott. Foto: DGfN

Bei etwa jedem fünften Krankenhausaufenthalt kommt es bei den Patientinnen und Patienten zu akuten Nierenschäden, die oft erst erst verzögert erkannt werden. Abhilfe will Prof. Dr. med. Kai Schmidt-Ott schaffen: „Wir sind dabei, automatisierte Systeme zu entwickeln, die mithilfe von künstlicher Intelligenz Laborwerte und Untersuchungsergebnisse in kurzen Zeitintervallen interpretieren und Alarm geben, bevor eine unumkehrbare Schädigung eingetreten ist.“

Der ärztliche Standortleiter der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und Internistische Intensivmedizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin erhielt für sein Engagement den diesjährigen Franz-Volhard-Preis der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie. Mit seinen Arbeitsgruppen am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) und an der Charité analysiert der 49-Jährige die Mechanismen von Nierenerkrankungen auf molekularer Ebene und sucht nach neuen Wegen, Nierenschäden frühzeitig zu erkennen und optimal zu behandeln.

Anzeige

Involviert in die nephrologische Forschung war Schmidt-Ott bereits während seiner medizinischen Ausbildung an der Freien Universität Berlin, an der Universität von Florida (Gainesville) und in New York an der Columbia Universität. 2007 baute er am MDC eine Nachwuchsgruppe auf, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wurde. Seit 2014 ist er Professor für Nephrologie an der Charité. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote